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Teltow-Fläming Demontage-Schauspiel faszinierte
Lokales Teltow-Fläming Demontage-Schauspiel faszinierte
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17:57 24.03.2013
GENSHAGEN

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Für den Polier Frank Wegner, leitender Ingenieur beim Unternehmen Tiefgleis- und Ingenieurbau Rostock, war es die erste Brücke, die er unter seiner Regie „fallen“ sah. Beteiligt waren außerdem die Abrissfirma Abbruch Büchert und die Kranfirma Lange aus Grimmen. In jeder Schicht arbeiteten rund zehn Mann, nachts etwas weniger. Die schweren Betonbalken, die den Zuggästen einst als Gehweg dienten, hatten die Bauarbeiter bereits aus der Brücke geholt. Übrig war am Sonnabend frühmorgens nur noch das Stahlskelett, ein Koloss, der immerhin rund 40 Tonnen wog. Bevor er an den Haken genommen werden konnte, musste die Brücke mit Brennern in zwei Teile zerschnitten werden.

Der zuletzt sehr heruntergekommene Bahnhof Genshagener Heide war sicher keine Schönheit. Dennoch war der Abriss der alten Fußgängerbrücke für viele Anwohner und Neugierige ein historisches Ereignis, ein letzter Schlusspunkt hinter einer ohnehin längst abgeschlossenen Ära. Der zu DDR-Zeiten hochfrequentierte Bahnhof am Berliner Außenring hatte nach dem Mauerfall immer mehr an Bedeutung verloren. Im Dezember 2012 schließlich wurde er zu Gunsten des neuen Bahnhofs Struveshof als Personenverkehrshalt außer Dienst gestellt.

Ein Ludwigsfelder Mercedes-Mitarbeiter war schon früh auf den Beinen, obwohl er am Vortag noch Spätschicht hatte. Er war extra zeitig aufgestanden, um den Abriss mitzuerleben. „Auch wenn mein Biorhythmus so komplett aus den Fugen gerät – dieses Spektakel kann man sich doch nicht entgehen lassen“, erklärte er. Auch René Gutherr aus Ruhlsdorf postierte sich mit Digital- und Analog-Kamera, um den Abriss der „Gänseheide“ (wie der Volksmund den Bahnhof nennt) festzuhalten. Er erinnert sich noch genau an den Trubel, der einst dort herrschte, das Gehetze über die Brücke, um den Bus noch zu erwischen.

Das Schauspiel der Zerstörung zog sich zwar hin, hatte aber am Rande der Baustelle dennoch einiges für Augen zu bieten, die zusehen wollen, wo rohe Kräfte sinnvoll walten, zum Beispiel, wenn Gleislampen unter den Abrissbaggern wie Streichhölzer zusammenknickten oder der Beton des Stellwerkshäuschens unter gewaltigem Gedonner zerbröselte wie Butterkeks.

Nach vier Stunden Warten war es schließlich soweit: Der Brückenkoloss entschwebte, um neben den Gleisen weiter in Kleinteile zerlegt zu werden.

Noch 14 Tage – so sieht es der Plan vor – wird es etwa dauern, bis die letzte Ladung aus Schutt und Schrott abtransportiert sein wird. Dann wird es so aussehen, als hätte es diesen Haltepunkt nie gegeben. (Von Andrea Beck)

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