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DRK-Ortsverband leistet vielfältige Arbeit

Jüterbog DRK-Ortsverband leistet vielfältige Arbeit

DRK und Wasserwacht waren in der Wahrnehmung der Dahmer Öffentlichkeit lange Zeit eins. Dass dem nicht so ist, sondern der Ortsverband der Hilfsorganisation viel breiter aufgestellt ist, rückt der neue Vorstand nun stärker ins Blickfeld.

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Steffen Rose (l.) und Jan Truglitschka in der Fahrzeughalle des Ortsverbandes, in der sich die Einsatztechnik aller Arbeitsgruppen befindet.

Quelle: Uwe Klemens

Dahme. Der Sommer naht und damit auch die Aussicht, sich bald wieder in den Bädern der Region in die Fluten zu stürzen. Unverzichtbar sind dabei jene, die beherzt eingreifen, wenn beim Sprung ins kalte Wasser das Herz aus dem Rhythmus gerät oder andere gesundheitliche Probleme auftauchen: die Rettungsschwimmer.

In Dahme erfüllen die ehrenamtlichen Mitglieder der DRK-Wasserwacht seit Jahrzehnten diese verantwortungsvolle Aufgabe. Fest im Blick haben sie auch die Förderung des eigenen Nachwuchses. „Zum Nutzen für alle“, sagt Jan Truglitschka, der vor zwei Jahren von den Mitgliedern des Ortsverbandes zum Vorsitzenden gewählt wurde. Der Vorteil für die Badegäste liegt auf der Hand: Ohne Rettungsschwimmer wäre das Bad geschlossen. Zudem erteilen die Rettungsschwimmer auch Schwimmunterricht.

Auch die Retter profitieren von ihrer Arbeit

Doch auch die Retter profitieren in Form einer soliden Ausbildung, die ihnen sogar berufliche Perspektiven eröffnet, freiem Eintritt in den Bädern in Dahme und Wahlsdorf und einer in der Gemeinschaft Gleichgesinnter erlebten, sinnvollen Freizeitbeschäftigung.

Das beste Beispiel dafür ist Truglitschkas Stellvertreter Steffen Rose, der vor acht Jahren zur Wasserwacht kam und inzwischen als Rettungsassistent sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Als Ausbilder für Rettungsschwimmer gibt er nicht nur sein Wissen an Jüngere weiter, sondern auch seine Begeisterung des für ihn „schönsten Hobbys“: Da zu sein, wenn andere Hilfe brauchen.

Alle eint der selbe „Defekt“: Das Helfer-Syndrom

So sehr Truglitschka, der aus Schwedt stammt und vor fünf Jahren als bereits ausgebildeter Trainer für Rettungsschwimmer nach Dahme kam, das eigene Metier am Herzen liegt, so sehr sieht er die Wasserwacht nur als Teil der weitaus vielseitigeren DRK-Arbeit. „Lange hat man in Dahme beim Stichwort DRK nur die Wasserwacht wahrgenommen. Aber in Wirklichkeit gibt es viel mehr, was wir jetzt auch verstärkt in die Öffentlichkeit tragen wollen“, sagt er. „Was uns eint, ist derselbe genetische Defekt, nämlich das Helfersyndrom, egal ob wir im Sanitätsdienst, beim Blutspendedienst, in der Katastrophenschutz-Bereitschaft, im Verpflegungsdienst oder eben als Rettungsschwimmer tätig sind. Die Kinder und Jugendlichen, die bei uns mitarbeiten, sind spürbar anders drauf als ihre Altersgenossen.“ Das Thema Sozialkompetenz werde dort nicht bloß theoretisch abgehandelt, sondern im Miteinander und im Training erworben. „Im Team zu arbeiten, dabei auch das eigene Köpfchen einzuschalten ist die Grundlage unserer Arbeit. Die Stärke der Jugend ist, dass sie sich bei alledem trotzdem traut, Neues und sich selbst auszuprobieren“, sagt Truglitschka.

Verantwortung in die eigenen Hände nehmen

Dass das am besten funktioniert, wenn die Mitglieder ein Mitspracherecht, Gestaltungsfreiraum und auch genug Spaß haben, gehört zu den Grundüberzeugungen im Ortsverbands-Vorstand. „Gemessen an der bisherigen Praxis hat sich die Führungsebene weit geöffnet und Verantwortung abgegeben“, sagt Truglitschka, der als Beispiel die im Vorjahr gegründete Jugend-Rot-Kreuz-Gruppe nennt, die von der 18-jährigen Rebecca Krüger selbstständig geleitet wird. „Der Erfolg gibt uns Recht“, sagt der Ortsverbands-Chef.

Auf das große DRK-Zeltlager, das, wie in jedem Jahr, im Sommer im Dahmer Freibad stattfinden wird, freuen sich Truglitschka und Rose schon jetzt. Neben Trainingselementen aller Einsatzgruppen wird dann vor allem die Gemeinsamkeit im Vordergrund stehen.

Sinnvolle Freizeitbeschäftigung

An Möglichkeiten zum Mittun bietet Dahmes DRK neben der Wasserwacht eine Sanitäts-, eine Verpflegungs- und eine Katastrohenschutzeinheit sowie die Blutspendegruppe.

Immer auf der Suche st man deshalb nach neuen Mitgliedern, die, je nach Interessenslage und verfügbarer Zeit, in einer oder mehreren Gruppen tätig sein können.

Mitglied werden kann man bereits ab dem 6. Lebensjahr.

Derzeit besteht der Ortsverband aus 60 aktiven, sowie rund 100 Fördermitgliedern.

Von Uwe Klemens

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