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Teltow-Fläming Debatte zum Schulentwicklungsplan
Lokales Teltow-Fläming Debatte zum Schulentwicklungsplan
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21:51 26.03.2018
Die Otfried-Preußler-Schule in Großbeeren. Quelle: Krischan Orth
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Großbeeren

Der Landkreis Teltow-Fläming schreibt derzeit die Schulentwicklungspläne fort und hört die Kommunen hierzu an. Vor dem Hintergrund steigender Schülerzahlen diskutierte der Großbeerener Bildungsausschuss nunmehr die Zukunft der örtlichen Schule. Auch Überlegungen, ob künftig das Abitur in Großbeeren abgelegt werden könnte, spielten eine Rolle.

Denn schon jetzt ist klar, dass die kommenden ersten Klassen der nächsten drei Jahrgänge mindestens vierzügig eingerichtet werden müssen. Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) präsentierte auf der Sitzung entsprechende Zahlen. Die künftigen drei Jahrgänge der Zuzugsgemeinde sind weiterhin sehr stark. 80 bis 90 potenzielle Erstklässler könnten im nächsten Jahr eingeschult werden. Für die beiden darauffolgenden Jahre zeichnet Ahlgrimm ein ähnliches Bild. Es werden zwar nicht alle Kinder auch im Ort eingeschult. Die Zahlen gehen laut Ahlgrimm aber nach oben.

Weniger Fachräume

Die steigende Schülerzahl bringt die örtliche Schule in Bedrängnis. Die Abgängerklassen des sechsten Jahrgangs sind derzeit dreizügig. Auf Anfrage teilte Schulleiter Boris Petersen mit, dass schätzungsweise 50 Prozent der abgehenden Schüler auf das Gymnasium wechseln. Weitere 25 Prozent gingen auf die Gesamtschule. Neue Schüler für die Oberschule kommen vorwiegend aus Blankenfelde- Mahlow und Ludwigsfelde.

Im nächsten Jahr werden also weniger Räume frei für die neuen Klassen. Fachräume müssten deshalb aufgegeben werden, um die neuen Grundschüler unterzubringen, so Ahlgrimm. „Wir kommen mittelfristig um einen zweiten Schulstandort nicht herum“, sagte er. Die Kosten schätzt er auf über 10 Millionen Euro für ein solches Projekt. Ahlgrimm brachte eine weitere Lösung ins Spiel: die Schaffung eines interkommunalen Schulzweckverbandes zwischen Großbeeren, Ludwigsfelde und Blankenfelde- Mahlow. Ziel: die Schaffung einer gymnasialen Oberstufe in Großbeeren. Ahlgrimm fordert eine Grundsatzentscheidung der Parteien hierzu.

Oberstufe soll Abgänge verhindern

CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Steinhausen sieht eine Gefährdung der Oberschule durch den starken Abgang und plädiert für eine Oberstufe, damit die Schüler nicht in andere Landkreise abwandern. Teja Grzeskowiak, Fraktionsvorsitzer der FDP, sieht ebenso dringenden Handlungsbedarf und befürwortet eine gymnasiale Oberstufe in Großbeeren. Petra Brückner, Fraktionsvorsitzende der SPD gibt zu Bedenken, dass bei der Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe der Haushalt massiv und längerfristig mit den Kosten gebunden sein würde.

Ahlgrimm will dem Landkreis die drohende Überfüllung der gemeindlichen Schule darlegen und den damit verbundenen Handlungsbedarf. Bezüglich der Schaffung einer gymnasialen Oberstufe und der Gründung eines Schulzweckverbandes mit den benachbarten Kommunen sieht er vor, einen Grundsatzbeschluss den Gemeindevertretern zur Abstimmung vorzulegen. Ein solcher Beschluss würde gegenüber dem Landkreis die Position der Gemeinde stärken, so der Bürgermeister.

Von Krischan Orth

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