Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Container sollen Hort-Misere überbrücken

Großbeeren schafft Übergangslösung Container sollen Hort-Misere überbrücken

Für 140 Kinder gebaut, mit 213 Kindern belegt, 260 nach den Ferien erwartet – der Zuzugsort Großbeeren braucht für seinen Hort „Großbärenkinder“ eine Ausnahme-Genehmigung nach der anderen. Die aktuelle erlaubt das Betreuen von 230 Kindern. Nun sollen nach gescheiterten Neubauversuchen zwei Container zeitweilig helfen.

Voriger Artikel
Somalier randaliert in Flüchtlingsheim
Nächster Artikel
Bettler-Banden ziehen durch Rangsdorf

Im Hort „Großbärenkinder“ fehlt Platz.

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Zwei Container könnten die Lösung für das immer prekärer werdende Hort-Problem von Großbeeren sein. Diese Möglichkeit stellte Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) am Mittwochabend zur Hauptausschusssitzung und vor ungewöhnlich viel Publikum in Aussicht.

Zehn Firmen habe die Gemeinde abgefragt, bevor es diese Chance gab. Bedingung für die unvorhergesehene Variante mit Extrakosten in fünfstelliger Höhe ist die möglichst schnelle Zustimmung aus allen Fraktionen, so Ahlgrimm. „Die bundesweite Container-Nachfrage ist ja bekannt.“

Der Hort „Großbärenkinder“ mit seinen einst 140 Plätzen hat inzwischen eine Betriebserlaubnis für bis zu 230 Kinder, betreut werden zurzeit 213. Monatlich kommen neue Familien in den Ort. Bis zu den Sommerferien scheiden zwar 35 bis 40 Kinder vor allem aus 4. Klassen aus. „Doch nach den Ferien erwarten wir aus den 1. Klassen 80 bis 85 neue Anträge, so dass der Bedarf bei 260 liegt“, erläuterte Ahlgrimm.

Bei der Container-Variante geht es für die Zuzugsgemeinde um 24 000 Euro Mietkosten im Jahr plus Kosten für Aufbau, Strom und anderes. „Wir müssen schnell sein und gegebenenfalls auch kaufen“, sagt Ahlgrimm. Aus allen politischen Richtungen gab es Zustimmung. Die Container könnten auf das jetzige Hortgelände gestellt werden und wie ein Laubengang an die Rückfront andocken.

Der Hauptausschuss sucht wegen permanenter Überfüllung des Hortes und etlicher gescheiterter Neubau-Versuche im Ort händeringend nach Lösungen. Von der SPD war die Idee „Obergeschoss Alte Molkerei mit dem Gutshof-Außengelände“ gekommen, aus Facebook-Einträgen weiß Ahlgrimm von Vorschlägen, den Gemeindesaal oder Schulräume zu nutzen. „Alle drei Möglichkeiten gehen nicht“, sagte der Bürgermeister. Schulräume entfallen, weil Hortbetreuung nicht pure Aufbewahrung in Klassenräumen sei und die Kinder nachmittags anderes sehen sollten als vormittags. „Das haben uns die zuständigen Ministeriumsmitarbeiter ganz klar gesagt“, so der Bürgermeister.

Der Gemeindesaal habe zwar getrennte Damen- und Herren-Toiletten, jedoch viel zu wenige. Außerdem nutzten Fraktionen und Schuldnerberatung die Räume, zudem würde dort privat gefeiert. Und die Fenster dieses Obergeschosses müssten wegen ihrer niedrigen Höhe vergittert werden, damit auch wirklich kein Kind rausfallen könne, so der Rathauschef.

Der Charme der Container-Lösung besteht für ihn in dem Vorteil, alles bisherige im Haus nutzen zu können, meint Ahlgrimm „auch bisherige Angebote“. Bei Satellitenlösungen hätte es für die Kinder immer nur Teilangebote geben können.

Von Jutta Abromeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg