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Debatte um Qualität der Kap-Straße

Frankenfelde Debatte um Qualität der Kap-Straße

Viele Frankenfelder schätzen die alte Kap-Straße zwischen Frankenfelde und Frankenhof als Abkürzung und wünschen sich eine bessere Qualität. Doch die Stadt setzt andere Prioritäten.

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Die alte Kap-Straße hat teilweise viele Schlaglöcher.

Quelle: Elinor Wenke

Frankenfelde. Ein Jahre altes Thema beschäftigt noch immer die Frankenfelder. Die ehemalige Kap-Straße zwischen Frankenfelde und Frankenhof ist eine beliebte Abkürzung zur B101, gleicht aber eher einem Flickenteppich. Schlaglöcher werden von der Stadt zwar ausgebessert, nach Ansicht der Nutzer aber nur unzureichend und halbherzig. Ortsbeiratsmitglied Hans Wiemann thematisierte sein Anliegen erneut beim MAZ-Leserfrühstück mit Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD).

Die Kap-Straße ist 1800 Meter lang und wird laut Wiemann täglich von 50 bis 100 Fahrzeugen frequentiert. „Also werden dort jeden Tag 370 Kilometer zurückgelegt, bis zu 3700 Fahrbewegungen werden im Monat gezählt“, sagte Wiemann. Wer die Kap-Straße nutzt, spart in Richtung B101 beziehungsweise Ruhlsdorf einen Umweg von 3,7 Kilometern. „Das schont die Umwelt und senkt den Ausstoß von Kohlendioxid“, ist Wiemann überzeugt. Nach seiner Auffassung haben die Frankenfelder ein berechtigtes Interesse, dass die Straße in einem ordnungsgemäßen Zustand ist.

Im Bürgerhaushalt 2012 auf Platz 1

Bei der Abstimmung zum Bürgerhaushalt im Jahr 2012 hatten die Frankenfelder alle verblüfft; mit 1661 Stimmen für eine Sanierung der Kap-Straße landete ihr Vorschlag deutlich auf Platz 1. Die Stadtverordneten beschlossen daraufhin, 1700 Euro für die Sanierung der Fahrbahn bereitzustellen und in den folgenden Jahren je nach Bedarf neu zu entscheiden und die Fahrbahn auszubessern.

Doch laut Wiemann erfolgt dies nicht im notwendigen Umfang. „Die großen Löcher werden zugeschmiert, die kleinen nicht, die dann auch wieder groß werden“, sagte er, „es müsste mal eine zusammenhängende Fläche repariert werden.“ Für Wiemann ist es ein Unding, dass Einwohner aus dem benachbarten Gottsdorf erst nach Luckenwalde fahren müssen, wenn sie in die Gemeindeverwaltung nach Ruhlsdorf wollen.

„Feldweg“ hat keine Priorität

Doch Herzog-von der Heide hält dagegen: „Wir haben ein qualifiziertes Straßennetz in der Stadt, man kommt auf der L73 gut von Luckenwalde nach Frankenfelde“, sagte sie. Ein ehemaliger „Feldweg“ könne keine Priorität haben. Laut Wiemann würden auch Radfahrer die Abkürzung nutzen, wenn die Fahrbahn besser wäre.

Doch die Bürgermeisterin will keinen faulen Kompromiss: „Wir müssten mehr als 100 000 Euro aufwenden, um die Straße ordentlich zu sanieren, das würde auf wenige Anlieger umgelegt werden“, sagte sie. „Wir dürfen aber auch nicht flächendeckend die Fahrbahn herrichten, sodass es am Ende eine versteckte Sanierung ist“, so Herzog-von der Heide. Zumindest sollen die Schlaglöcher aber ausgebessert werden.

Von Elinor Wenke

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