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Teltow-Fläming Dachziegel-Streit in Lichterfelde
Lokales Teltow-Fläming Dachziegel-Streit in Lichterfelde
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19:00 19.03.2016
Das Lichterfelder Kirchendach ist ein Problemfall. Quelle: Victoria Barnack
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Lichterfelde

Allen kann man es nie recht machen. Das hat mittlerweile auch der Vorstand des Vereins zur Sanierung der alten Dorfkirche in Lichterfelde gemerkt. Seit sieben Jahren arbeitet man – mit inzwischen mehr als 30 Mitgliedern – an einem gemeinsamen Ziel: Die Feldsteinkirche in der Ortsmitte soll wieder schön und vor allem sicher sein. Auf dem Weg zu diesem Ziel tun sich aber teilweise ebenso große Risse auf, wie im Mauerwerk ihres Gotteshauses.

Kirche wurde 2012 schon gesichert

Die Notsicherung fand 2012 statt. Der metertiefe Riss an der Südseite wurde erst gestützt und später fachgerecht verfugt. Nun braucht der Verein eine Notsicherung – das wurde auch bei der jüngsten Jahreshauptversammlung deutlich. Man war sich sehr uneins über die Fugen des Kirchenmauerwerks, eine Regenrinne und die Art der Dachziegel.

Das Mauerwerk wurde von Helfern der Jugendbauhütte neu verfugt. Quelle: Victoria Barnack

Denn 2016 soll einiges an der 800 Jahre alten Feldsteinkirche gemacht werden. Der erste Bauabschnitt ist mit der Verfugung am ganzen Außenbereich abgeschlossen. Einige Mitglieder des Vereins sind damit allerdings bis heute unzufrieden. Geändert werden kann aber anscheinend nichts mehr. Gegen eine Vollverfugung, die sich viele Engagierte aus Lichterfelde wünschen, sprechen die Auflagen der Denkmalschutzbehörde. „Ansonsten sind die Arbeiten von der Jugendbauhütte ordentlich durchgeführt worden“, verteidigt der Vizevorsitzende Andreas Lust die Arbeit der ungelernten Jugendlichen.

Alternativen: Dach vom Fachmann oder von der Jugendbauhütte

Für den bevorstehenden zweiten Bauabschnitt muss sich der Verein für eines von zwei möglichen Angeboten entscheiden. Ob sie auf die Fachkräfte einer Dachbaufirma aus der Region oder die wesentlich günstigere Alternative von kostenlosen aber ungelernten Arbeitskräften der Jugendbauhütte setzen, soll in den kommenden Wochen abgestimmt werden. Dabei steht dem Verein nur ein knappes Budget zur Verfügung.

Für die Entscheidung ist außerdem die Auswahl der Dachziegel-Typen wesentlich. Schließlich soll die neue Kirche auch von weitem optisch ansprechend sein. Den Auftrag an eine Fachfirma zu vergeben, hieße für den Verein, auch die Kosten der neuen Dachziegel tragen zu müssen. Eine Mischung aus alten und neuen „Biberschwänzen“ auf dem Dach wäre die zweite Option. Sie würde von der Kirche gesponsert und das Vereinskonto schonen, das etwa 15 000 Euro Rücklage momentan aufweist.

Verein will verschiedene Möglichkeiten prüfen

„Für solche Hilfen sind wir zwar dankbar, aber sie müssen auch passen“, sagt Pfarrer Joachim Boekels, der für die Kirche von Lichterfelde zuständig ist und mit sich selbst ebenso im Zwiespalt steht wie der Verein zur Sanierung der Dorfkirche. Geeinigt haben sich die Mitglieder mittlerweile darauf, sich erst die verschiedenen Möglichkeiten selbst anzusehen und konkrete finanzielle Angebote dazu einzuholen. „Erst danach können wir gemeinsam eine Entscheidung treffen und müssen dann aber auch dahinter stehen“, sagt Andreas Lust.

Von Victoria Barnack

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