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Teltow-Fläming Carsharing im Zwei-Jahres-Testlauf
Lokales Teltow-Fläming Carsharing im Zwei-Jahres-Testlauf
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00:16 10.07.2018
Enrico Hoffmann von Ford-Dahme mit dem ersten der beiden, für das Carsharing-Projekt angeschafften Fahrzeuge. Das zweite soll bald folgen. Quelle: privat
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Dahme

Eine umweltfreundliche Alternative für Dahmenser zur Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs gibt es Monaten in ihrer Stadt. Dem ersten Fahrzeug in der Carsharing-Flotte des Ford-Autohauses soll bald ein zweites folgen. Der Weg dorthin war aber nicht einfach.

In der Dahmer Hauptstraße bekommt das Carsharing-Projekt nun einen Parkplatz. Quelle: Isabelle Richter

„Für mich ist das Kindertheater“, sagt Unternehmer Enrico Hoffmann mit Blick auf die jüngste Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung. Weder das Argument knappen Parkraums noch den Einwand, der Carsharing-Stellplatz würde die Innenstadt-Ästhetik beeinträchtigen kann er nachvollziehen. Seit Jahresbeginn war die Beschlussvorlage diskutiert worden. Die bereits erteilte Genehmigung eines Standplatzes in der Rudolf-Breitscheidt-Straße wurde sogar widerrufen. Auch der Alternativ-Standort in der Hauptstraße war nicht unumstritten. Doch mit 13 Ja-, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen plädierten die Abgeordneten letztlich doch für das Projekt.

Zweifelhafte Einwände

„Das einzige, was vom Stellplatz überhaupt zu sehen ist, ist ein zwei Meter langer Pfahl mit dem offiziellen Carsharing-Verkehrsschild. Darauf gibt es weder Werbung für uns, noch für jemand anderen“, erläutert Hoffmann. Auch das angebliche Stellflächen-Problem in der Breitscheidstraße, das zur Rückziehung der Genehmigung führte, kann Hoffmann nicht erkennen. „Wer hier schnell mal zum Fleischer oder zum Döner will, findet ein paar Schritte weiter an der nächsten Ecke garantiert einen freien Platz.“

Standort Hauptstraße als Kompromiss

„Mit dem Standort auf der Hauptstraße kann ich leben, aber die Breitscheidstraße wäre mein Wunschstandort gewesen, da es dort zwischen den parkenden Autos nicht so eng ist und es weniger Beulen durch unvorsichtiges Türöffnen gibt.“ Ob das umweltfreundliche Angebot auf der Hauptstraße von Besuchern eher wahrgenommen wird und der Risiko-Nachteil so ausgeglichen werden kann, wird sich am Ende der zunächst auf zwei Jahre beschränkten Testphase zeigen.

Das erste „teilbare Auto“ fuhr in der Schweiz

Vorläufer des Carsharings ist die 1948 in der Schweiz gegründete Selbstfahrergenossenschaft.

Den ersten Anbieter in Deutschland, der das Teilen eines Autos ermöglichte, gab es 1988.

Das Prozedere hat sich seither stark vereinfacht. Nach einmaliger Anmeldung können die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge per Internet ermittelt und für eine beliebige Dauer reserviert werden.

Die Abrechnung erfolgt in Form einer Stunden- und Kilometerpauschale. Die Daten werden per GPS vom Fahrzeug an die Zentrale übertragen.

„Wirklich rechnen wird sich die ganze Sache für uns sowieso nicht. Aber wir machen’s, weil Carsharing einfach zeitgemäß ist und ein Angebot ist für alle, die sich kein zweites oder gar kein Auto leisten wollen oder können“, sagt Hoffmann. „Alleine die Aufrüstung der Fahrzeuge mit der benötigten Computer- und GPS-Technologie kostet das Unternehmen mehrere tausend Euro. Die Anschaffung von zwei fabrikneuen und modernsten Abgasstandards entsprechenden Benzinern ist da noch nicht einmal mitgerechnet.

Hoffnung auf ein Nullsummen-Spiel

Die auf dem eigenen Firmengelände im April geschaffene Mietstation gibt Hoffmann die Zuversicht, am Ende des Testlaufs bei Plus-Minus-Null herauszukommen. Zu den häufigsten Nutzern zählt mittlerweile sogar die Bundeswehr. Nutzer sein kann jedermann, egal ob Einwohner oder Tourist.

Von Uwe Klemens

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