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Chronikprojekt nimmt Gestalt an

Hohengörsdorf Chronikprojekt nimmt Gestalt an

Die Geschichte des eigenen Heimatdorfes aufarbeiten und für die Nachwelt bewahren will man derzeit in Hohengörsdorf. Zu den thematischen Schwerpunkten gehört das Flämingplatt, das dem Vergessen entrissen werden soll.

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Etwa ein Dutzend Hohengörsdorfer waren beim Arbeitstreffen in dieser Woche mit dabei.

Quelle: Uwe Klemens

Hohengörsdorf. Der Geschichte des Heimatortes auf der Spur ist man derzeit besonders eifrig in Hohengörsdorf. Der heute 71-jährige Heinz-Georg Felgendreher, der hier geboren wurde, aber 1970 nach Frankfurt-Oder zog, hatte die Idee, die Fakten zusammenzutragen, so lange es noch Hohengörsdorfer gibt, die sich an die Kriegs- und Nachkriegsjahre und die Zeit bis zur Wende erinnern können.

Flämingplatt ist wichtiger Teil der Historie

Vor allem das nahezu in Vergessenheit geratene Flämingplatt sieht der studierte Agrartechniker, der all die Jahre der Trennung nie den Kontakt zu seinem Heimatdorf verlor, als besonders bewahrenswertes Gut an. Auch oder gerade weil aus dem von ihm vor sechs Jahren angeregten Sprachzentrum für Mundart nichts wurde und zehn von Sprachstudenten angefertigte Tonaufnahmen bislang das einzige Ergebnis seiner Bemühungen sind, ist das Flämingplatt eine der wichtigen Säulen des Chronikprojektes.

Weitere Kapitel sein könnten die Wanderjahre und Kriegserlebnisse von Felgendrehers Großvater Richard Wesch, der in Hohengörsdorf von 1943 bis 1948 Bürgermeister war, der Wandel der Einwohnerstruktur des Ortes, die Komplettierung der bis ins Jahr 1795 zurückreichenden Schulchronik, das früher bedeutsame Thema Hausschlachtung, aber auch die Entwicklung der Natur in der Region.

Chronik baut auf auf die Vorarbeit anderer

Vor wenigen Tagen lud Felgendreher alle interessierten Hohengörsdorfer zu einem Arbeitsgespräch, bei dem festgelegt wurde, wer welche Teilbereiche übernimmt. Aufbauen können die Akteure auf das Werk des Heimatforschers Richard Oertel, auf die Aufzeichnungen Richard Weschs und auf die Fotosammlung Heinz Noffkes, der in den 70er Jahren Höfe und Einwohner mit der Kamera festhielt.

Felgendreher hofft, dass sich noch mehr Menschen beteiligen und sich mit Erinnerungen, Fotos und Dokumenten beteiligen. Ob es am Ende ein Buch mit dem Titel „Kleenes Dorp janz jroot“ oder kleinere Themenhefte geben wird, ist noch offen.

Von Uwe Klemens

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