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Teltow-Fläming Ausgebüxtes Känguru Skippy wieder zu Hause
Lokales Teltow-Fläming Ausgebüxtes Känguru Skippy wieder zu Hause
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08:32 31.07.2015
Ausreißer Skippy ist seit gestern wieder zurück in seinem Zuhause in Zülichendorf. Quelle: Privat
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Dahlewitz

Skippy, das Ausreißer-Känguru, ist heimgekehrt. Erst am Montag hatte das Tier Polizei und Behörden in Atem gehalten und dann für drei Tage Asyl bei Familie Bergte in Dahlewitz gefunden. Doch auch dort büxte Skippy am Donnerstag zunächst noch einmal aus.

Als die Bergtes einkaufen waren, rief eine Nachbarin an, die das Tier in ihrem Garten gesehen hatte. „Wir sind Hals über Kopf aus dem Supermarkt“, berichten die Bergtes. In der Nacht zu Montag war Skippy aus seinem Gehege in Zülichendorf ausgebrochen und hatte Polizei und Tierärzte stundenlang in Atem gehalten. Der Besitzer, der anonym bleiben möchte, vermutet, dass der Sturm Skippy in Aufregung versetzt hatte. „Er ist noch nie abgehauen“, sagt er. Ein zwei Meter hoher Zaun sollte dies eigentlich verhindern.

Eva-Maria und Manfred Bergte mit ihrem Skippy, der dem Ausreißer sehr ähnlich sieht. Quelle: Christian Zielke

Warum das Tier am Donnerstag erneut ausgebüxt ist, kann er sich nicht erklären. Der Zaun bei Familie Bergte in Dahlewitz misst jedoch nur 1,80 Meter – was für Skippy offenbar kein Problem darstellte. Sein Besitzer machte sich sofort auf den Weg und brauchte nur ein paar ruhige Worte und einen Kescher, um den Ausreißer einzufangen. Die herbeigerufene Tierärztin konnte die Betäubungspfeile im Blasrohr lassen. In einer Holzkiste ging es Nachmittag zurück nach Zülichendorf.

Eva-Maria und Manfred Bergte sind froh, dass Skippy zurück bei seinem Besitzer ist. Das Ehepaar aus Dahlewitz hatte sich spontan entschlossen, das Tier aufzunehmen. Beide sind bereits glückliche Känguru-Eltern. Ihr Känguru heißt auch Skippy und gehört wie der Ausreißer zur Rasse der Rotnacken-Wallabys, ist aber etwas kleiner.

Überraschender Anruf vom Tierarzt

Eva-Maria Bergte erinnert sich noch gut an den Anruf von einem Tierzarzt am Montagnachmittag, ob sie ein Känguru in Obhut nehmen könne. „Ich war völlig überrascht“, sagt sie. Wegen eines Beitrags in der MAZ vor dreieinhalb Jahren habe sich der Veterinär an die Familie erinnert. Kurz danach stand ein Transporter der Polizei vor der Tür, das Känguru befand sich zusammengeschnürt in einer Holzkiste.

Wegen dieser robusten Behandlung war Skippy offenbar ziemlich verstört. „Wir haben es kaum zu sehen bekommen“, sagt Manfred Bergte. Die meiste Zeit habe der Bock sich im Gebüsch oder im Unterschlupf des Geheges versteckt. Ganz anders als der Skippy der Familie, der dank jahrelangen Trainings sogar aus der Hand frisst und nicht einmal vor den impulsiven Hunden der Familie Angst hat. Wenn Doggenweibchen Luna und Weimaranerrüde Silvan am Zaun zum Känguru-Gehege stehen, lässt sich der zwei Jahre alte Bock nicht aus der Ruhe bringen. Wegen seiner entspannten Art sei auch das Zusammenleben mit dem Neuankömmling kein Problem gewesen, sagen Bergtes. Beide Skippys lebten für drei Tage friedlich in einem Gehege.

Besitzer hatte unruhige Tage und Nächte

Der Besitzer des Ausreißers will nun den Zaun noch einmal erhöhen. „Ich hatte einige unruhige Tage und Nächte“, sagt er. Er ist froh, dass er das Tier wohlbehalten zurück bekommen hat. Skippys Exkursion könnte ihn allerdings noch teuer zu stehen kommen. Die Tierärztin hat bereits signalisiert, dass die Rechnung für den Fang-Einsatz hoch wird. „Alles halb so wild“, sagt er, „wichtig ist, dass es dem Tier gut geht“.

Von Christian Zielke

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