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Dahme sucht Fusionsgespräch mit Werbig

Kommunalreform Dahme sucht Fusionsgespräch mit Werbig

Nach Jüterbog hat auch Dahme das Interesse an einer Fusion mit der Nachbargemeinde Niederer Fläming erklärt. Der Amtsausschuss sprach sich mehrheitlich für die Aufnahme von Gesprächen zwischen den Verwaltungen in Dahme und Werbig aus. Allerdings gibt es auch vehemente Kritiker.

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Rathaus Dahme

Quelle: Alexander Engels

Dahme.
Nach Jüterbog hat nun auch Dahme offiziell Interesse an Fusionsgesprächen mit der Gemeinde Niederer Fläming angekündigt. Diese will angesichts der drohenden Kommunalreform auf die Nachbarn zugehen.

Der Dahmer Amtsausschuss hat jüngst mehrheitlich dafür gestimmt, das Gesprächsangebot der Gemeinde Niederer Fläming anzunehmen. Beide Verwaltungsgebilde gemeinsam würden mehr als die von der Landesregierung anvisierten 8000 Einwohner haben.

Statistik

Die Gemeinde Niederer Fläming hat 3186 Einwohner – zu wenig für die Kommunalreform. Folgende Fusionspartner im Kreis Teltow-Fläming kämen derzeit infrage:

Jüterbog (12 270 Einwohner)

Amt Dahme (6314 Einwohner)

Niedergörsdorf (5984 Einwohner)

Baruth (4160 Einwohner)

Die Daten des Statistikamtes Brandenburg sind vom 31. Dezember 2014.

„Wir sollten Gespräche aufnehmen“, sagte Frank Pätzig (parteilos) im Amtsausschuss. Dahmes Amtsdirektor will einem Zusammenschluss per Gesetz im Zuge der Verwaltungsstrukturreform 2019 mit einer freiwilligen Fusion zuvorkommen: „Wir können einfach mehr regeln, wenn wir uns freiwillig zusammenschließen.“

Manfred Hartfelder (CDU), Bürgermeister von Dahmetal, ist strikt gegen ein derartiges Vorgehen. „Gespräche wären für Brandenburgs Innenminister ein Zeichen, dass wir für eine Fusion bereit sind“, sagte er, „ich bin aber für den größtmöglichen Widerstand gegen die geplante Verwaltungsstrukturreform. Sie wird viel Geld verschlingen, aber nichts bringen – genau wie die frühere Kreisgebietsreform.“ Manfred Hartfelder ist für „richtigen Protest, für Kampf gegen diesen Schwachsinn“. Er würde „erst gar nicht über den Status unseres Amts reden“.

Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos)

Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos).

Quelle: Andreas Staindl

Frank Pätzig ist überzeugt, „dass eine Fusion viele Vorteile bringen würde, etwa in der Verwaltungsarbeit“. Auch er will nicht an der Amtsstruktur rütteln. „Ich will, dass wir ein Amt im Landkreis Teltow-Fläming bleiben.“ Denkbar ist für ihn, dass die Gemeinde Niederer Fläming als vierte Gemeinde zum Amt Dahme dazukommt. Werner Schröder (parteilos) aus Ihlow stärkte ihm den Rücken: „Unsere Amtsstruktur hat sich 15 Jahre lang bewährt. Wir sollten sie beibehalten.“ Er befürwortete in der Ausschusssitzung Gespräche mit der Gemeinde Niederer Fläming.

Auch Andre Weigt (Wählergruppe Dahmer Umland) aus Rosenthal ist dafür: „Ich bin für eine aktive Politik. Immer weniger Einnahmen zwingen uns einfach, über Alternativen nachzudenken. Eine größere Verwaltung würde effektiver arbeiten.“ Jörg-Martin Bächmann (Linke) aus Dahme befürchtet: „Wenn wir uns nicht drehen und nach Partnern suchen, dann wird die Landesregierung Fusionspartner bestimmen.“

Sechs Ausschussmitglieder stimmten schließlich für die Aufnahme von Gesprächen mit der Gemeinde Niederer Fläming, Manfred Hartfelder war dagegen.

Von Andreas Staindl

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