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Daimler eröffnet ein Stück BER

Mercedes-Benz Airport-Center in Schönefeld Daimler eröffnet ein Stück BER

Wann der neue Hauptstadtflughafen öffnet, steht noch in den Sternen. Die ersten Unternehmen, die von dem Drehkreuz profitieren wollen, sind schon dort. Jetzt hat Mercedes einen Standort eröffnet. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke mahnte bei der Feier an, dass ein verlässliches Eröffnungsdatum für den BER genannt werden muss.

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Quelle: dpa

Schönefeld. Nicht nur der Zeppelin, mit dem der symbolische Schlüssel zur feierlichen Eröffnung hereinschwebte, vermittelte am Freitag Luftfahrtatmosphäre. Im neuen Mercedes-Benz Airport-Center in Schönefeld (Dahme-Spreewald) gibt es auch eine große Anzeigetafel über dem Empfangstresen, auf der die aktuellen Flugzeiten abzulesen sind.
21 Millionen Euro hat der Konzern für seine Repräsentanz am künftigen Großflughafen ausgegeben. Bisher arbeiten 70 Beschäftigte in dem fünfgeschossigen Gebäude, in dem auch der Taxi-Stützpunkt des Unternehmens seinen Sitz hat. Wenn der BER in Betrieb geht, sollen es 150 Leute sein, von denen 100 bei Mercedes-Benz direkt arbeiten und 50 bei externen Dienstleistern.

Der Berliner Flughafen BER in Schönefeld aus der Luft. Seit 2006 wir der neue Hauptstadtflughafen gebaut. Mitte Juni 2012 sollte dort der Flugbetrieb aufgenommen werden, doch technische und organisatorische Probleme verzögerten die Eröffnung auf (bisher) unbestimmte Zeit hinaus.

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Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nannte die Eröffnung ein „Zeichen des Vertrauens in die Entwicklung dieses Wirtschaftsstandorts“. Bisher kam die Vermarktung von Gewerbeflächen im Flughafenumfeld nur schleppend voran. Woidke sprach aber von einem deutlich steigenden Interesse an den Flächen. Zur Frage eines neuen Eröffnungstermins sagte der Ministerpräsident, ein neues Datum werde erst genannt, wenn „zu 95 bis 99 Prozent sicher“ sei, dass er eingehalten werden könne.

Ein kleiner Zeppelin mit einem symbolischen Schlüssel schwebt vor dem Logo des neuen Mercedes-Servicestützpunktes zur Eröffnungszeremonie. Im Hintergrund von rechts nach links stehen Niederlassungsleiter Rene Rudelt, Ministerpräsident Dietmar Woidke, Walter Müller, Direktor Mercedes-Benz Berlin, Harald Schuff, Geschäftsführer Vertrieb Mercedes Deutschland und Moderatorin Tanja Bülter.

Quelle: dpa

Am BER will Mercedes einen völlig neuen Service für seine Kunden anbieten. Sie können mit dem Wagen direkt vor dem Flugterminal vorfahren und den Schlüssel abgeben. Das Auto wird im Airport-Center abgestellt und bei Bedarf gewartet oder repariert. Beim Rückflug steht es wieder vor dem Terminal. „Das ist bisher weltweit einmalig“, sagt Walter Müller, Chef der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin.
Der Daimler-Konzern hofft, mit solchen Neuerungen seine Vormachtstellung im Premiumsegment der Region weiter ausbauen zu können. Im laufenden Jahr verzeichnet die Marke laut Kraftfahrtbundesamt in Berlin und Brandenburg ein Plus von vier Prozent, während der Gesamtmarkt für Pkw um zehn Prozent schrumpft. Die Mercedes-Benz Niederlassung Berlin hat 1400 Beschäftigte, davon 120 im Lack- und Karrosseriezentrum Ludwigsfelde (Teltow-Fläming). Hinzu kommen das Motorenwerk in Berlin-Marienfelde und das Nutzfahrzeug-Werk in Ludwigsfelde, in dem Sprinter-Transporter gebaut werden.
Von Ulrich Nettelstroth

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Dass der Hauptstadtflughafen BER einfach nicht eröffnen will, hat auch für viele Geschäftsleute in der Region Folgen. Zum Beispiel für Guntram Kreissl. Er führt ein Hotel direkt am Flughafen. Er muss die Gäste mit Sparangeboten locken.

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