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Teltow-Fläming DRK ehrt langjährige und treue Blutspender
Lokales Teltow-Fläming DRK ehrt langjährige und treue Blutspender
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00:18 16.03.2017
Die Luckenwalderin Susanne Hecker (2.v.r.) wurde am Freitagabend vom Deutschen Roten Kreuz für ihre 75. Blutspende geehrt. Quelle: Elinor Wenke
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Kolzenburg

Rund 16 000 Blutspenden registrierte der Kreisverband Fläming-Spreewald des Deutschen Roten Kreuzes im vergangenen Jahr. Einige der langjährigsten und treuesten Blutspender aus der Region Luckenwalde, Jüterbog und Dahme wurden am Freitagabend in der Kolzenburger Gaststätte „Zum Eichenkranz“ für ihre 50. beziehungsweise 75. Blutspende geehrt. Am Sonnabend folgte eine Ehrung für Blutspender aus dem Norden von TF und LDS in Dahlewitz.

Michael Fichtmüller (2.v.r.) aus Hohenahlsdorf kann auf 75 Blutspenden verweisen. Quelle: Elinor Wenke

„Sie dürfen sich als Elite fühlen“, lobte der Leiter des DRK-Blutspendeinstitutes Berlin, Roland Karl, „denn Sie leisten etwas Großartiges, was nicht jeder tut.“ Laut Karl könnten von den 80 Millionen Einwohnern Deutschlands ein Drittel der Menschen Blut spenden. „Tatsächlich tun es aber nur drei bis vier Prozent“, bilanzierte er und würdigte das Engagement der Eingeladenen: „Ohne Sie hätte manches Leben nicht gerettet werden können.“

Thomas Harzmann aus Stülpe wurde für seine 50. Blutspende geehrt, Quelle: Elinor Wenke

Auch DRK-Kreispräsident Dietmar Bacher hob die Bedeutung der Blutspende hervor. „Blut kann weder künstlich hergestellt noch lange haltbar gemacht werden“, sagte er. Täglich würden in Deutschland 15 000 Blutkonserven benötigt. „Wir bringen es auf 16 000 im Jahr und damit zählt unser Kreisverband zu den eifrigsten“, sagte Bacher. 2016 wurden an 318 Blutspendeterminen im DRK-Kreisverbandsgebiet insgesamt 8168 Liter Blut abgezapft. Dabei gingen 925 Menschen zum ersten Mal zum Aderlass. „Das heißt, wir organisieren außer sonntags rund ums Jahr fast täglich Blutspendetermine“, sagte Bacher und dankte den vielen Helfern.

Schüler der Gruppe „Taktgefühl“ aus der Kreismusikschule umrahmten den Abend kulturell. Quelle: Elinor Wenke

Bevor die Lebensretter ihre Ehrungen in Empfang nehmen und sich am Büfett stärken konnten, überbrachten Schüler der Kreismusikschule Teltow-Fläming musikalische Glückwünsche. Musiklehrer Uwe Kauert hatte ein kleines Ensemble aus den Gruppen „Taktgefühl“ und „Tastenfeuer“ zusammengestellt. Für ihre erfrischen Lieder rund um die Themen Herz, Blut, Hilfsbereitschaft und Liebe erhielten sie tosenden Beifall.

Zu denen, die bereits 75-mal ihr Blut gespendet haben, gehört Susanne Hecker aus Luckenwalde. Die 60-jährige Lehrerin erinnert sich noch genau an ihr Blutspende-Debüt: „Es war 1984 im Ferienlager in Prebelow, dort war ich als Betreuerin“, berichtete sie. Zuvor hatte sie bei einer Entbindung selbst viel Blut verloren und Blutkonserven benötigt. Später ließ sich Susanne Hecker auch für eine mögliche Knochenmarkspende für den Sohn einer Kollegin typisieren.

Ehrungen für die 75. und 50. Blutspende

Für ihre 75. Blutspende wurden am Freitag geehrt: Susanne Hecker, Ute Klein, Bernd Gericke, Dieter Pospischil, Reiner Lengefeld, Dietlinde Ziehe, Armin Ott und Michael Fichtmüller.

In Abwesenheit erhalten ihre Ehrung anlässlich ihrer 75. Blutspende: Fred Kage, Thomas Krämer, Mike Ladewig, Olaf Holz, Simone Hultsch, Rüdiger Molkenthin, Adelheid Toth, Lutz Böttcher, Lothar Rietdorf und Ramona Peisker.

Für ihre 50. Blutspende wurden geehrt: Gabriele Schmidt, Andrea Schulze, Barbara Brandenburger, Jörg Dorneburg, Bärbel Flanz, Thomas Harzmann, Peter Lieschke, Eckhard Fuchs, Matthias Sommerfeld, Manfred Deutschmann und Christian Bandick.

In Abwesenheit erhalten eine Ehrung für ihre 50. Spende: Dana Tiede, Roselind Dreke, Tobias Franke, Thomas Pfeiffer, Dennis Lütke, Kerstin Bruhn und Jürgen Hausmann.

Michael Fichtmüller (54) aus Hohenahlsdorf krempelte 1981 als Lehrling zum ersten Mal die Ärmel zur Blutspende hoch. Heute kann der Personalchef des Luckenwalder DRK-Krankenhauses selbst bereits 75 Spenden vorweisen. „Ich mach’ es aus Überzeugung und weil es mir gut tut“, sagte Fichtmüller, „schließlich wird mein Blut regelmäßig überwacht.“ Ähnlich ging es Thomas Harzmann aus Stülpe, der für seine 50. Spende geehrt wurde.

Außer Konkurrenz und trotzdem als „Heldin“ entpuppte sich Angela Pospischil (71) aus Luckenwalde, die ihren Mann begleitet hatte. Sie spendete 1965 als Studentin zum ersten Mal Blut und kann bereits auf 138 Spenden verweisen. „Ich will aber gar kein Aufhebens darum machen“, so die Seniorin bescheiden.

Von Elinor Wenke

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