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Teltow-Fläming Crossover zum Saison-Auftakt mit Keimzeit
Lokales Teltow-Fläming Crossover zum Saison-Auftakt mit Keimzeit
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21:40 18.09.2016
„Keimzeit“ und Filmorchester im Stadttheater. Quelle: Katja Schubert
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Luckenwalde

Wenn die Band „Keimzeit“ zusammen mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg die Bühne betritt, gibt es für das Publikum kein Halten mehr. Ein ausverkauftes Stadttheater zum Beginn der neuen Theater-Saison bezeugte am Freitagabend in Luckenwalde, dass die Ostrockband angesagt ist. Das Konzert der beiden (musikalisch gleichgestellten) Größen mit ihrem gemeinsam aufgenommenen Album „Zusammen“ ist das einzige dieses Jahres – deutschlandweit.

Umso größer war die Begeisterung für die Titel, die altbekannt und doch ganz neu inszeniert worden sind: „Maggie“, „Leuchte, leuchte, Leuchtturm“ und natürlich „Kling Klang“ gehörten zu dem Repertoire des Musiker-Ensembles, das durch die Zusammenarbeit mit dem Orchester neu interpretiert wurde.

Reise in eine andere Welt

Mit Harfe, Trompete und einer fantasievollen Lichtinszenierung begab das Publikum sich in eine andere Welt, eine Welt der großen und ganz kleinen Dinge des Lebens, die Sänger Norbert Leisegang (56) mit seiner unverwechselbaren Stimme in die Herzen und Ohren der Zuhörerschaft trug. Größtenteils wurden die Stücke von Dirigent Bernd Wefelmeyer (76) arrangiert und ließen kaum ein Genre aus, mit Anregungen aus Jazz, Bossa Nova und Pop-Rock. Wie schrill-bunte Bilder schossen die Töne durch die Luft und hinterließen eine melancholische Tiefe, einen musikalischen Nachdruck.

Zum Hintergrund der Entscheidung dieser außergewöhnlichen Zusammenarbeit meinte der Sänger nur humorvoll: „Naja, dann machen wir’s mal.“

Andreas Kitzing, Sachbearbeiter für kulturelle Angelegenheiten der Stadt Luckenwalde, freute sich über das Zusammenspiel auf der Stadtbühne. „Jetzt beginnt offiziell unsere 86. Spielsaison. Dass wir unser Theaterfest mit diesen Künstlergrößen einleiten konnten, ist toll. ,Zusammen’ ist eine ganz feine Sache“, urteilte er.

„Gänsehaut“, sagte Sven Kaiser, wohl einer der größten Fans der Band. Er war für das Konzert eigens aus Altenburg (Thüringen) angereist. „Keimzeit erfindet sich immer wieder neu und bleibt sich dabei trotzdem treu. Sie sprechen dabei eben auch mal aktuell-politische und sozialkritische Themen an. Man wächst einfach mit der Band“, sagte Kaiser.

Stand-Arts spielen im Keller

Quasi umrahmt wurde das Keimzeit-Konzert von der Berliner Jazzband „Stand-Arts“. Im Theaterkeller spielte das Jazz-Quintett vor und nach dem „Keimzeit“-Auftritt Klassiker von Gershwin, Jobim und Porter. Eigenen Angaben zufolge spielten einige der Bandmitglieder bereits mit Stars wie Nina Hagen, Quincy Jones, Udo Jürgens und Liza Minelli. Martina Reiter, Sängerin von „Stand-Arts“, wird gar als eine der vielversprechendsten Stimmen des jungen europäischen Jazz gehandelt.

Dass die in der Jazz-Szene bekannte und deutschlandweit agierende Band „Stand-Arts“ bereits vor dem Eingang des Theaters zu hören war, sollte der musikalischen Einstimmung dienen. Mit entspannten Stücken wie „Summertime“ und „Girl from Ipanema“ konnten es sich die Gäste an der Bar oder an den Tischen gemütlich machen und sich auf kommende Klänge freuen.

Von Katja Schubert

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