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Dahmer Freibad nimmt jetzt Eintritt für Babys

Eintrittspreise erhöht Dahmer Freibad nimmt jetzt Eintritt für Babys

Wer mit seinem Baby oder Kleinkind ins Freibad nach Dahme oder Wahlsdorf möchte, muss ab dieser Saison einen Euro Eintritt für sie bezahlen. Das sieht die neue Entgeltordnung vor, die am Donnerstag von den Stadtverordneten beschlossen wurde. Das ging nicht ohne emotionale Debatte ab.

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Das Freibad in Dahme wurde nach der Sanierung im vergangenen Jahr wieder eröffnet. Nun steigen die Eintrittspreise.

Quelle: Andreas Staindl

Dahme. Die neue Entgeltordnung zur Nutzung der Freibäder der Stadt Dahme ist beschlossen. Sie wurde von den Stadtverordneten während deren Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich angenommen.

Vorausgegangenen war eine teils emotionale Diskussion über Satzungsneuerungen im Sitzungssaal des Rathauses. Hans-Georg Nerlich (Landleben) zweifelte: „Es ist nicht sozial, wenn jetzt auch Babys Eintritt zahlen sollen.“ Christina Denkel sieht darin kein Problem. „Die Windeln bleiben schließlich im Bad, müssen von uns entsorgt werden“, begründet die zuständige Fachbereichsleiterin.

Amtsdirektor: „Das ist auch einem Sozialhilfeempfänger zuzumuten.“

Jörg-Martin Bächmann (Linke) überzeugte das nicht: „Es kann nicht sein, dass wir geschätzte Mehreinnahmen von vielleicht tausend Euro pro Jahr über die kleinen Windelscheißer einspielen wollen.“ Ein Euro kostet künftig der Eintritt für Kinder von null bis sechs Jahre. „Das ist auch einem Sozialhilfeempfänger zuzumuten“, sagte Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos), „die tägliche Schachtel Zigaretten leisten sich viele von ihnen ja auch.“

Hintergrund

Die Stadt Dahme betreibt je ein Freibad in Dahme sowie im Ortsteil Wahlsdorf. Im vergangenen Jahr zählten sie zusammen 14 425 Badegäste.

3 Euro zahlen Erwachsene für eine Tageskarte, Kinder und Jugendliche die Hälfte.

18 Euro kostet die Zehnerkarte für Erwachsene, 12 Euro für Kinder-und Jugendliche sowie 7 Euro für Kleinkinder.

Zudem werden den Häufig-Badern Gruppenkarten und Saisonkarten für die beiden Bäder angeboten.

Jörg-Uwe Lehmann (Freie Wähler) war ebenfalls gegen ein höheres Eintrittsgeld für Kinder und Jugendliche. „Wir wollten doch Familien entlasten“, sagte er, „,mit der neuen Entgeltordnung machen wir das aber nicht. Das finde ich nicht richtig.“ Er verwies zudem auf die neue Technik im Freibad in Dahme, die eingebaut worden war, um Kosten für Strom und Chemie zu sparen. „Billiger wird die Bewirtschaftung deshalb nicht“, entgegnete ihm Christina Denkel.

Keine Preiserhöhung für normale Tageskarten

Bei einem kommunalen Zuschuss von jährlich 68 000 Euro sei eine Erhöhung der Entgelte gerechtfertigt, sagte wiederum Marcus Ullrich (SPD) und sprang der Verwaltung damit bei. Frank Pätzig hätte sich eine Preiserhöhung auch für die Tageskarten gewünscht. „70 Prozent der Gäste im Freibad in Wahlsdorf sind Nutzer der Fläming-Skate und des örtlichen Gutshauses. Die lachen sich über unsere niedrigen Preise kaputt“, begründete er dieses Ansinnen. Auch Karsten Schmidt (Freie Wähler) hält die jetzigen Entgelte nicht für zu hoch. „Den rund 25 000 Euro Einnahmen pro Jahr stehen deutlich höhere Investitionen gegenüber“, sagte er.

Ortsbeirat setzt billigere Saisonkarten durch

Doch nicht auf der ganzen Linie konnte sich die Verwaltung mit ihren neuen Entgeltvorstellungen durchsetzen. Bei der Saisonkarte, die jetzt neu eingeführt wird, konnte der Dahmer Ortsbeirat überzeugen. Er plädierte für eine Saisonkarte für Erwachsene zum Preis von nur 80 Euro statt der von der Verwaltung vorgeschlagenen 100 Euro. Das bekräftigte Ortsvorsteher Jürgen Reder (SPD) noch einmal bei der Stadtverordnetensitzung. Das Gremium folgte dem Vorschlag.

„Vielleicht wird sie auch kein Renner“, sagte Frank Pätzig zur Saisonkarte. Das Angebot sei ein Versuch. Das Ticket kommt Dauerbesuchern entgegen oder kann andere Besucher enger ans Bad binden. Während die Saisonkarte personengebunden ist, soll das die Zehnerkarte nicht sein. Der Ausschuss für freiwillige Aufgaben hatte das angeregt. Diese Karte kann damit von mehreren Nutzern verwendet werden. Nach der Saison soll Bilanz gezogen werden.

Von Andreas Staindl

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