Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Container sollen Hort-Misere überbrücken
Lokales Teltow-Fläming Container sollen Hort-Misere überbrücken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:48 19.02.2016
Im Hort „Großbärenkinder“ fehlt Platz. Quelle: Krischan Orth
Anzeige
Großbeeren

Zwei Container könnten die Lösung für das immer prekärer werdende Hort-Problem von Großbeeren sein. Diese Möglichkeit stellte Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) am Mittwochabend zur Hauptausschusssitzung und vor ungewöhnlich viel Publikum in Aussicht.

Zehn Firmen habe die Gemeinde abgefragt, bevor es diese Chance gab. Bedingung für die unvorhergesehene Variante mit Extrakosten in fünfstelliger Höhe ist die möglichst schnelle Zustimmung aus allen Fraktionen, so Ahlgrimm. „Die bundesweite Container-Nachfrage ist ja bekannt.“

Der Hort „Großbärenkinder“ mit seinen einst 140 Plätzen hat inzwischen eine Betriebserlaubnis für bis zu 230 Kinder, betreut werden zurzeit 213. Monatlich kommen neue Familien in den Ort. Bis zu den Sommerferien scheiden zwar 35 bis 40 Kinder vor allem aus 4. Klassen aus. „Doch nach den Ferien erwarten wir aus den 1. Klassen 80 bis 85 neue Anträge, so dass der Bedarf bei 260 liegt“, erläuterte Ahlgrimm.

Bei der Container-Variante geht es für die Zuzugsgemeinde um 24 000 Euro Mietkosten im Jahr plus Kosten für Aufbau, Strom und anderes. „Wir müssen schnell sein und gegebenenfalls auch kaufen“, sagt Ahlgrimm. Aus allen politischen Richtungen gab es Zustimmung. Die Container könnten auf das jetzige Hortgelände gestellt werden und wie ein Laubengang an die Rückfront andocken.

Der Hauptausschuss sucht wegen permanenter Überfüllung des Hortes und etlicher gescheiterter Neubau-Versuche im Ort händeringend nach Lösungen. Von der SPD war die Idee „Obergeschoss Alte Molkerei mit dem Gutshof-Außengelände“ gekommen, aus Facebook-Einträgen weiß Ahlgrimm von Vorschlägen, den Gemeindesaal oder Schulräume zu nutzen. „Alle drei Möglichkeiten gehen nicht“, sagte der Bürgermeister. Schulräume entfallen, weil Hortbetreuung nicht pure Aufbewahrung in Klassenräumen sei und die Kinder nachmittags anderes sehen sollten als vormittags. „Das haben uns die zuständigen Ministeriumsmitarbeiter ganz klar gesagt“, so der Bürgermeister.

Der Gemeindesaal habe zwar getrennte Damen- und Herren-Toiletten, jedoch viel zu wenige. Außerdem nutzten Fraktionen und Schuldnerberatung die Räume, zudem würde dort privat gefeiert. Und die Fenster dieses Obergeschosses müssten wegen ihrer niedrigen Höhe vergittert werden, damit auch wirklich kein Kind rausfallen könne, so der Rathauschef.

Der Charme der Container-Lösung besteht für ihn in dem Vorteil, alles bisherige im Haus nutzen zu können, meint Ahlgrimm „auch bisherige Angebote“. Bei Satellitenlösungen hätte es für die Kinder immer nur Teilangebote geben können.

Von Jutta Abromeit

Polizei Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 18. Februar - Somalier randaliert in Flüchtlingsheim

Ein 24-Jähriger aus Somalia hat am Mittwochnachmittag in einem Flüchtlingsheim in Luckenwalde zwei Fensterscheiben zertrümmert. Der alkoholisierte Mann hatte sich widerrechtlich in dem Heim aufgehalten und wollte trotz entsprechender Aufforderungen durch die Mitarbeiter nicht gehen. Die Polizei nahm ihn in Gewahrsam.

18.02.2016

Nach langer, intensiver Fahndung hat die Brandenburger Polizei einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Ein 36 Jahre alter Mann aus Moldau wurde an der rumänischen Grenze festgenommen. Er war in mehrere Häuser in Brandenburg eingestiegen, unter anderem in Blankenfelde-Mahlow. Dass er überführt wurde, liegt auch an einer gut gefüllten DNA-Bank.

18.02.2016
Teltow-Fläming Neue Ärztin in Jüterbog - Diagnose per Ultraschall

Die Internistin Kerstin Maslak-Lehmann ergänzt seit Februar das Ärzteteam Steffen Thor, Rainer Kubau und Martin Wehner in Jüterbog. Sie ist spezialisiert auf Sonografie und erstellt Diagnosen mit Hilfe eines Ultraschallgerätes.

21.02.2016
Anzeige