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Das Dorf der zwei Großbaustellen

Rohrbeck Das Dorf der zwei Großbaustellen

Rohrbeck, ein kleines Dorf im Kreis Teltow-Fläming, ist gerade Heimat von zwei Großbaustellen. Auch zwei wichtige Straßen sind betroffen, es gibt weiträumige Umleitungen. In Rohrbeck wird gebaut. Unser Autor hat den Ort besucht und geschaut, wie die Bauarbeiten vorangehen.

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Die Bahn-Brücke ist bereits fertig, aber am Durchlass wird noch voraussichtlich bis Jahresende gearbeitet.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Rohrbeck. Das typische Fortbewegungsmittel in Rohrbeck ist derzeit der Bagger. Denn dort bestimmen aktuell gleich zwei große Baustellen das Ortsbild. Die L811 nach Oehna und die Querung der L81 in Richtung Dennewitz unter der neuen Eisenbahnbrücke sind derzeit relativ große Baustellen.

Umleitungen sind ausgeschildert

Um nach Dennewitz zu gelangen, muss die ausgeschilderte Umleitung über Altes Lager weiterhin befahren werden. Am Abzweig in Rohrbeck nach Dennewitz entsteht wieder eine Verkehrsinsel, so wie vorher schon. Die Durchfahrt in und von Richtung Oehna ist für Anlieger und Linienbusse einspurig möglich.

Schilderwald am Eingang der Baustelle auf der Ortsdurchfahrt

Schilderwald am Eingang der Baustelle auf der Ortsdurchfahrt.

Quelle: H.-Dieter Kunze

„Das Bauvorhaben im Ort ist ein sogenanntes P100-Projekt vom brandenburgischen Bauministerium. In dessen Rahmen werden bis 2020 Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro für die Sanierung von Ortsdurchfahrten freigegeben“, erläutert Guido Güthling, Bauverantwortlicher beim Landesbetrieb Straßenwesen. Er ist auch einer der Auftraggeber für das Vorhaben in Rohrbeck, ebenso die Gemeinde Niedergörsdorf und der Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog.

Neue Leitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation

Gleichzeitig sollen die Medienträger für Elektroenergie, Trink- sowie Regen- und Abwasser und Telekommunikation auf den neuesten Stand gebracht werden. Auftragnehmer ist das Bauunternehmen „Eurovia“ in Kolkwitz bei Cottbus. Nach vorläufiger Einschätzung und entsprechendem Wetter soll dieser Bauabschnitt noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Im nächsten Jahr folgt der zweite Bauabschnitt zwischen Abzweig und Ortsausgang in Richtung Jüterbog mit dem gleichen Leistungsumfang.

Kemna-Bau-Polier Jerry Redlin (l) an der Bahnunterführung im Gespräch mit Guido Güthling, Bauverantwortlicher beim Landesbetrieb Straßenwesen

Kemna-Bau-Polier Jerry Redlin (l.) an der Bahnunterführung im Gespräch mit Guido Güthling, Bauverantwortlicher beim Landesbetrieb Straßenwesen.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Einige hundert Meter weiter herrscht unter der neu gebauten Eisenbahnbrücke ebenfalls geschäftiges Treiben. Begonnen werden musste mit der Regenentwässerung, denn die Sohle liegt unter dem Straßen-Level, damit die Durchfahrtshöhe von 3,5 Meter auf das standardmäßige Mindestmaß von 4,5 Meter erreicht wird. In der Folge könnte es in der Senke bei Starkregen zu tiefen Wasseransammlungen führen. Also wurden Abflüsse gebaut, die in ein Rückhaltebecken mit vorgeschaltetem Absetzschacht neben der Brücke führen.

Doppelte Asphaltschicht

Auftraggeber für diese Unterquerung ist die Bahn AG, sie finanziert das Projekt gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenwesen. Für die spätere Instandhaltung ist die Straßenmeisterei Luckenwalde verantwortlich. Bauausführendes Unternehmen ist Kemna-Bau Ost mit Sitz in Berlin.

Windabweiser und Aufbauten lädiert

Die alte Bahn-Unterquerung war ein absoluter Engpass. Sie war zu schmal und mit 3,5 Meter Durchfahrtshöhe viel zu niedrig, unübersichtlich und somit sehr gefährlich.

Besonders Lkw-Fahre r verschätzten sich des Öfteren, mussten mühsam wenden und oft Schäden an Aufbauten, wie Windabweiser, Planen oder Metalldächern, zähneknirschend hinnehmen.

Augenzeugen erinnern sich, dass sich ein Lastzug so verkeilt hatte, dass er erst durch Absenken des Fahrwerks herausgezogen werden konnte.

Derzeit werden Kies und Schotter in Größenordnungen auf ein textiles Vlies aufgebracht. Es soll den Baugrund stabilisieren. Zwei Asphaltschichten bilden den Abschluss. Zuvor musste belasteter Baugrund abgetragen werden. Er liegt noch auf Halde und wird als Sonderabfall entsorgt.

Unter der Brücke ist eine Insel vorgesehen, als Querungshilfe für Skater und Radler. Denn die Fläming-Skate wechselt an dieser Stelle die Straßenseite. Die Straße knüpft an den alten Verlauf an. Das Vorhaben soll möglichst noch in diesem Jahr beendet sein.

Von H.-Dieter Kunze

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