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Teltow-Fläming Das Neuhofer Osterfeuer-Kunstwerk
Lokales Teltow-Fläming Das Neuhofer Osterfeuer-Kunstwerk
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05:20 23.03.2016
Die Ritterburg-Bauer Peter Greulich, Uwe Lange, Lutz Jäkel (vorn v.l.), Daniel Greulich, Enrico Petzold (hinten v.l.). Quelle: Frank Pechhold
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Neuhof

Einmal im Jahr ist die kleine Feuerwehr in Neuhof für eine große Überraschung gut. Traditionell am Gründonnerstag lassen die freiwilligen Kameraden ein selbst gebautes Kunstwerk vom Holz-Stapel, das kurz danach lichterloh brennt. „Diesmal haben wir uns für eine Ritterburg entschieden“, sagt Ortswehrführer Axel Späthe. Warum? „Wegen der interessanten und aufwendigen Bauweise.“

Hunderte von Schaulustigen sahen in den vergangenen Jahren bereits eine Dampflok, ein Segelschiff, ein Feuerwehrauto, einen Mississippi-Raddampfer und einen Doppelstockbus in Flammen aufgehen. Nun wird also eine mittelalterlich anmutende Burg dem Osterfeuer geopfert.

In der Burg steckt doppelt so viel Arbeit wie in den Vorgänger-Bauwerken. An zehn Wochenenden hat Axel Späthes verschworene Truppe fleißig gesägt, gebohrt, gehämmert, geschraubt und hoch gestapelt. „Das ist schon eine tolle Sache und zeugt vom guten Zusammenhalt der Neuhofer“, so der Wünsdorfer Ortsvorsteher Rolf Freiherr von Lützow.

Holz bekamen die Burg-Bauherren von einem betagten Waldbesitzer. Mit Genehmigung des über 80 Jahre alten Mannes durchforsteten sie an drei Wochenenden dessen Bestand nach trockenem Kiefernholz. Anschließend wurden die Äste zur Baustelle auf der grünen Osterfeuerwiese gebracht und verarbeitet.

Als Anleitung diente eine Zeichnung von Daniel Greulich. „Den Bauplan habe ich nach Fotos aus dem Internet entworfen“, sagt Greulich. Sechs mal acht Meter misst die Grundfläche der Burg. Der Zugang erfolgt über eine Zugbrücke. Dahinter führt eine Treppe ganz nach oben bis zum Rundgang innerhalb des fünf Meter hohen Hauptturms. Vier außen angesetzte Ecktürme und 52 aus jeweils vier Kiefernholzrahmen bestehende Zinnen komplettieren die Burg.

An der Zinne über der Zugbrücke hängt ein Ritterhelm. Erst am Osterfeuer-Donnerstag wird ein extra für diesen Anlass gemaltes Banner mit Wappen gehisst. Danach können Kinder eine halbe Stunde lang das mit Feuerholz gefüllte Riesenspielzeug über eine stabile Leiter erkunden. „Bevor wir die Burg anzünden, holen wir das Banner wieder ein“, sagt Axel Späthe. Punkt 19 Uhr wird die Burg abgefackelt. „Sicher ist das schade, aber wir brauchen ja den Platz für unser nächstes Osterfeuer-Bauwerk.“

Karfreitag und Samstag sind alle erfahrungsgemäß damit beschäftigt, die Asche zu beseitigen. „Vorher müssen wir jeden Nagel aus den Osterfeuer-Überresten raus holen“, so Späthe. Zu diesem Zweck borgen sich die Burg-Bauer erstmals einen starken Magneten aus, „der hoffentlich alle in der Asche enthaltenen Metallstücke anzieht.“

Von Frank Pechhold

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