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„Da muss endlich was passieren!“

Gastronom fordert Sicherheitskonzept für Zossener Bahnhof „Da muss endlich was passieren!“

Ein Sicherheitskonzept für den Zossener Bahnhof einschließlich Videokameras fordert Michael Wadefuhl am Tag nach dem Bombenalarm und den Polizeischüssen auf einen gewalttätigen Autofahrer. Wadefuhl hat Steakhaus und Bistro in dem aufwendig von der Stadt sanierten Gebäude gepachtet. Auch das im Ausbau befindliche Hostel möchte er ab Frühjahr 2016 betreiben.

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Michael Wadefuhl fordert mehr Sicherheit am Bahnhof.

Quelle: Pechhold

Zossen. Am Tag nach dem Bombenalarm und der Schießerei am Bahnhof Zossen wird der Ruf nach einer kompletten Video-Überwachung lauter. Michael Wadefuhl, der Pächter von Bistro, Steakhaus und Hostel im Bahnhof, fordert die Stadt als Eigentümer der Immobilie zum Handeln auf.

„Seit Januar habe ich viele schlimme Dinge miterleben müssen“, sagt Wadefuhl. Wie berichtet wollten zwei Bundespolizisten Donnerstag einen Wagen stoppen, dessen Fahrer sich mit Gewalt der Kontrolle entzog. Dabei gab ein Beamter sechs bis sieben Schüsse aus seiner Dienstwaffe ab. Bei dem Vorfall wurden beide Polizisten verletzt. Mittlerweile konnten sie die Klinik verlassen. Nun fahndet die Polizei nach Täter und Fluchtwagen, in dem möglicherweise Einschusslöcher zu sehen sind.

„So kann das nicht weitergehen“, sagt Wadefuhl. Was er von Stadt und Polizei erwarte, sei ein Sicherheitskonzept für Bahnhof und Umfeld. Wadefuhl zufolge versprühte ein Jugendlicher Anfang des Jahres das Pulver aus einem mitgebrachten Feuerlöscher in der Wartehalle. „Weil es in der Halle eine Videokamera gibt, konnte der Täter ermittelt werden.“ Nach wie vor ungeklärt sei ein Raubüberfall, der sich im Frühjahr ereignete. An einem Sonntag gegen neun Uhr kletterte ein Mann auf das Baugerüst und stieg über ein Dachfenster ein. Im Erdgeschoss schlug er ein Loch in die Wand zum Steakhaus. „Als mein Koch zur Arbeit kam, hielt ihm der Maskierte ein Messer an die Kehle und forderte Geld.“ Anschließend sperrte der Räuber den Koch in den Keller ein und floh. Auch im August drang ein Täter über das Baugerüst ein, um aus dem Bistro Wechselgeld und eine 1000 Euro teure Küchenmaschine zu stehlen.

MAZ-Informationen zufolge wurde kürzlich der am Bahnhof geparkte Transporter einer Paket-Firma aufgebrochen und ausgeraubt. Schon des Öfteren wurden Graffitis an die Fassade des von der Stadt aufwendig sanierten Bahnhofsgebäudes gesprüht. Weiter ritzten Vandalen ihre Zeichen in die verglasten Türen der Wartehalle. Der Sachschaden dürfte Tausende von Euro betragen. „Da muss endlich was passieren“, sagt Michael Wadefuhl. Wachschutz allein genüge nicht. Er erwartet, dass die Stadt Geld in Überwachungstechnik steckt, bevor das im Ausbau befindliche Hostel im Frühjahr 2016 öffnet. „Wie soll ich sonst den Hostel-Gästen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln?“

Damit sollte sich der Ausschuss für Recht, Sicherheit und Ordnung der Stadt beschäftigen, meint Thomas Kosicki, Geschäftsführer der Zossener Wohnungsbaugesellschaft ZWG. Die vermietet Steakhaus, Bistro und Hostel an Wadefuhl. „Wenn man uns damit beauftragt, Video-Kameras anzubringen, dann machen wir das auch.“

Von Frank Pechhold

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