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Teltow-Fläming Das große Hochzeitsfest der „Landmäuse“
Lokales Teltow-Fläming Das große Hochzeitsfest der „Landmäuse“
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00:30 04.06.2015
Malte gibt Lena den Hochzeitskuss. Quelle: Margrit Hahn
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Stülpe

Eine Traumhochzeit: ein wallendes weißes Brautkleid, ein roter Teppich, ein fürstlicher Saal in einem Schloss, eine Kapelle und, und, und. Das erlebt man nicht alle Tage. Für die „Stülper Landmäuse“ wurde es am 1. Juni Wirklichkeit. Denn zum Internationalen Kindertag durften sie auf Schloss Stülpe heiraten. „Wir haben alle Kinder gefragt, ob sie Lust haben, Hochzeit zu spielen“, erzählt Kita-Leiterin Birgit Brauer. Zehn Brautpaare kamen zusammen. Wer nicht selbst heiraten wollte, spielte in der Mäuse-Band oder ging als Blumenstreukind.

Die Schlossherren Barbara und Wolfgang Rupilius hatte angeboten, dass die Hochzeitszeremonie im Schloss stattfinden könnte. Was für ein Arrangement! Pünktlich um 9 Uhr stiegen die Mädchen und Jungen die Schlosstreppe hinauf. Die Kleinsten kletterten zum Teil auf allen Vieren hinauf. Im Trauzimmer waren die Stühle mit Hussen verziert, ein Feuer brannte im Kamin und der Kinder-Standesbeamte Wolfgang Rupilius hatte sich in Schale geworfen. Er nahm auch die Zeremonie vor. „Ich bin genauso aufgeregt wie ihr“, erklärte er.

Hintergrund

Der Internationale Kindertag ist ein in mehr als 145 Staaten der Welt begangener Tag, um auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und speziell auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen.

Es gibt kein
einheitliches Datum. In mehr als 40 Staaten wie in China, vielen mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird der Kindertag am 1. Juni begangen. In (West-)Deutschland und Österreich wird sowohl am 20. September der Weltkindertag ausgerichtet, als auch der 1. Juni gefeiert.

Auf einem Stück Samtstoff befanden sich die Eheringe. Jedes Brautpaar wurde einzeln nach vorn gerufen. Als Erstes waren Malte und Lena an der Reihe. Als Lena gefragt wurde, ob sie Malte heiraten möchte, antworte sie mit: „Hm . . .“ Es kam aber noch ein „Ja“ hinterher. „Somit seit ihr Mann und Frau. Du darfst die Lena jetzt küssen“, forderte Rupilius den kleinen Malte auf. Zu jedem Kuss gab es Applaus von der Hochzeitsgesellschaft. Wobei sich jeder Junge nach dem Kuss den Mund mit dem Ärmel abwischte, während die Mädchen freudestrahlend zurück auf ihre Plätze gingen.

Die Eltern hatten für ihre Sprösslinge süße Kleider und Anzüge gekauft. Marielle trug sogar ein Strumpfband und Tim einen Zylinder. Auch die Sträuße waren allerliebst. Jeder Bräutigam hatte für seine Braut Blumen mitgebracht.

Nach der Zeremonie wurde mit Orangensaft angestoßen. Dann ging es über den roten Teppich in den Schossgarten zum Fotografieren. Von den paar Regentropfen ließen sich die Kinder nicht die gute Laune verderben. Für Marielle (5) stand fest: „Ich und Leonidas sind wirkliche Freunde. Und wir werden immer Freunde bleiben.“

Wolfgang Rupilius lud die Kinder ein, in 20 Jahren wiederzukommen, um dann den richtigen Bund fürs Leben zu schließen.

Anschließend feierten die Mädchen und Jungen mit ihren Erziehern im Kindergarten weiter. Eine dreistöckige Hochzeitstorte wurde angeschnitten, die Mädchen und Jungen ließen Tauben in die Lüfte steigen, sie tanzten und zersägten einen Baumstamm. Aus dem Bettlaken wurden Herzen ausgeschnitten und Bräutigam und Braut stiegen hindurch. Und da heiraten ziemlich anstrengend ist, waren vor allem die Kleinen froh, dass sie nach dem Mittagessen ein Schläfchen halten konnten.

Die Kita „Stülper Landmäuse“ feierte den Kindertag am 1. Juni mit einem großen Hochzeitsfest. Zehn Kinderpaare ließen sich von Stülpes Schlossherren Wolfgang Rupilius trauen. Es gab Brautkleider, Blumen und sogar Ringe für Braut und Bräutigam.

Von Margrit Hahn

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