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Das Weg-Übel an der Wurzel packen

Wünsdorf Das Weg-Übel an der Wurzel packen

Gisela Warnecke ist hartnäckig. Seit Jahren weist die Wünsdorferin im Rathaus Zossen immer wieder auf den stellenweise schlechten Zustand der Straße Sapherscher Weg hin. Hier haben starke Baumwurzeln die dünne Asphaltschicht unterwandert und aufgebrochen. Laut Auskunft der Stadt ist an eine Sanierung vorerst nicht zu denken.

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Gisela Warnecke greift für die MAZ zum Zollstock. Bis zu 1,10 Meter breit ist das schlechte Wurzel-Wegstück vor ihrer Haustür.

Wünsdorf. Vor Gisela Warneckes Grundstück wölbt sich die Straße Sapherscher Weg. Hier ist über die Jahre ein mächtiger Huckel entstanden. Auf die gefährliche Bodenwelle hat die Wünsdorferin schon oft im Zossener Rathaus hingewiesen. Verbunden mit der wörtlich zunehmenden Forderung: „Man muss endlich das Übel an der Wurzel packen!“

Starke Baumwurzeln haben den Weg unterwandert und die dünne Asphaltschicht angegriffen. Der Belag bröckelt auf einer rund 3,30 Meter langen, bis zu 1,10 Meter breiten Fläche. Autofahrer, Radler und Biker, die sich auskennen, umkurven vorsorglich die Gefahrenstelle. Wer keinen großen Bogen macht, riskiert nachts oder in der dunklen Jahreszeit einen folgenschweren Aufsetzer. So sei es Gisela Warnecke zufolge dem Fahrer eines Winterdienstfahrzeuges ergangen. „Der ist auf der verschneiten Straße mit seinem Schiebeschild an der abgehobenen Wurzelstelle hängen geblieben und hat sich mit einem mächtigen Rums fest gefahren. Danach ist er nicht mehr wieder gekommen.“

Mehrfach im Rathaus auf das Problem hingewiesen

Am Wegesrand neben dem Wurzel-Holperstück tun sich je nach Jahreszeit bis zu 30 Zentimeter tiefe Schlaglöcher auf, die mit Split geflickt und bei den nächsten starken Regengüssen wieder ausgewaschen werden.

Mehrfach habe sie darauf hingewiesen, dass sich der Zustand der Straße ständig verschlechtert, so Warnecke. „Wohl 13 oder 14  Mal habe ich in an das Ordnungsamt geschrieben.“ Vor einigen Wochen sei jemand aus der Verwaltung da gewesen und habe den Huckel fotografiert. „Vielleicht tut sich ja jetzt was.“

MAZ hakt in der Verwaltung nach

Das Problem sei bekannt und bestehe längst nicht nur im Sapherschen Weg, teilt Stadt-Pressesprecher Fred Hasselmann auf Anfrage mit. Wenn die MAZ einen Lösungsvorschlag habe, wie man die Bäume dazu bewegen kann, nicht solche große Wurzeln zu entwickeln, die dann Asphalt oder Gehwegplatten nach oben drücken, wäre man für einen Hinweis sehr dankbar.

Eine ähnliche Situation habe er jeden Tag vor Augen, wenn er den Fußweg entlang des Friedhofs in Zossen benutze, so Hasselmann. „Auch hier kann (und wird) immer wieder nur punktuell ausgebessert werden. Oder aber, man müsste die Straßenbäume komplett fällen“. Das könne niemand ernsthaft wollen. Abgesehen davon, dass es da noch Rechtsgrundlagen gebe.

Kurzfristige Lösung nicht in Sicht

Hasselmann zufolge stehe die Straße Sapherscher Weg nicht auf der von den Stadtverordneten beschlossenen Prioritätenliste. Deshalb könne man zum jetzigen Zeitpunkt keinen genauen Termin für eine Sanierung nennen.

Von Frank Pechhold

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