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Teltow-Fläming Sonntags einkaufen in Ludwigsfelde? Vielleicht
Lokales Teltow-Fläming Sonntags einkaufen in Ludwigsfelde? Vielleicht
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21:53 25.03.2018
Die Neue Mitte von Ludwigsfelde soll belebt werden – aber mit wie vielen verkaufsoffenen Sonntagen? Darüber sind sich Gewerbetreibende und Stadtverordnete uneins. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Sollen Ludwigsfelder Geschäfte in diesem Jahr an drei oder sechs Sonn- und Feiertagen öffnen dürfen? Eine Entscheidung darüber trafen die Stadtverordneten am Dienstag nicht. Sie stritten wie inzwischen fast jährlich darüber. Letztlich beschlossen sie: Es wird vertagt. Und zwar auf März. Dann hat am 20. Februar ein internes Expertengespräch stattgefunden und alle sind für die Ausschuss-Beratungen gewappnet. Der erste verkaufsoffene Sonntag 2018 ist für den Frühlingsanfang am 25. März geplant.

Sonntags machen Online-Händler den größten Umsatz

In den Ausschüssen war das Thema bereits heiß diskutiert worden, zudem hatte sich der Gewerbeverein der Stadt mit Vertretern der kommunalen Wirtschaftsförderung und des Sachgebiets Kultur getroffen. Danach wurden die nach brandenburgischem Ladenöffnungsgesetz möglichen Sonntags-Öffnungszeiten zwischen 13 und 20 Uhr auf 13 bis 18 Uhr gekürzt. Nun auch noch die mögliche Zahl der Öffnungstage zu halbieren, stößt im Gewerbeverein auf Widerstand. Den formulierte Vorstandsmitglied Hans Hermann Specht, Chef des örtlichen Edeka. Er bekam Rederecht vor den Stadtverordneten und erklärte, die Neue Mitte von Ludwigsfelde sollte belebt werden, das brauche Zeit. Sie stehe in Konkurrenz zu anderen Orten, zum Beispiel Berlin. „Wichtig ist uns deshalb, die Kaufkraft in Ludwigsfelde nicht nach Berlin oder Potsdam abfließen zu lassen. Außerdem ist der Sonntag der umsatzstärkste Tag für Online-Händler. Die machen uns das Leben ganz sicher noch schwer“, so Specht. Für ihn stehe die Frage: Was ist zu tun, um die Neue Mitte künftig mit mehr als drei offenen Sonntagen zu bespielen?

Bettina Lugk (SPD), Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, sprach von sozialer Verantwortung und Familienfreundlichkeit der Stadt. Die Kaufkraft für Waren des täglichen Bedarfs fließe nicht aus Ludwigsfelde ab, erklärte sie und kritisierte den ursprünglich geplanten 4.Advent (23. Dezember) als verkaufsoffenen Sonntag. Ihr Parteikollege und Schornsteinfegermeister Steffen Hölscher dagegen fragte, warum Gewerbetreibenden Knüppel zwischen die Beine geworfen werden sollten: „Ich kenne so viele sehr junge Leute  – die gehen Sonntagabend einkaufen, das ist eine andere Generation.“

Gewerbetreibende und Stadtverordnete in Ludwigsfelde sind sich uneins über die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr Quelle: Jutta Abromeit

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) gab zu, die Handhabung der offenen Sonntage sei bisher nicht optimal gelaufen, deshalb gebe es das Expertengespräch im Februar; dort gehe es um ein Einzelhandelskonzept für die Stadt. Und er sagte, der Disput über das bisher ungeklärte Thema müsse jetzt einfach ausgehalten werden. Für den Vereinte-Fraktionschef Hans-Erwin Baltrusch muss die Sonntagsöffnung an städtische Ereignisse geknüpft sein, er habe da „ein Füllhorn an Ideen“.

Linken-Fraktionschef Peter Dunkel hakte mehrfach nach: Gehe es um Edeka Specht oder alle Einzelhändler; sind Geschäfte an solchen offenen Sonntagen stark frequentiert oder leer? Spechts Argumente ließen ihn trotz langer Ausschussdiskussion noch einmal nachdenken. Letztlich war es sein Antrag, woraufhin die Entscheidung vertagt wurde. Und Dunkel erklärte: „Wir haben uns dieses Zentrum geleistet und es bauen lassen. Deshalb sollten wir es jetzt auch beleben, dazu gehören die offenen Sonntage.“

Von Jutta Abromeit

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