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„Das sind ganz normale Leute“

Ansprechpartner für Flüchtlingshilfe „Das sind ganz normale Leute“

Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Menschliches Mellensee“ werben dafür, die in Rehagen erwarteten Flüchtlinge mit offenen Armen zu empfangen. Ansprechpartner ist Christoph Straßburg. Dem 29-jährigen Studenten geht es darum, Vorurteile abzubauen. Straßburg und die mehr als 20 Mitglieder der Initiative wollen alle Hilfsangebote koordinieren.

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Christoph Straßburg vor der Rehagener Asylunterkunft.

Quelle:  Pechhold

Rehagen. Bald ziehen die ersten Flüchtlinge in die Rehagener Asylunterkunft ein. Mitglieder der Bürgerinitiative „Menschenwürdiges Mellensee“ möchten ihnen dabei helfen, sich schnell einzuleben. Hilfsangebote nimmt Christoph Straßburg entgegen.

„Die Leute brauchen einen Ansprechpartner, sonst fängt jeder an, selber Spenden zu sammeln“, sagt der 29-Jährige. Deshalb habe er sich gegenüber Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) dazu bereiterklärt, als Kontaktperson zu fungieren. Straßburg studiert Germanistik und Philosophie an der Uni Potsdam. „Da kann ich mir die Zeit anders einteilen als jemand, der voll berufstätig ist und trotzdem helfen will“.

Mittlerweile haben sich schon mehr als 20 Bürger aus Rehagen, Alexanderdorf, Gadsdorf, Mellensee und Klausdorf gemeldet, die mithelfen wollen. „Und fast jeden Tag werden es mehr.“

Am Ankunftstag möchte Straßburg mit einer kleinen Gruppe im Namen der Bürgerinitiative die Flüchtlinge begrüßen. „Anschließend wollen wir erkunden, aus welchen Ländern die Menschen kommen und welche Hilfe sie wirklich brauchen.“ Beispielsweise versuche man, Deutsch-Unterricht zu organisieren und über Vereine in der Region zu informieren. Weiter brauche man Räume, wo Kleiderspenden angenommen, sortiert und gelagert werden können. Alle Aktivitäten werden mit dem in der Asylunterkunft beschäftigten Sozialarbeiter abgesprochen, „damit wir uns beim Helfen nicht gegenseitig auf die Füße treten“.

Mit Flyern hat Christoph Straßburg in Rehagen dafür geworben, die Flüchtlinge mit offenen Armen zu empfangen. „Einige Leute haben mir gesagt, dass ich die Flyer gleich wieder mitnehmen kann. Dann habe ich sie eben wieder eingesteckt und bin zum nächsten Briefkasten gegangen.“

Straßburg zufolge sei die Stimmung in Rehagen sehr gemischt. Einige Leute befürchteten, dass die Flüchtlinge ihre Fahrräder klauen. „Das ist lächerlich.“ Um solche und ähnliche Vorurteile abzubauen, sei Aufklärungsarbeit unter den Dorfbewohnern genauso wichtig wie die Hilfe für die Flüchtlinge, die meist aus fremden Kulturkreisen stammen. „Das sind ganz normale Leute, die in ihrem Heimatland Schlimmes erlebt haben.“ Vor denen brauche niemand Angst zu haben. „Schauen wir uns erst einmal an, wer da überhaupt kommt, bevor wir uns die großen Sorgen machen.“

Kontakt:   christoph_strassburg@web.de,  03 37 03/7 09 26.

Von Frank Pechhold

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