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Teltow-Fläming Susanne Rieckhof neue DRK-Vizepräsidentin
Lokales Teltow-Fläming Susanne Rieckhof neue DRK-Vizepräsidentin
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00:18 11.07.2018
An der Spitze vom DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald: Die neue Vize-Präsidentin Susanne Rieckhof mit dem DRK-Kreisvorsitzenden Harald-Albert Swik (M.) und Präsident Dietmar Bacher. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Dieser Wohlfahrtsverband strotzt vor Kraft. Jedenfalls kann sich der Kreisverband Fläming-Sprewald des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Vergleich zu anderen Verbänden durchaus sehen lassen. Mit seinen fast 6000 Mitgliedern. Mit seinen 900 aktiven Ehrenamtlern und seinen 957 hauptamtlichen Mitarbeitern, die im vergangenen Jahr 262 ältere und 303 behinderte Menschen, 1143 Kinde und etwa 400 Kinder und Jugendliche in Junior-Clubs sowie 420 Flüchtlinge in Übergangsheimen in insgesamt 80 Einrichtungen in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald betreuten.

Wirtschaftlich erfolgreiches Jahr

Diese Zahlen nannte der DRK-Kreisvorsitzende Harald-Albert Swik am Freitagabend bei der Kreisdelegiertenversammlung. Mit einer Bilanzsumme von fast 44,7 Millionen Euro, einem Umsatz von 38,7 Millionen Euro und einem Überschuss von 1,4 Millionen Euro war 2017 auch wirtschaftlich wieder ein erfolgreiches Jahr. Die Personalkosten betrugen als größter Ausgabeposten 28,2 Millionen Euro.

Attraktiver Arbeitgeber

Das ändert aber nichts an der Tatsache, das auch das DRK als „sehr attraktiver Arbeitgeber“, so betonte es Kreispräsident Dietmar Bacher, mit dem Personalmangel zu kämpfen hat. So hat auch das DRK unter einer Personalfluktuation von zehn Prozent zu leiden. „Das ist sehr viel“, so Bacher, „deshalb werden wir die Entlohnung erhöhen. Das geht aber zu Lasten des Verbandes.“ Deshalb könne das DRK für die Kreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald wohl das Ergebnis von 2017 nicht wieder erreichen.

Tarifvertrag wird überarbeitet

Als eine Maßnahme im Kampf gegen die Personalnot werde man den Tarifvertrag überarbeiten, kündigte Harald-Albert Swik an. Das sei Sache des Landesverbandes, betreffe aber auch die Kreisverbände, weil diese mit ihren Partnern daraufhin neu verhandeln müssten. „Wir bewegen uns auf die Tarife des öffentlichen Dienstes zu“, so Swik. Er rechnet mit zehn bis 15 Prozent Lohnsteigerungen in den nächsten drei Jahren. „Das muss vorfinanziert werden und das kriegen wir rückwirkend nicht zurück.“

Albaner als Altenpfleger

Am drängendsten sei die Personalnot im Altenpflegebereich festzustellen. Um dem entgegenzuwirken, habe der DRK-Landesverband in Albanien 21 Fachkräfte ausbilden lassen, von denen sieben in Großbeeren und Mahlow eingesetzt werden. Aber auch in allen anderen Bereichen werde Personal gesucht. So entstehen neue Kitas in Luckenwalde und Ludwigsfelde und eine Tagespflegeeinrichtung in Luckenwalde. Ansonsten müsse man die Investitionstätigkeit einschränken, weil es nun gelte, bestehende Immobilien, die schon etwas älter sind, zu erhalten und zu renovieren.

Keine Abenteuer

„Wir stehen zwar gut da, gehen aber keine Abenteuer ein“, sagte Kreispräsident Bacher, „unser Geschäft heißt Menschlichkeit, das wollen wir stärken und weiterentwickeln.“ Dabei galt sein Hauptdank den Ehrenamtlern, „die an wie vielen Tagen, Abenden und Wochenenden auch immer ihren Dienst leisten“, sagte Kreisvorsitzender Swik.

Unterstützung der Ehrenamtler

Für deren professionelle Unterstützung werde man drei Vollzeitstellen einrichten, statt der vom Landesverband geforderten halben Stelle, ergänzte Bacher: „Wir sind stolz, dass wir uns das leisten können zur Organisation und Abdeckung der ehrenamtlichen Arbeit.“ Weiterhin werde eine neue Finanzrichtlinie für das Ehrenamt verabschiedet, „um Sie dauerhaft und stabil zu unterstützen“, sagte Bacher den anwesenden Ehrenamtlern. Und das, obwohl die Zahl der Mitglieder, aus deren Beiträgen die ehrenamtliche Arbeit zu 100 Prozent finanziert wird, um etwa 270 zurückgegangen ist.

Susanne Rieckhof ist neue Vizepräsidentin

Zu einer wichtigen Personalentscheidung im ehrenamtlichen Bereich kam es an diesem Abend auch. Die bisherig Vizepräsidentin Elke Voigt scheidet aus beruflichen Gründen aus. Zu ihrer Nachfolgerin wurde die Beigeordnete des Kreises Dahme-Spreewald, Susanne Rieckhof (55) einstimmig bei vier Enthaltungen gewählt.

Von Hartmut F. Reck

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