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Dampflokfahrt zum Fürstentag

Jüterbog Dampflokfahrt zum Fürstentag

Die Treffen der Fürsten im mittelalterlichen Jüterbog sind verbürgt. Seit 2011 erinnert der Heimatverein Jüterboger Land mit seinem jährlichen „Fürstentag“ daran. Am kommenden Sonnabend wird erneut gefeiert. Dieses Mal können die Besucher mit einer Dampflok aus Berlin anreisen.

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Das Saxofon-Ensemble „Tonfall“ spielt am Sonnabend am Jüterboger Bahnhof für diejenigen, die mit der Dampflok anreisen.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Edle Ritter und Gesandte, Handwerksburschen und gemeines Volk – am kommenden Sonnabend kehrt Jüterbog zurück in seine Vergangenheit. Für einen Tag verwandelt sich die Stadt zur Mittelalterhochburg. Auf zahlreiche Besucher hofft man beim Heimatverein „Jüterboger Land“, der seit 2011 den „Fürstentag“ organisiert. Seit Monaten laufen dafür die Vorbereitungen.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Besonders viel zu tun haben die 45 Vereinsmitglieder in diesen Tagen. Nicht nur die Absprachen mit den teilnehmenden Hofbesitzern, die am Samstag ihre Tore öffnen, müssen getroffen werden. Hunderte Gläser müssen mit Teelichtern bestückt und verteilt, und die Vorbereitungen für den großen Festumzug getroffen werden.

Letzte Absprachen bei den Mitglieder des Heimatvereins

Letzte Absprachen bei den Mitglieder des Heimatvereins. Dessen historische Stadtwache wird den Festumzug in Empfang nehmen.

Quelle: Iris Krüger

„Natürlich treten wir am Fürstentag auch selbst als Heimatverein in Erscheinung“, sagt dessen Vorsitzender Jörg Podzuweit. Eigens dafür gegründet haben die Heimatfreunde ihre „Historische Stadtwache“, die beim Festumzug am Dammtor Spalier stehen wird. Später stellt sie auf dem Hof der Zinnaer Straße 17 dar, wie eine Stadtwache im Mittelalter funktionierte. Wer probieren will, wie es sich mit hölzerner Halskrause und Handfesseln trinken lässt, darf das gern auch selbst ausprobieren.

Einzug der Fürsten zwischen 13.30 und 14 Uhr

Die Aufstellung der Teilnehmer am Umzug beginnt um 13.30 Uhr zwischen Sportplatz und Blankem Teich. Zehn Minuten später erfolgt der Einzug durchs Stadttor. Um 14 Uhr begrüßen Herold und Bürgermeister vor dem Rathaus die Gäste. Mit der Nachstellung einer Verhandlungsrunde des Fürstentreffens vor 455 Jahren beginnt das Fest. Ab 15 Uhr mischen sich die Gesandten unter das Volk und machen einen Rundgang durch die Stadt, in der zeitgleich das mittelalterliche Treiben beginnt.

Sonderzug nach Jüterbog

Sonderzug nach Jüterbog.

Quelle: Uwe Klemens

Auch wenn es im Mittelalter noch keine Eisenbahn gab, hält Jüterbogs Bahnhofsbesitzer Konrad Ertl für den Fürstentag für die Gäste eine besondere Überraschung bereit. Ein nicht ganz so alter, aber ebenfalls historischer Eisenbahnzug samt Dampflok pendelt jeweils am Morgen und Abend zwischen Berlin und Wittenberg via Jüterbog und bringt Gäste aus der Haupt- und der Lutherstadt zum Fürstentag. Der Zug, der aus sechs Waggons aus den 1930er Jahren und einem Speisewagen besteht, wird von einer 1944 gebauten Dampflok der Baureihe 52 gezogen und wird mit bis zu 60 Stundenkilometern unterwegs sein. „Etwa 200 Passagiere passen hinein, ein paar Plätze sind noch frei“, sagt Konrad Ertl.

Fahrt nach Fahrplan

Teilnehmer für den Sonderzug fahren um 7.33 Uhr mit der Regionalbahn in Jüterbog ab. Um 9.24 geht es unter Dampf ab Berlin-Schöneweide via Jüterbog bis Wittenberg und zurück.

Um 17.30 Uhr geht es zurück nach Wittenberg und von dort über Jüterbog bis Berlin.

Zugestiegen werden kann in Trebbin, Luckenwalde, Jüterbog und Wittenberg.

Tickets, Fahrplan und Preise unter dampflok@bahnhof-jueterbog.de

Jüterboger, die mitfahren wollen, treffen sich um 7 Uhr auf dem Bahnhof und fahren anschließend mit dem Regionalexpress nach Berlin-Schöneweide, von wo der Sonderzug in Richtung Jüterbog startet.

Verabschiedet werden die Reisenden am Jüterboger Bahnhof mit einem kleinen, dem Anlass angemessenen Sektempfang und einem Ständchen des Saxofon-Ensembles „Tonfall“.

Von Uwe Klemens

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