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Teltow-Fläming Charmant aber resolut
Lokales Teltow-Fläming Charmant aber resolut
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00:28 03.03.2018
Ingeborg Montag ist die älteste Garderobiere im Stadttheater Luckenwalde. Sie ist mit Herzblut und Engagement dabei. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

„Das Theater ist mein Ein und Alles“, schwärmt Ingeborg Montag. Sie hat schon so manche Feier sausen lassen, um lieber im Luckenwalder Stadttheater Dienst zu schieben. Die dienstälteste Garderobiere wird in der kommenden Woche 84 Jahre alt – doch ans Aufhören denkt sie noch lange nicht.

Dreimal klingeln

Ohne Ingeborg Montag beginnt seit 1991 keine Theaterveranstaltung. Erst wenn sie dreimal klingelt, wissen Lichttechniker und Bühnenmeister im Luckenwalder Stadttheater, dass die Besucher ihre Plätze einnehmen und sich der Vorhang öffnen kann. Sie selbst stand noch nie auf der Bühne – weder als Darstellerin noch als Besucherin etwa bei einem Tag der offenen Tür. Ihre Bereiche sind die Garderobe und der Einlass.

Gute Laune mit kleinen Scherzen

Bekannt ist sie für ihre gute Laune und die kleinen Scherze am Rande. Als kürzlich jemand seine Jacke bei ihr abgab, die schwer wie Blei war, erkundigte sie sich, ob sich sein gesamtes Inventar darin befände. Viele Theaterbesucher kennt die gebürtige Breslauerin seit Jahren und die meisten kennen Ingeborg Montag. Bei der Musical-Show vor kurzem fragte sie eine junge Frau, die ein grobmaschig gehäkeltes Oberteil trug scherzhaft: „Mit einem solch kaputten Pullover kommen Sie ins Theater?“ Die Antwort war ein herzhaftes Lachen.

Lieblingssänger live erleben

Wenn ihre Lieblingskünstler wie die Geschwister Hofmann oder Andy Borg auftreten, sieht Ingeborg Montag zu, dass sie die Sänger live auf der Bühne sehen kann. Das volle Programm sieht sie nie, denn zwischendurch muss sie schauen, dass auf den Toiletten Ordnung herrscht.

400 Autogramm gesammelt

Mehr als 400 Autogramme hat Ingeborg Montag in den vergangenen 27 Jahren gesammelt. Diese liegen ebenso wie Fotos auf denen sie mit den Stars und Sternchen fotografiert wurde, feinsäuberlich gestapelt zu Hause im Schubfach. Doch ausgerechnet als ihr absoluter Lieblingssänger G. G. Anderson mal nach Luckenwalde kam, war sie verhindert. Doch ihr Chef sprang für sie ein. „Andreas Kitzing hat ein Autogramm für mich eingefordert“, erzählt sie. Als Jürgen von der Lippe bei seinem jüngsten Besuch im Stadttheater auf sie zukam, war er enttäuscht, denn Ingeborg Montag hatte ihn nicht erkannt. „Sein Gesicht war von der Kamera verdeckt und ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass er in den Garderobenbereich kommt“, erklärt sie.

Gläschen Sekt nach getaner Arbeit

Ingeborg Montag teilt ihre neun Kolleginnen für die einzelnen Veranstaltungen im Theater zum Jahresbeginn ein. Bei ausverkauftem Haus müssen alle ran, ansonsten je nach Bedarf. Nach getaner Arbeit gönnen sie sich dann gern ein Gläschen Sekt. „Inge kann nicht ohne Theater leben. Sie ist von der alten Schule – und das gefällt den Besuchern“, sagt Andreas Kitzing vom städtischen Kulturamt.

Wer verliert, zahlt

Wenn jemand seine Gardrobenmarke verloren hat, ist Ingeborg Montag streng: Er muss er bis zum Schluss warten. Nur zu sagen, wie der Mantel aussieht und was sich darin befindet, reicht nicht aus. Und fünf Euro kostet der Spaß außerdem.

Im April reist Ingeborg Montag, die auch gleich um die Ecke vom Theater wohnt, mit ihren Kindern in ihre alte Heimat Breslau. Darauf freut sie sich schon jetzt. „Früher bin ich viel öfter verreist“, fügt sie hinzu.

Von Margrit Hahn

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