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Dämpfung des Verkehrs empfohlen

Jüterbog Dämpfung des Verkehrs empfohlen

Mit beruhigenden Maßnahmen im Straßenverkehr, Bewohnerparkausweisen und selbstbewussten Radfahrern soll Jüterbogs Zentrum langfristig seine Verkehrsprobleme lösen. Eine der ersten Maßnahmen soll der Umbau des Knotenpunkts am Zinnaer Tor sein. Dort wird ein Mini-Kreisel und die Freigabe der Schillerstraße in beide Fahrtrichtungen empfohlen.

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Heinz Mazur hat Empfehlungen für den Verkehr in Jüterbos Innenstadt präsentiert.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Seit dieser Woche liegt der Entwurf zum Verkehrsentwicklungsplan für Jüterbogs Zentrum in der Verwaltung öffentlich aus und ist auf der Internetseite der Stadt einzusehen. Noch bis zum 22. September können Bürger und Händler ihre Anmerkungen und Anregungen dazu geben.

Zum Auftakt der öffentlichen Beteiligung hatte die Stadt am Mittwochabend ins Rathaus geladen, wo Heinz Mazur das Jüterboger Verkehrsaufkommen analysierte. Zudem begründete der Geschäftsführer des Verkehrsplanungsbüros PGT Umwelt und Verkehr aus Hannover einschneidende Veränderungen, die er empfiehlt.

Der Verkehr wurde analysiert, als es keine Baustellen im Zentrum gab

Grundlage der Empfehlungen ist eine Verkehrsanalyse durch die PGT, die in den wenigen Monaten zwischen den Vollsperrungen der B 102 durchgeführt wurde – als das Straßennetz ohne Sondersituationen funktionierte.

Die zentralen Erkenntnisse von Mazur: Es gibt keinen überregionalen Durchgangsverkehr durch die Innenstadt. Die Einbahnstraßen im Stadtgebiet führen zu unnötigen Umwegen. Die Barrierefreiheit sei „ausgesprochen schlecht“. Das Führungssystem für Ortsfremde „sehr ungenügend“. Für Radwege sei vielerorts kein Platz. „Die Radfahrer müssen selbstbewusst auf der Fahrbahn fahren“, sagt Mazur. Er sei zudem Fan der „besitzbaren Stadt“, wo alle 50 bis 80 Meter Sitzgelegenheiten stehen. Insgesamt ist die Verkehrsbelastung „nicht dramatisch“.

Bei den Parkplätzen konstatierte er, dass es eine Reihe wilder Stellflächen gebe und die Frage des Kurzzeitparkens mit Parkscheibe „nicht logisch gesteuert und an manchen Stellen das erlaubte Dauerparken nicht erklärbar“ sei.

Noch bis 22. September können Bürger Vorschläge einbringen

Die wichtigsten PGT-Vorschläge sollen in nächster Zeit von Bürgern und Stadtverordneten diskutiert werden. Dazu gehört ein Grundnetz an barrierefreien Wegen im Zentrum, eine Verkehrsberuhigung auf Tempo 20 im Geschäftsbereich der Innenstadt und die Schaffung von Bewohnerparkausweisen, die dauerhaftes Parken in vielen Straßen ermöglichen sollen.

Der Knotenpunkt am Zinnaer Tor wird bereits von der Stadt geplant

Zur Debatte zwischen Anwohnern, Mazur und Verwaltung kam es bei der Frage des Knotenpunkts am Zinnaer Tor. Streitpunkt war nicht der vorgeschlagene Mini-Kreisverkehr, sondern Mazurs Empfehlung, die Schillerstraße in beide Fahrtrichtungen freizugeben. Der Verkehr der Schillerstraße werde bei jeder Variante ansteigen. Einbahnstraßen führen aber zu hohem Tempo. „Mit verkehrsdämpfenden Maßnahmen wird dort nicht gerast, sondern eine ruhige Atmosphäre geschaffen“, versprach er. Dazu sei aber der Ausbau der Schillerstraße unerlässlich.

Bürgermeister Arne Raue (parteilos) sagte, er könne Mazurs Ideen „viel Positives abgewinnen“ und das die Verwaltung den Knotenpunkt bereits plane.

Von Peter Degener

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