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Das Ensemble wird komplett

Denkmalschutz Das Ensemble wird komplett

Das Gebäude in der Lindenallee 5 in Luckenwalde wird auf Vordermann gebracht. Nachdem die katholische Kirche und das Pfarrhaus bereits saniert wurden, ist jetzt die ehemalige Schule an der Reihe, in dem sich heute das Dentallabor befindet. Nach Abschluss der Baumaßnahme ist das Ensemble komplett.

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Statiker Karl-Heinz-Prib und Sylvia Eckardt, die Chefin des Dentallabors.

Quelle: Margrit Hahn (2)

Luckenwalde . Die Fassade des Dentallabors in der Lindenallee 5 in Luckenwalde wird saniert. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Türme der katholischen Kirche und das Pfarrhaus auf Vordermann gebracht wurden, haben sich Zahntechnikermeisterin Sylvia Eckhardt und ihr Mann Andreas entschieden, auch das ehemalige Schul- und Wohnhaus sanieren zu lassen, dass zu diesem Ensembles gehört. Durch die beiden sanierten Nachbargebäude fallen die starken Schäden an der Fassade des Dentallabors besonders auf.

„Wissen sie, was das für Löcher sind?“, fragt Dieter Schipplick während des Fototermins. Der Luckenwalder erinnert sich daran, wie er zu Kriegszeiten mit seiner Mutter die Lindenallee entlanggelaufen ist und vom Flugzeug aus beschossen wurde. „Meine Mutter hat sich über mich geworfen, um mich zu schützen“, erzählt Schipplick. Die Kugeln seien nur so an ihm vorbeigezischt und hätten das Mauerwerk getroffen. Insgesamt sind es wohl mehr als 100 Einschusslöcher, die jetzt bei der Sanierung beseitigt werden.

„Zuerst muss die Fassade substanzschonend gesäubert werden. Seit Juni werden schadhafte Stellen ausgebessert und fehlende Klinker ersetzt“, sagt Karl-Heinz Prib, der die Bauarbeiten an der Kirche und am Pfarrhaus ebenfalls begleitet. Problematisch könnten die fehlenden Zierpfeiler werden, die neu aufzumauern sind. Auch die Formsteine der Fenstersturze müssen ersetzt werden. „Es gibt diese Steine nicht fertig zu kaufen, die müssen extra angefertigt werden“, fügt Prib hinzu. Der Schornstein am Seitenflügel, der zu DDR-Zeiten entstanden war, ist inzwischen entfernt worden. Die Bauarbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb.

Sylvia Eckhardt und ihre zehn Mitarbeiter haben viel zu tun. Das Dentallabor begeht in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen. „Bevor wir eingezogen sind, befand sich hier die Kreisstelle für Unterrichtsmittel und die Gewerkschaft für Volksbildung“, berichtet Sylvia Eckhardt. Ursprünglich sollte das Gebäude zum Arbeitsamt umfunktioniert werden, dann stellte sich aber heraus, dass es für diesen Zweck viel zu klein war.

Die ersten Jahre war das Dentallabor zur Miete in dem ehemaligen Schul- und Wohnhaus untergebracht, doch nachdem immer mehr in das Gebäude investiert wurde, entschloss sich das Ehepaar Eckhardt zum Kauf. Das Gebäude, in dem sich das Dentallabor, Aufenthaltsräume und ein Keller befinden, steht unter Denkmalschutz. Die Kosten für die Sanierung betragen nach ersten Schätzungen 70 000 Euro. „Das ist ein tolles städtebauliches Ensemble“, stellt Prib fest.

Bis Mitte September soll der größte Teil der Bauarbeiten beendet sein. Das 25-jährige Bestehen des Dentallabors im Oktober wird trotzdem nicht auf dem Grundstück in der Lindenallee 5 gefeiert.

Von Margrit Hahn

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