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Teltow-Fläming Das sind die Kandidaten für den Kreistag in Teltow-Fläming
Lokales Teltow-Fläming Das sind die Kandidaten für den Kreistag in Teltow-Fläming
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15:31 16.04.2019
Ein wichtiges Anliegen vieler Parteien ist die sichere Schülerbeförderung im Landkreis. Quelle: Uwe Klemens
Luckenwalde

Alles neu macht der Mai: Noch steht in den Sternen, wer künftig die Einwohner von Teltow-Fläming im Kreistag vertritt. Dass auf den 56 Stühlen aber bald kräftig umhergerückt wird, scheint schon vor der Kommunalwahl klar. Immerhin tritt ein Dutzend der zuletzt gewählten Abgeordneten nicht mehr an. Und so muss wohl auch nach der Wahl weiter um jede Mehrheit für jeden einzelnen Beschluss neu gerungen werden.

Denn die Zusammensetzung des Kreistages könnte bald noch kleinteiliger werden als bisher. Zur Wahl stellen sich in diesem Jahr nämlich nicht mehr elf, sondern insgesamt 15 Parteien und Kandidatenlisten. Neben den großen Bekannten wie SPD, CDU, Linken und AfD sind das vor allem die sogenannten Wählergruppen, in denen sich Bürger aus einzelnen Regionen parteiunabhängig, aber dennoch politisch engagieren.

Das ist der Landkreis Teltow-Fläming

Teltow-Fläming ist einer von 14 Landkreisen im Land Brandenburg.

Einwohner: 171.200 (Stand: 31.12.2018)

Fläche: 2092 Quadratkilometer

Zum Landkreis gehören die Städte Baruth, Jüterbog, Luckenwalde, Ludwigsfelde, Trebbin und Zossen sowie die Gemeinden Am Mellensee, Blankenfelde-Mahlow, Großbeeren, Niedergörsdorf, Nuthe-Urstromtal, Rangsdorf und das Amt Dahme.

Internet: www.teltow-flaeming.de

Die kandidatenstärkste hiervon ist die Zossener Gruppe Plan B. Mit 16 Kandidaten stellt sie in ihrem Wahlkreis 3 sogar mehr Bewerber als SPD, CDU oder die Linken. Kleiner, aber mit prominenten Bewerbern samt Kreistags-Erfahrung treten zum Beispiel im Wahlkreis 1 Wir für Großbeeren oder im Wahlkreis 2 die Allianz für Rangsdorf an. Der Trend zeigt: Weil sich immer mehr Bürger der etablierten Parteien überdrüssig fühlen, haben die kleinen Gruppen auch im Kreistag gute Chancen, künftig mitzubestimmen. Schließlich versprechen die Bewerber mit ihrer Kandidatur, stets den Blick für ihre Heimatstadt oder -gemeinde in die Beschlüsse auf Kreisebene zu tragen.

SPD hat mit 66 Bewerbern die meisten Kandidaten

Fast schon zu den etablierten Kräften im Kreistag gehört da die Listenvereinigung BVB/Freie Wähler, in der sich zehn Gruppierungen aus TF vereinigt haben. Mit einer Mischung aus landesweiten Forderungen (Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen) und lokalem Engagement (ÖPNV-Anschluss für jedes einzelne Dorf) haben die Freien Wähler gute Chancen, wieder in den Kreistag einzuziehen. Auch hier zeigt sich ein Wandel: Während der derzeit Abgeordnete Matthias Stefke im Norden (WK 2) antritt, soll im südlichen Wahlkreis 5 der langjährige Bürgermeister von Niedergörsdorf, Wilfried Rauhut, als neues Zugpferd dienen.

Den kleinen Listenvereinigungen gegenüber stehen die großen Parteien. Trotz Bewerber-Rückgang hat die SPD mit 66 Bewerbern noch immer die meisten Kandidaten und will so ihren Status als stärkste Fraktion im Kreistag verteidigen. Während im Vorfeld landesweit über den Mangel an Bewerbern geklagt wurde, gibt es in TF gleich in mehreren Parteien einen Zuwachs. Die AfD hat ihre Liste von neun auf nunmehr 23 Kandidaten erweitern können; die Linken von 56 auf 58; die Grünen von 16 auf 28. Statt auf den Bezug zu einem konkreten Ort in TF setzen die Großparteien auf wochenlang ausgearbeitete Wahlprogramme. SPD, Linke und CDU beziehen darin mal mehr, mal weniger deutlich Stellung zu aktuellen Fragen, die den Kreis schon jetzt umtreiben.

Schülerbeförderung im Kreis ist wichtiges Thema

Beispiel Schülerbeförderung: Ihrem Engagement im Kreistag folgend hat die CDU die Forderung nach der kostenlosen Beförderung für alle Schüler im Landkreis auch in ihrem Wahlprogramm festgeschrieben.

Die Linken, die dem Antrag folgten, ergänzen in ihrem Wahlprogramm noch, dass die Schülerbeförderung aus ihrer Sicht eine „Pflichtaufgabe des Landes zur Daseinsvorsorge“ sei – für die Kosten, die dadurch entstehen, ein nicht unerheblicher Aspekt. Auch die SPD sieht das ähnlich, auch wenn sie die Schülerbeförderung nicht sofort für alle kostenfrei stellen möchte. Bei dem erheblichen Umfang der Wahlprogramme bleibt es dennoch schwierig, große Unterschiede zwischen den Parteien auszumachen.

So setzen sich CDU, Linke und SPD allesamt für den Erhalt des Krankenhauses in Luckenwalde, für einen Stunden-Takt der Bahn im gesamten Landkreis und die Wertschätzung des Ehrenamtes durch Fördermittel oder andere finanzielle Anreize ein.

Wer regiert jetzt?

Landrätin: Kornelia Wehlan (Die Linke)

Kreistagsabgeordnete (56 Sitze): SPD (14), Die Linke (12), CDU (11), BV/FDP (5), Grüne (3), Plan B/BVB (3), Freie Wählergruppe/Wir für Teltow-Fläming (3), AfD (2), NPD (1) und es gibt fraktionslose zwei Abgeordnete.

Auch beim Aufreger-Thema um die personelle Ausstattung der Kreisverwaltung lassen sich nur schwer unterschiedliche Bekenntnisse ausmachen. Die SPD will eine Fortschreibung des Personalentwicklungskonzeptes; die CDU will mehr Geld für Weiterbildungen und die technische Ausstattung der Mitarbeiter ausgeben; die Linken fordern eine generelle „gute Personalausstattung“ in der Kreisverwaltung – unterm Strich spricht sich also niemand laut für eine Aufstockung des Personals in der Verwaltung aus. Zugegeben: Das tun auch die kleineren Parteien und Kandidatenlisten nicht, wohlwissend um die steigenden Kosten, die das zur Folge hätte.

Emissionsfreie Betriebe und Sicherheit

Klare Abgrenzungen lassen sich in der Parteienlandschaft lediglich an Einzelthemen ausmachen. So hat sich die CDU etwa dem Thema Sicherheit verschrieben. Im Wahlprogramm sprechen sich die Christdemokraten für mehr Personal bei Polizei und Sicherheitskräften sowie für Videoüberwachungen an zentralen Orten aus.

Die SPD setzt derweil klare Ziele in Sachen Digitalisierung und Klimaschutz: Bis 2024 sollen alle Gewerbegebiete, Schulen, Krankenhäuser und Verwaltungen in Teltow-Fläming ans Glasfasernetz angeschlossen und die Fahrzeugflotte der Verwaltung komplett auf emissionsfreie Antriebe umgestellt werden.

Das sind die Spitzenkandidaten

Wahlkreis 1 (Großbeeren, Ludwigsfelde):

SPD: Helmut Barthel und elf weitere Kandidaten, Die Linke: Peter Dunkel und 14 weitere Kandidaten,

CDU: Detlef Helgert und neun weitere Kandidaten, BVB/Freie Wähler: Jens Wylegalla und sechs weitere Kandidaten, AfD: Hans-Stefan Edler und fünf weitere Kandidaten, Bauernverband: Gabriele Georgi und zwei weitere Kandidaten, Grüne/B’90: Daniela Felsch und fünf weitere Kandidaten, FDP: Jan Bartoszek, Die Partei: Rüdiger Prasse,

Wir für Großbeeren: Dirk Steinhausen und zwei weitere Kandidaten

Wahlkreis 2 (Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf):

SPD: Detlef Schlüpen und elf weitere Kandidaten, Die Linke: Roland Scharp und zehn weitere Kandidaten, CDU: Robert Trebus und sieben weitere Kandidaten, BVB/Freie Wähler: Matthias Stefke und 15 weitere Kandidaten, AfD: Michael Pfahler und drei weitere Kandidaten, Bauernverband: Michael Kalusa und ein weiterer Kandidat, Grüne/B’90: Christina Thomas und sieben weitere Kandidaten, FDP: Gertraud Rocher und drei weitere Kandidaten, Die Rangsdorfer: Oliver Scharfenberg, Allianz für Rangsdorf: Ralf von der Bank und vier weitere Kandidaten

Wahlkreis 3 (Trebbin, Zossen, Am Mellensee):

SPD: Maria von Schrötter und zwölf weitere Kandidaten, Die Linke: Judith Kruppa und vier weitere Kandidaten, CDU: Gertrud Klatt und sieben weitere Kandidaten, BVB/Freie Wähler: Thomas Marco Schulz und zehn weitere Kandidaten, AfD: Edgar Leisten und vier weitere Kandidaten, Bauernverband: Marleen Herzlieb und drei weitere Kandidaten, Grüne/B’90: Sabine Albrecht und fünf weitere Kandidaten, FDP: Wiebke Schwarzweller und ein weiterer Kandidat, Plan B: Michaela Schreiber und 15 weitere Kandidaten, NPD: Lutz Reichel, Die Partei: Sascha Riedel, VUB: Detlef Klucke und sieben weitere Kandidaten

Wahlkreis 4 (Nuthe-Urstromtal, Luckenwalde, Baruth):

SPD: Detlev von der Heide und 14 weitere Kandidaten, Die Linke: Felix Thier und zwölf weitere Kandidaten, CDU: Lutz Möbus und acht weitere Kandidaten, BVB/Freie Wähler: Manuel Hurtig und acht weitere Kandidaten, AfD: Uwe Groschwitz und drei weitere Kandidaten, Bauernverband: Uwe Schätzel und ein weiterer Kandidat, Grüne/B’90: Ricarda Voigt und drei weitere Kandidaten, FDP: Matthias-Eberhard Nerlich und zwei weitere Kandidaten, NPD: Remo Kudwien

Wahlkreis 5 (Jüterbog, Niedergörsdorf, Dahme):

SPD: Erik Stohn und 13 weitere Kandidaten, Die Linke: Maritta Böttcher und 13 weitere Kandidaten, CDU: Danny Eichelbaum und acht weitere Kandidaten, BVB/Freie Wähler: Wilfried Rauhut und sieben weitere Kandidaten, AfD: Max Theilemann und drei weitere Kandidaten, Bauernverband: Jörd Niendorf und fünf weitere Kandidaten, Grüne/B’90: Antje Drangusch und drei weitere Kandidaten, FDP: Peter Steinert, NPD: Bärbel Redlhammer-Raback, Die Partei: André Röcklebe

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