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Teltow-Fläming Delegation aus Baden in Zossener Kirche
Lokales Teltow-Fläming Delegation aus Baden in Zossener Kirche
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07:00 14.03.2016
Johannes Fromke erläutert den Gästen im Vortrag die Dekontamination des Kirchenschiffs. Quelle: Andrea von Fournier
Zossen

Dass die Feststellung des Giftes DDT in der Zossener Dreifaltigkeitskirche auch eine gute Seite hatte, erläuterte Kirchenoberbaurat Matthias Hoffmann-Tauschwitz am Sonnabend bei einer Erkundungsfahrt durch den Kirchenkreis Zossen-Fläming. Der DDT-Fund beschleunigte die Sanierungsplanungen.

Zu der Erkundungsfahrt hatten sich Vertreter der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Kirchenparlamentarier der Evangelischen Kirche in Baden als Partnerlandeskirche sowie Vertreter der Kirchengemeinde Zossen und des Kirchenkreises Zossen-Fläming in Zossen eingefunden. In älteren Gebäuden kann man häufig Holzschutzmittel nachweisen, deren Verwendung in Westdeutschland bis 1972, in den neuen Bundesländern bis 1992 erlaubt war und die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. „Erst nach 2000 reifte bei uns die Erkenntnis, dass auch in unseren Kirchen erst die Spitze des Eisbergs dieser Kontamination entdeckt und angefasst wurde“, so Matthias Hoffmann-Tauschwitz. Er beglückwünschte die Zossener dazu, die Entgiftung ihrer Kirche so zügig nach der Feststellung betrieben zu haben.

Das konnte die Stadtgemeinde mit 2400 Mitgliedern nur mit Hilfe starker Partner. Superintendentin Katharina Furian und Kirchenältester Wolfgang Graebert bedankten sich bei den Vertretern der Badenschen Landeskirche, die mit 200 000 Euro die Dekontamination unterstützten. „Ohne die Hilfe hätten die Arbeiten nie so rasch beginnen können“, sagte Tina Kapp, die die Arbeiten seitens des Kirchlichen Bauamts begleitete. Die große Unterstützung der Stadt Zossen sprach Katharina Furian an. Nathalie Müller, Finanzausschussmitglied der Badenschen Landessynode, interessierte, ob es auch private Spendenbereitschaft für die Kirche gab. Wolfgang Graebert konnte sie genau beziffern.

Die Gäste aus Süddeutschland verwunderte die kleine evangelische Gemeinde Zossen, der nur etwa zwölf Prozent der Einwohner angehören. Doch dort engagieren sich auch Nichtkirchenmitglieder dafür, dass Kirchenglocken läuten und das Haus in Schuss ist.

Besonders spannend war für die Anwesenden der Vortrag von Johannes Fromke, der den Bauausschuss der Zossener Kirchengemeinde leitet. Er erläuterte die Dekontaminationsarbeiten im Kirchenschiff. Dass im Zuge der Arbeiten Schäden wie faulige Balkenköpfe oder Schäden durch die Glockenlagerung zutage treten, sei normal, sagte Dorothee Michel-Steinmann von der Landessynode Baden. Letzteres wird zurzeit bei der Turmsanierung behoben. Dieser Bauabschnitt ist besser vorbereitet als der erste, ein großer Teil der Kosten wird über den Staatskirchenvertrag mit Landesmitteln gedeckt. So konnten sich die Gäste davon überzeugen, dass das in der Zossener Kirche investierte Geld sinnvoll verausgabt wurde. Im Anschluss an den Termin in Zossen begab sich die Gruppe auf eine ganztägige Fahrt zu weiteren sanierten Gotteshäusern im Kirchenkreis.

Von Andrea von Fournier

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