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Teltow-Fläming So macht man das perfekte Abi
Lokales Teltow-Fläming So macht man das perfekte Abi
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00:21 08.07.2018
Abi mit 1,0: Lea Florentine Mehlis. Quelle: Oliver Fischer
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Luckenwalde

Natürlich wusste Lea Florentine Mehlis, dass die schriftlichen Abi-Prüfungen kaum besser hätten laufen können. Auf Mathe hatte sie sich gut vorbereitet und alle verfügbaren Testaufgaben durchgerechnet. Deutsch war auch kein Problem und bei Geschichte steckte sie tief im Thema: Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg, das hatten sie ausführlich behandelt und sie hatte auch genügend darüber gelesen.

Hier sind die Bilder der Abiturklassen aus dem Dahmeland.

Die Noten würden also gut sein, das war klar. Aber dass es dann wirklich in allen drei Prüfungen 15 Punkte wurden, überraschte sie doch. „Ich habe mich riesig gefreut. Davon konnte man nicht ausgehen, das schafft kaum jemand“, sagt die 18-Jährige. 15 Punkte, das entspricht einer Eins plus. Besser geht es nicht. Und Lea Florentine Mehlis, die alle nur Flo nennen, schraubte damit letztlich sogar ihre Abi-Note auf 1,0. Auch das ist das maximal Mögliche.

Zwei von 100 schaffen das Super-Abi

Die 18-Jährige, die bis zum Ende des Schuljahres die Begabtenklasse am Luckenwalder Friedrich-Gymnasium besuchte, hat damit etwas geschafft, das nur etwa zwei von hundert Schülern hinbekommen, das perfekte Abitur. In diesem Jahr waren es 14 Schüler in Dahme-Spreewald und zehn in Teltow-Fläming – einer mehr als im vorigen Jahr.

Hier sind die Bilder der Abiturklassen aus dem Landkreis Teltow-Fläming.

Die 1,0 zu schaffen, sei nicht einfach, sagt Schulleiter Michael Kohl, der in diesem Jahr am Friedrich-Gymasium neben Flo noch vier weitere Schüler zu einem Muster-Abi beglückwünschen konnte. „Dafür ist eine beständige Lernleistung über mehrere Jahre erforderlich.“

Vier Halbjahre fließen ein

Tatsächlich werden in die Abiturnote die Leistungen der 11. und 12. Klasse einbezogen. Die Halbjahres- und Endjahres-Ergebnisse zählen, die Klausuren werden noch einmal extra gewichtet. Ein paar Kurse kann man streichen, aber viele sind es nicht. „Von den Schülern, die da auf 1,0 kommen, sind manche schon kleine Genies“, sagt Michael Kohl.

Soweit würde Lea Florentine Mehlis bei ihrer Selbsteinschätzung nicht gehen. Ein gewisses Talent sei aber für ein Super-Abi schon nötig. „Allein in der 11. Klasse haben wir sieben große Klausuren geschrieben. Da kann man nicht jedes Mal zwei Wochen für lernen, das funktioniert nicht“, sagt sie.

Ihr sei die Schule immer leicht gefallen. Seit der Grundschule gehörte sie zu den Besten, in der Fünften wechselte sie aufs Gymnasium, auch dort war sie immer vorne dabei, und das ohne große Anstrengung. Mit Mathe hatte sie nie Probleme, ihre Mutter ist Mathe-Lehrerin, „wahrscheinlich habe ich da etwas mitbekommen“, sagt sie.

Chemie abgewählt

Sprachen fielen ihr ebenfalls leicht, auch in Sport war sie gut. Physik konnte sie irgendwie hinbiegen, Chemie, ihre größte Schwäche, wählte sie ab. Man müsse aber auch die Kurse geschickt aussuchen, sagt sie.

Flo und ihre Mitschüler mussten fünf Leistungskurse belegen. Mathe, Deutsch und Englisch waren Pflicht, dazu kamen noch zwei Wahlfächer. „Da ist es sinnvoll, Kurse zu wählen, die einen wirklich interessieren, so dass man weniger lernen muss.“

Alle Optionen offen

Lea Florentine Mehlis hat letztlich alles richtig gemacht und sich mit wehenden Fahnen von der Schule verabschiedet. Jetzt stehen ihr alle Optionen offen – was auch eine Belastung sein kann. „Mit diesem Abi-Schnitt kann man so viel machen, das hat mich etwas überfordert“, räumt sie ein. Aber inzwischen lichtet sich der Nebel. Sie hat sich an vier Unis für die Fächer Wirtschaft und Psychologie beworben. Zusagen wird sie wohl von allen bekommen, sie kann sich eine Hochschule aussuchen.

Mit der Kombination aus beiden Studienfächern könne sie später in der PR arbeiten oder im Marketing, sie könne Wirtschaft und Kreativität verbinden, sagt sie. „Wobei ich mir die Uni- und die Arbeitswelt noch nicht recht vorstellen kann. Für mich fühlt sich alles noch wie Ferien an.“

Von Oliver Fischer

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