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Teltow-Fläming Coca-Cola Abfüllwerk unter Frauenregie
Lokales Teltow-Fläming Coca-Cola Abfüllwerk unter Frauenregie
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00:17 11.03.2017
Produktionsleiterin Nina jenk (l.) und Planungsleiterin Karolin Övünc gehören zur Führungsriege im Coca-Cola-Abfüllwerk Genshagen im Brandenburg Park. Quelle: Abromeit
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Genshagen

Frauenpower erlebt Holger Lorenschat täglich. Der Coca-Cola-Betriebsleiter in Genshagen sagt: „Auch in einem technischen Unternehmen ist Vielfalt extrem wichtig.“

Zwei von drei Bereichsleitern sind Frauen

Diese Vielfalt hat bei ihm in der siebenköpfigen Führungsriege gleich mehrere weibliche Gesichter. Von drei Bereichsleitern sind zwei Frauen: Grit Oehlert leitet den Bereich namens Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und Umwelt, Nina Jenk ist Produktionsleiterin. Und in der Chefetage arbeitet Karolin Övünc als Leiterin für Planung und Beschaffung. Ganz offensichtlich ist: Die drei haben Spaß an ihrem Job. Und alle drei sagen: Es ist egal, wer auf welchem Posten arbeitet, Hauptsache der Laden läuft.

Drei Produktionslinien

„Der Laden“, das ist im Brandenburg Park Genshagen das Abfüllwerk mit dem markantesten Firmen-Schriftzug der Welt. Neben dem eigenen Brunnen hat das Betriebsgelände drei Produktionslinien: zwei können bis zu 21.600 Flaschen pro Stunde abfüllen, die große Linie schafft bis 34.000 Flaschen. In Genshagen werden 1- und 2-Liter-Flaschen sowie die mit 1,25 und 1,5 Litern Fassungsvermögen gefüllt. Die Packungsgrößen reichen vom kleinen Vierer-Set bis zur 40er Discount-Palette mit Coca-Cola, CC Light, Sprite oder Fanta verschiedener Geschmacksrichtungen.

Kurze Wechsel müssen sein

Welcher Kunde muss bis wann mit welchen Flachen und Mengen beliefert sein? Damit alle Bestellungen pünktlich vom Hof rollen, koordiniert die 33jährige Produktionsleiterin Nina Jenk sowohl die Kollegen als auch die Linien jeden Tag neu. Nach dem Morgenmeeting geht sie durch die Produktion, spricht mit den Schichtleitern. „Jede Linie hat bis zu 20 Aggregate, je nach dem, was läuft  – kleine oder große Flaschen, für Fanta Mango oder Erdbeere?“ Natürlich werde versucht, auf der schnellsten Linie die teuersten Produkte abzufüllen. „Dabei kommt es vor allem auf kurze Wechsel zwischen verschiedenen Produkten an“, erklärt die Berlinerin. Sie organisiere gern und finde es toll, wenn es immer wieder klappt, Menschen und Maschinen wie ein großes Produktionspuzzle zusammenzusetzen.

Potsdamerin plant Beschaffung

Damit das klappt, ist sie oft bei Karolin Övünc. Die erklärt ihre Leitungsfunktion so: „Ich bin die Schnittstelle zwischen internen und externen Kollegen.“ Die 35-jährige Potsdamerin ist für die Planung und Beschaffung von allem zuständig, was für die Produktion nötig ist. Und klemmt es mal in einem anderen Betrieb, müssen die Genshagener mit ran, oder umgekehrt.

Seit 25 Jahren bei Coca-Cola

Zu Grit Oehlerts Aufgaben gehört das sogenannte Sensorikprogramm: Jeden Tag müssen zehn Leute unter jeweils sechs bis acht Proben einen Fremdgeschmack herausfinden. „Aber manchmal ist keiner dabei...“ Die Ludwigsfelderin lacht. Seit 25 Jahren arbeitet sie bei Coca-Cola, seit Werksgründung 1998 in Genshagen. Auch sie findet die Vielfalt ihres Jobs spannend. Meint dabei aber weniger die Vielfalt in der Führungsriege, als die ihrer Aufgaben zwischen Management, Labor, Sirupherstellung oder dem Erreichen von Energie- und Wasserverbrauchskennzahlen. Die 50-Jährige sagt: „Hier geht es zwar um Maschinen, aber unsere Produktion ist sehr lebendig.“

Hoher Frauenanteil

Coca-Cola hat zwei deutsche Firmen, eine für Marketing und Strategie, eine für Produktion, Logistik und Vertrieb. Letztere teilt Deutschland in sieben Verkaufsgebiete, das namens Ost ist fast identisch mit den neuen Bundesländern. Dessen Frauenanteil liegt mit 22 Prozent am höchsten, so Sprecherin Marlen Knapp. Der Betriebsleiter in Genshagen findet den hohen weiblichen Anteil seiner Führungskräfte „ganz normal“. Er sagt: „Ich schätze an Frauen den anderen Blickwinkel, mit dem sie Herausforderungen angehen.“

Von Jutta Abromeit

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