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Teltow-Fläming Das versteckte Neujahrsblasen
Lokales Teltow-Fläming Das versteckte Neujahrsblasen
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00:19 11.01.2018
Lutz Moritz (l.) von der Langenlipsdorfer Jagdhornbläsergruppe „Waldesruh“ beim Neujahrsblasen in Weidmannsruh. Quelle: Peter Degener
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Weidmannsruh

Nur fünf Menschen leben in Weidmannsruh bei Gölsdorf, ganz versteckt im Wald an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Üblicherweise weiß man nur, dass man auf dem richtigen Weg war, wenn man am Gerüst des fast 100 Meter hohen Sendemastes angelangt ist und die drei kleinen Häuser dahinter sieht. Doch einmal im Jahr kann man sich auch als Unkundiger unbeschwert in den tiefen Wald begeben. Dann biegen die Autos zu Dutzenden von der Kreisstraße in den Wald ab, und entlang des Wegs spazieren kleine Besuchergruppen zielsicher nach Weidmannsruh.

Die kleine Schar Einwohner und die Gölsdorfer Feuerwehr rund um Ortsvorsteher Fred Schade luden auch am vergangenen Sonnabend wieder zum traditionellen Neujahrsblasen, das dieses Jahr bereits zum 15. Mal stattfand. Über 150 Menschen, meist Stammgäste, fanden den Weg zum Sendemast und dem kleinen Wohnplatz.

Erinnerung an einen verstorbenen Jagdhornbläser

Zu neunt trat die Langenlipsdorfer Jagdhornbläsergruppe „Waldesruh“ in diesem Jahr an, um mit großen Parforcehörnern und kleinen Fürst-Pless-Hörnern eine ganze Treibjagd mit den dazugehörigen jagdlichen Melodien zu simulieren. „Wir spielen klassische Signale wie das Sammeln der Jäger, ,Sau tot’ und ,Hirsch tot’ oder einige Märsche“, erklärt Chorleiter Lutz Moritz. Doch zu Beginn wurde in diesem Jahr kurz eines Verstorbenen gedacht. Der Moment der Stille galt Eckhard Güthling aus Langenlipsdorf. „Seine Stimme konnte man immer aus der Bläsergruppe heraushören“, sagt Sohn Stefan, der ebenfalls im Ensemble spielt. Sein engagierter Vater war vergangenen Sommer überraschend beim Awo-Treffen in Buckow verstorben.

Mit den ersten Tönen der Bläser wandten die Besucher den Blick aber voraus ins Jahr 2018. Jagdpächter und Waldbesitzer nutzten die Gelegenheit zum ersten Austausch. Die Feuerwehr mühte sich lange damit, einen großen Feuerstoß zu entzünden und freute sich über Spenden, die vor allem einem Zweck in diesem Jahr dienen sollen: Groß steht die Jahreszahl „1888“ auf den Jacken der Kameraden. Der 130. Geburtstag der Wehr wird am 26. Mai in Gölsdorf gefeiert, kündigte Fred Schade, der zugleich Ortswehrführer ist, an.

„Das ist der Höhepunkt unseres Jahres gewesen“, sagt Stefanie Bergholz. Sie gehört zu der Hand voll Einwohner von Weidmannsruh. „Dieser Auftakt des Jahres ist ganz toll, aber wir leben hier natürlich, weil wir die Ruhe im Rest des Jahres genießen. Jetzt verirrt sich vielleicht noch mal zu Himmelfahrt jemand hierher“, sagt sie.

Von Peter Degener

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