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Teltow-Fläming Das E-Bike wird zum Problem in der Nacht
Lokales Teltow-Fläming Das E-Bike wird zum Problem in der Nacht
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00:43 14.04.2018
Bei diesem Pedelec wird der Fahrer von einem Mittelmotor elektronisch unterstützt. Quelle: DPA
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Dahmeland-Fläming

Elektrofahrräder sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Rund 2,5 Millionen sind bereits auf deutschen Straßen unterwegs, allein 600 000 davon gingen im vergangenen Jahr über die Ladentische. Und die Technik, die in den Rädern verbaut ist, wird immer ausgereifter. Ob City-, Trekking-, Rennrad oder Mountainbike, fast jedes Modell ist heute auch mit Elektromotor erhältlich. Meist handelt es sich um so genannte Pedelecs, die den Fahrer beim Treten in die Pedale elektronisch unterstützen – jedoch nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde.

Die elektrifizierten Zweiräder bieten verschiedenste Einsatzmöglichkeiten. Fahrradhändler Sebastian König aus Königs Wusterhausen berichtet von einer Kundin, die sich statt Zweitwagen ein E-Bike und einen Kinderanhänger gekauft habe. Sie sei gerne Fahrrad gefahren und wollte darauf nicht verzichten, nur weil sie jetzt ein Kind hat, berichtet König. So denken inzwischen viele Kunden, und das E-Bike schlägt das Auto tatsächlich in einigen Punkten: Es ist günstiger in der Anschaffung, kostet keine Versicherungsbeiträge und tut nebenbei der Gesundheit gut. Aber: Ähnlich wie das Auto sollte auch das E-Bike einmal jährlich gewartet werden.

Auf Markenware achten

Wer den Kauf eines E-Bikes erwägt, sollte sich vorher über den gewünschten Motor und die Akkuleistung Gedanken machen, sagt Steffan Schaffer, E-Bike-Experte aus der Technikexperte der Werkstattkette ATU. Beim Motor muss zwischen dem günstigeren Radnabenmotor und dem leistungsstärkeren Mittelmotor gewählt werden. Bei Akkus empfiehlt Schaffer leistungsstarke und trotzdem leichte Modelle. „Hier sollte der Käufer keine Kompromisse eingehen und auf namhafte Qualitätsprodukte achten“, so Schaffer. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit empfiehlt er hydraulische Scheiben- oder Felgenbremsen. Vom Kauf im Internet rät der Experte ab. Schaffer: „Unverzichtbar ist eine Probefahrt.“

Obwohl E-Bikes ausgesprochen leichtgängig sind, bedeutet das nicht, dass sie keine Probleme bereiten. Das eine sind die Gefahren im Straßenverkehr. E-Bike-Fahrer werden oft von Autofahrern übersehen, viele Autofahrer rechnen nicht damit, dass selbst Senioren auf Fahrrädern mühelos 25 Stundenkilometer erreichen können.

Ein zweites Problem ist die Lagerung der Räder: Die wenigsten Fahrer ketten ihre E-Räder auf der Straße an, weil die Diebstahlgefahr hoch ist. Selbst einzelne Komponenten können für Diebe attraktiv sein. Zum anderen sollte die verbaute Technik auch nicht Wind und Wetter ausgesetzt sein. Das gilt insbesondere im Winter bei eisigen Temperaturen. E-Bikes stehen am besten wettergeschützt, etwa in einer Garage. Wer keinen geschützten Raum im Erdgeschoss zur Verfügung hat, sollte zweimal überlegen, ob er sich ein E-Bike anschafft. Das Gewicht von 25 Kilogramm und mehr macht die Gefährte unhandlich, sie in obere Etagen zu tragen, ist mühsam.

Preise werden sinken

Erleichterungen zeichnen sich aber bereits ab. Experten erwarten, dass sich die elektrischen Komponenten, insbesondere der Akku, schon bald im Rahmen verstecken lassen werden. Das E-Bike wird sich dann optisch immer weniger vom klassischen Fahrrad unterscheiden. Auch der Preis dürfte weiter sinken.

Neu auf dem E-Bike-Markt sind die sogenannten Cargo-Räder. Sie haben vor oder hinter dem Fahrer eine integrierte Ladefläche. Von Logistikunternehmen werden Cargobikes zurzeit für die Paketzustellung in Innenstädten getestet.

Von Johannes Zimmermann

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