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Das See-Hotel putzt sich heraus

Rangsdorf Das See-Hotel putzt sich heraus

Obwohl erst im Jahr 2000 eröffnet, war das einstige Seebad-Casino in die Jahre gekommen. Seit es einen neuen Besitzer hat und See-Hotel heißt, wird das Haus am Rangsdorfer See nach und nach umgestaltet. Derzeit entstehen im Haus der einstigen Besitzerfamilie neue Zimmer. Die Baumaßnahmen haben nicht nur kosmetische Ursachen, sondern auch wirtschaftliche.

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Alligatorenhaut an der Wand – Hoteldirektor Andreas Doll lässt das einstige Wohnhaus der Familie Glendenberg zu Suiten umbauen..

Quelle: Fotos: Christian Zielke (2)

Rangsdorf. Herrliche Ruhe mit Blick aufs Wasser – mit diesem Versprechen wirbt das See-Hotel Rangsdorf um Besucher. Die Sache mit der Ruhe sollte man derzeit nicht unbedingt auf die Goldwaage legen, denn an vielen Ecken wird gehämmert, gesägt und gebohrt.

Seit dem vergangenen Jahr lässt Hoteldirektor Andreas Doll nach und nach alle der derzeit 48 Zimmer renovieren. Alte Teppiche fliegen raus und werden durch Laminat ersetzt, sämtliche Bäder bekommen neue Fliesen und Duschen. Fast zwei Millionen Euro Investitionsstau waren in den Jahren der Insolvenz des Hauses aufgelaufen. Die neuen Besitzer von der Gruppe Lohbeck-Privathotels, die das damalige Seebad-Casino vor zwei Jahren kauften, lassen sich den Standort einiges kosten. In drei Jahren soll der Stau abgearbeitet sein. Für Andreas Doll bedeutet das eine Menge Arbeit, denn er ist nicht nur Hoteldirektor und Chef von mehr als 50 Beschäftigten, sondern muss als Bauleiter die verschiedenen Handwerker koordinieren.

Planungen für Anbau sollen 2018 beginnen

Größte Baustelle ist das Wohnhaus der einstigen Hotelbesitzer, der Familie Glendenberg. Dort entstehen derzeit zwölf neue Zimmer, weitere im bisherigen Saunabereich. Die ersten acht sollen bereits im Mai fertig sein. Während im Obergeschoss schon grüne Tapete an der Wand ist, deren strukturierte Oberfläche an Alligatorenhaut erinnert, liegt eine Etage tiefer noch der Fußboden in Schutt. Die dortigen vier neuen Zimmer sollen im Laufe des Jahres bezugsfertig sein.

Mit dann insgesamt 71 Zimmern hat das See-Hotel einen großen Schritt in Richtung Wirtschaftlichkeit gemacht. Der richtig große Wurf ist ab dem kommenden Jahr mit dem Anbau geplant. Dieser soll rund acht Millionen Euro kosten und 70 zusätzliche Zimmer bringen. Der geplante Schwimm- und Wellnessbereich mit einem 25-Meter-Becken, Whirlpool und Kinderbecken soll auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich sein. „Wir wollen etwas für die Leute vor Ort schaffen“, sagt Andreas Doll. Bis es soweit ist, wird noch mindestens ein Jahr vergehen. Doll rechnet, im kommenden Jahr mit den Planungen für den Anbau beginnen zu können. Langweilig wird es ihm bis dahin nicht werden. Noch in diesem Jahr soll der bisherige Saunatrakt umgebaut werden – für zusätzliche Zimmer.

Asylbewerber sollen Personalnot lindern

Eine Baustelle kann Andreas Doll immerhin fast abhaken: den Biergarten. Die Pappeln mussten kleinen Platanen weichen. Ihr Blätterdach soll bald den 120 Gästen Schatten spenden. Am 1. Mai soll der neu gestaltete Biergarten öffnen. Eine andere Baustelle beschäftigt den Hoteldirektor seit langem und sie wird es wohl auch noch lange tun: die schwere Suche nach Personal. Von 100 Zuweisungen des Jobcenters hätten sich gerade einmal zwei Arbeitslose gemeldet. Kaum jemand möchte die harte Arbeit als Küchenkraft oder Zimmermädchen machen. Nachdem er bereits in Osteuropa sein Personal rekrutiert hat, versucht er es mit Asylbewerbern. Einer ist seit Dezember im See-Hotel beschäftigt, ein weiterer beginnt im Mai.

Von Christian Zielke

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