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Teltow-Fläming Den Frühling begrüßt
Lokales Teltow-Fläming Den Frühling begrüßt
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00:18 17.03.2016
Zur Masleniza wird gesungen, gespielt und viel getanzt. Quelle: Foto: Barnack
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Niedergörsdorf

„Oh wie schön, wenn die Blumen wieder blühen“, singen die Frauen des Raduga-Chors einmal im Jahr. Denn während der Masleniza, zu deutsch „Butterwoche“, begrüßt man in Russland den Frühling. Bis Sonntag dauerte sie in diesem Jahr offiziell. Am Samstag wurde auch in der Gemeinde Niedergörsdorf das russische Frühlingsfest gefeiert.

2012 stellten die zugezogenen Frauen aus Altes Lager zum ersten Mal den Brauch aus ihrer Heimat vor. Inzwischen ist er fester Programmpunkt im Jahresplan des Kulturzentrums „Das Haus“. „Masleniza ist eine schöne Zeit. Da wird gegessen, gespielt und alle sind fröhlich“, sagt auch Geschäftsführerin Andrea Schütze.

„Wir wollten mal etwas anderes machen und unsere eigene Kultur zeigen“, sagt die Vereinsvorsitzende Irina Schneider. Und dazu gehören vor allem viele fröhliche Lieder. Neben dem Schneewalzer trugen die 14 aktiven Mitglieder des Chors auch russisches Liedgut vor.

Um den Abschied vom Winter zu feiern, kommen seit vier Jahren immer rund 100 Gäste in „Das Haus“ nach Altes Lager. 2015 saßen sogar fast 180 Menschen im Saal. Viele von ihnen freuen sich bei der Präsentation der „Schlemmer-Woche“ vor allem auf den Mittwoch. „Denn das ist der Leckermäulchen-Tag, da werden Blinis verteilt“, sagt Irina Schneider.

Die Zwischenmahlzeit beim Programm ist eine Art russischer Pfannkuchen und ähnelt den deutschen Eierplinsen. „Dafür sind einige von uns heute schon vor sechs Uhr aufgestanden und haben gebacken“, sagt Irina Schneider. Gemacht werden die Blinis dem Namen der Schlemmer- und Feierwoche entsprechend aus viel Butter.

Doch nicht alles ist während der Masleniza erlaubt. Fleisch ist beispielsweise verboten. Fröhlich bleibt man in Russland aber trotzdem – nicht nur wegen der Tänze und Spiele. Denn die sogenannte Butterwoche ist die letzte vor der Fastenzeit bis Ostern, in der noch einmal richtig zugelangt werden darf. „Man dachte in Russland aber auch, dass man mit den Blinis ein Stück von der Sonne und ihrer Wärme isst“, so Irina Schneider.

Von Victoria Barnack

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