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Teltow-Fläming „Das dauert hier alles schon viel zu lange“
Lokales Teltow-Fläming „Das dauert hier alles schon viel zu lange“
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11:40 24.09.2016
Hans-Joachim Hinz ist von der Dauerbaustelle total genervt. Quelle: Frank Pechhold
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Mückendorf

Tage lang geht gar nichts auf der Kreuzungsbaustelle hinter der Mückendorfer Bahnbrücke. Dann wieder klotzen die Arbeiter wie wild ran. Zudem rollen Kraftfahrer über die halbseitig gesperrte Brücke mit Brummis und Kleinwagen auf die wegen der Baustelle nur einseitig freie Bundesstraße 96 und erzwingen sich so die Vorfahrt. Das alles regt Hans-Joachim Hinz mächtig auf. Bei der Deutschen Bahn versteht man den Ärger des 66-Jährigen und verweist gleichzeitig auf das baldige Baustellenende. „Bis zum 30. September wird die Kreuzung fertig sein und wieder komplett für den Verkehr freigegeben“, sagt Bahn-Projektingenieur Uwe Kronbügel.

Über diese Brücke mag Hans-Joachim Hinz noch nicht gehen. „Dafür dauert das alles hier schon viel zu lange.“ Bereits am 8. November 2015 wurde die für den Lkw-Verkehr aus dem Baruther Industriegebiet ausgebaute, 515 Meter lange Bahnbrücke mit kombinierten Geh- und Radweg eingeweiht. Die Überführung einschließlich Nachfolgearbeiten kostet rund vier Millionen Euro. Auftragnehmer ist eine Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen Echterhoff und Tesch. Am Abzweig zur Brücke wird ein rund 350 Meter langer Abschnitt der B 96 umgebaut. Im Kreuzungsbereich mit der Chausseestraße entstehen zwei Linksabbiegerspuren. Deshalb – hieß es damals seitens der Bahn – kommt es noch bis Dezember zu Verkehrseinschränkungen: bis Dezember 2015!

Neun Monate später wird noch immer gebaut, müssen ältere Mückendorfer rund einen Kilometer bis zur verlegten Bushaltestelle laufen, um nach Baruth oder Zossen zu kommen. Weiter stehen die hier während des Ausbaus der Bahnstrecke Berlin-Dresden rollenden Schienenersatzverkehr-Busse oft im Baustellen-Ampelstau. „Ob die Busfahrgäste immer ihre Anschlussverbindungen kriegen, möchte ich stark bezweifeln“, sagt Hinz.

Eigentlich sollte die Baustelle nun spätestens zum Ende der Sommerferien verschwunden sein, so Hinz. Diese Auskunft habe er von Bauleuten erhalten. Schuljahresbeginn war am 5. September. Gebaut wird immer noch.

Grund für die erneute Verzögerung dürfte die Behebung von Baumängeln sein. „Hier wurden überall mindestens 20 Zentimeter der aufgebrachten Bitumenschicht wieder abgefräst“, schildert Hans-Joachim Hinz seine Beobachtungen. Wurde hier gepfuscht oder falsches Material verwendet? Das wisse er auch nicht. „Es sagt einem ja keiner, was los ist.“

Bezüglich des enormen Zeitverzuges habe Hans-Joachim Hinz völlig recht, sagt Bahn-Projektingenieur Uwe Kronbügel. „Wir hatten mit dem Landesstraßenbetrieb Brandenburg mehrfache und teils langwierige Abstimmungen darüber, wie der Straßenausbau in diesem Bereich erfolgen soll“, so Kronbügel. Weiter habe die hier tätige Baufirma Mängel abstellen und eine bereits aufgebrachte Bitumenschicht noch einmal vollständig abfräsen müssen. Die neue Schicht sei bereits aufgetragen worden. Nun kämen noch Deckschicht und Asphalt rauf. Parallel baue die selbe Baufirma einen von der Stadt Baruth beauftragten Fußweg, so Kronbügel. „Beide Bauvorhaben sollen bis Ende des Monats fertig sein.“

Von Frank Pechhold

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