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Teltow-Fläming Kochen für Ersthelfer und Opfer
Lokales Teltow-Fläming Kochen für Ersthelfer und Opfer
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18:16 28.01.2019
Lucas von Bemberg (l.) und Jörg Bernicke sind an der modernen, mit Gas betriebenen Gulaschkanone fürs Kochen zuständig. Quelle: Uwe Klemens
Dahme

Wenn Feuerwehrleute, Sanitäter und Technisches Hilfswerk in Notsituationen ihr Bestes geben, sorgt das zumeist für Schlagzeilen. Doch damit alles reibungslos klappt, müssen die Helfer auch versorgt werden.

Aus diesem Grund halten Landkreise und Hilfsorganisationen so genannte Verpflegungseinheiten in Bereitschaft. Neben einer bereits in Königs Wusterhausen bestehenden Versorgungstruppe befindet sich in Dahme derzeit ein zweite Verpflegungseinheit des DRK-Kreisverbandes Fläming-Spreewald im Aufbau.

„Teamgeschichte mit Gruppendynamik“

Genauer gesagt, im Wiederaufbau. Denn vor etwa zehn Jahren gab es, damals unter dem Dach der DRK-Wasserwacht, eine solche Gruppe, deren Aktivitäten sich eher auf regionale Festivitäten beschränkte und die mangels Mitgliedern vor etwa drei Jahren aufhörte zu existieren.

Nach der 2016 erfolgten Umstrukturierung des Ortsverbandes entstand nun die Idee, die Verpflegungseinheit TF-1 neu aufzubauen und künftig auch für Einsätze in so genannten Schadenslagen gewappnet zu sein.

Seit Februar 2018 ist Christopher Seidel Bereitschaftsleiter des Dahmer Ortsverbandes und somit auch zuständig für den Aufbau der Verpflegungseinheit. Der erste, der zu ihm stieß, war der Waltersdorfer Lucas von Bemberg, der freiberuflich als Event-Koch tätig ist und in der Einheit natürlich ebenfalls als Koch agiert. Da sein Sohn beim Jugendrotkreuz aktiv ist, erfuhr er davon. „Für mich ist das Ganze eine Teamgeschichte mit einer gewissen Gruppendynamik, was einfach spannend ist und Spaß macht“, sagt der 36-Jährige.

Kocheinsatz der Dahmer Verpflegungseinheit im DRK-Logistikzentrum Schönefeld Quelle: privat

Auch Jörg Bernicke, der einen Monat später einen Flyer sah und als Dritter dazu stieß, ist von Beruf Koch. „Es hat mich gereizt, als Ehrenamtler Verantwortung zu übernehmen und Menschen in Not und Helfer im Einsatz zu unterstützen. Jeder Einsatz ist eine Herausforderung und ein Stück weit auch ein Abenteuer“, weiß der 45-Jährige aus den bisherigen Einsätzen.

Dank der inzwischen auf zehn Leute angewachsenen Mannschaft konnten im vergangenen Jahr ebenso viele Einsätze geleistet werden. Beim großen Waldbrand bei Frohnsdorf unterstützten sie andere Verpflegungseinheiten bei der Versorgung der Einsatzkräfte.

Zehn feste Einsatztermine für 2019

Beim Sommerfest des Wiepersdorfer Künstlerhauses agierten sie als Caterer. Die dabei erwirtschafteten Einnahmen helfen bei der Finanzierung der Ausstattung. Auch die Versorgung der holländischen Rot-Kreuz-Delegation im DRK-Logistikzentrum auf dem Großflughafen Schönefeld gehörte zu ihren Aufgaben. Dank einer neuen Feldküche können pro Kochgang bis zu 250 Leute versorgt werden.

Zehn Einsatztermine für dieses Jahr stehen bereits fest. Das Lübbener Spreetreiben Anfang März ist der Auftakt zu der Reihe der anfallenden Einsätze. „Jeder, der 18 Jahre alt ist, kann bei uns mitmachen“, sagt Christopher Seidel.

Denn nicht nur am Kessel, sondern auch für alle anfallenden Arbeiten ringsum sowie für Transport und Aufbau der Technik wird jede Hand gebraucht. Da alle ehrenamtlich arbeiten und nicht jeder auch zu jeder Zeit verfügbar ist, erhöht sich durch mehr Mitglieder auch die Einsatzbereitschaft.

Auf der Webseite des Kreisverbandes im Internet unter www-drk-flaeming-spreewald.de, per E-Mail unter bereitschaft-dahme-mark@gmx.de oder auch telefonisch unter 035451/ 8 53 8 94 finden Interessierte alle notwendigen Informationen und Ansprechpartner.

Von Uwe Klemens

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