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Das Waldhaus lud zum Pilztag ein

Blankenfelde Das Waldhaus lud zum Pilztag ein

Das Waldhaus in Blankenfelde hat zu einem Tag rund um den Pilz eingeladen. Pilzexperte Holger Görlitz gab den Besuchers viele Tipps zur Zubereitung von verschiedensten Pilzarten.

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Holger Görlitz erklärte im Waldhaus Blankenfelde die Besonderheiten von Pilzen.

Quelle: Jutta Brekeler

Blankenfelde. Der Blaue Lacktrichterling sieht exotisch aus: lilafarben mit gewelltem Hut. Ute Krügel hat den Pilz im Garten gefunden und ihn zum Pilztag im Waldhaus Blankenfelde mitgebracht. „Kann man essen“, sagt Holger Görlitz. Er gehört zum Vorstand des Landschaftspflegevereins Mittelbrandenburg, der im Waldhaus Blankenfelde seinen Sitz hat. Vor sich auf den Holztischen liegen Unmengen von Pilzen, 14 verschiedene Arten. Die hat der Pilzexperte „mal auf die Schnelle“ in der Umgebung gesammelt. Im Hintergrund dampft schon der Kupferkessel. Dort soll später aus den gesammelten und von den Gästen geputzten Pilzen ein Gericht gegart werden.

Mit Details verblüffen

Die Besucher, die sich am Sonntag vor dem Waldhaus versammelt haben, sind auch nicht ungeübt im Pilze sammeln. Viele begutachten die Trichterlinge, Röhrlinge und nennen sie beim richtigen Namen. Doch Holger Görlitz kann mit Details verblüffen. Zum Beispiel, dass er vom Riesenschirmpilz statt der labberigen Hüte die würzigen Stiele empfehlen kann. Getrocknet und zu Pulver zermahlen, geben diese Soßen einen vorzüglichen Geschmack. Von dem bei Sammlern begehrten Steinpilz hält er, frisch verarbeitet, nicht viel. Dessen Aromen würden sich erst im getrockneten Zustand entfalten. Aber dann in hervorragender Fülle. Der Pilzexperte rät den Gästen, Pilze einmal sortenrein zu verarbeiten. So erkenne man am besten, wie unterschiedlich jede Pilzart schmecke und könne leckere Gerichte kreieren. Überhaupt sollte man die Pilzarten mit allen Sinnen kennenlernen. „Durchschneiden, riechen, schmecken“, rät Holger Görlitz. „Das Pilzbuch durchblättern hilft wenig“, sagt er. Exoten wie die Ochsenzunge, die aus Eichen und Buchen wie eine Zunge herauswächst, wird man derzeit kaum finden, allerdings gibt es massenweise Butterpilze am Wegesrand. In Butter gedünstet schmecken sie gut.

Der Landschaftspflegeverein bietet als nächste Veranstaltung am 21. Oktober die „Dämmerstunde“ an, bei der man den Wald im Dunkeln erleben kann. Informationen dazu gibt es unter Telefon 0 33 79/ 2 02 02 00.

Von Jutta Brekeler

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