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Demokratiestunde mit dem Bürgermeister

Ortwin Baier besucht Schülerparlament Demokratiestunde mit dem Bürgermeister

In der evangelischen Grundschule in Mahlow lernen Kinder früh, wie man mit demokratischen Mitteln für seine Interessen kämpft. Bürgermeister Ortwin Baier stattete dem Kinderparlament am Mittwoch einen Besuch ab und musste viele Fragen beantworten – auch zu aktuellen politischen Problemen, die direkt vor der Tür lagen.

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Ortwin Baier beantwortete die Fragen der Kinder.

Quelle: Zielke

Mahlow. Klassensprecher gibt es an jeder Schule. Ein eigenes Parlament haben nur die wenigsten. An der evangelischen Grundschule in Mahlow gibt es ein eigenes Kinderparlament, in dem Vertreter aller Klassen einmal in der Woche zu den wichtigsten Themen beraten und entscheiden.

Am Mittwoch hatten die Jung-Parlamentarier einen echten Politiker zu Gast: Ortwin Baier (parteilos), Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow, erzählte, wie Politik auf kommunaler Ebene funktionierte. „Ein Bürgermeister alleine kann wenig erreichen. Er braucht Mitstreiter“, sagte Baier. Natürlich wollten die Kinder wissen, warum und wie er Bürgermeister geworden sei. Baier antwortete, er sei 2003 angetreten, weil er „Menschen helfen, die Gemeinde gestalten und die Interessen der Bürger vertreten“ wollte. Mit ihren vielen gut ausgestatteten Schulen und Kindergärten könne sich die Gemeinde sehen lassen, lautete sein Fazit. In einer repräsentativen Demokratie müsse man auch Entscheidungen fällen, die nicht allen gefallen. Manchmal stehe er als Bürgermeister vor der Frage, „warum ich mir das alles antue“. „60 bis 80 Arbeitsstunden in der Woche sind normal“, erzählte Baier den staunenden Kindern. Da bleibe kaum Zeit für seine Hobbys wie Lesen, Kampfsport oder die Mitgliedschaft im Schützenverein.

Der Konflikt zwischen Schule und Anwohnern um die Verkehrssituation spielte auch eine Rolle. „Was ist mit Nachbarn, die unsere Schule nicht wollen?“, fragte ein Mädchen. „In einer Demokratie“, antwortete der Bürgermeister, „dauert es manchmal, eine Lösung für ein Problem zu finden. Auch Erwachsene halten sich nicht immer an Spielregeln.“ Das geplante Verkehrskonzept sei ein Kompromiss – und Kompromisse gehörten nun einmal zur Demokratie.

Von Christian Zielke

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