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„Den Sinn des Lebens kann man nicht googeln“

Blankenfelde „Den Sinn des Lebens kann man nicht googeln“

Eien Woche lang haben sich Gymnasiasten in Blankenfelde mit Religionsphilosophie und gleichzeitig mit Berufsvorbereitung beschäftigt. Die Frage, was man später einmal machen will, stand im Mittelpunkt dieser Woche.

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Dhiray Roy (3.v.l.) zeigte ein indisches Hochzeitsgewand.

Quelle: Foto: c. Zielke

Blankenfelde. „Worin liegt der Sinn des Lebens?“ und „Was möchte ich später einmal machen?“ – Diesen wichtigen Zukunftsfragen mussten sich die Schüler des Blankenfelder Kopernikus-Gymnasiums am Montag stellen. Dort findet derzeit eine religionsphilosophische Woche und eine Berufsvorbereitung statt.

Vertreter von Religionen stellten sich vor

„Den Sinn des Lebens kann man nicht googeln“, sagt Angelika Schwarzer, Lehrerin für Politik und Geschichte. Religionen seien ein wichtiger Aspekt und die Auseinandersetzung mit ihnen rege zum Denken an. Vertreter verschiedener Religionen stellten vor, was es heißt, an Gott zu glauben und nach seinen Geboten zu leben. Von Dhiray Roy erfuhren die Schüler, dass der aus Dessau stammende Friedrich Max Müller in Indien wie ein Heiliger verehrt wird, weil er die religiösen Schriften der Hindus übersetzt hat. Zwei Vertreter der Bahai berichteten davon, dass sie das Leben im Diesseits wie im Jenseits als kontinuierliche mystische Reise zum allmächtigen Gott betrachten. Itai Böing versuchte zu erklären, dass die Nächstenliebe ein Element im Judentum ist und warum die Juden so strenge Regeln in der Küche haben.

Die Woche gibt es seit 2007

Seit 2007 organisiert Karsten Weyer, der am Gymnasium Religion unterrichtet, die Begegnung mit den verschiedenen Glaubensrichtungen. „Es gibt eine religiöse Neugier. Die Schüler sollen über existenzielle Fragen nachdenken, aber auch lernen, dass die Extremisten nicht repräsentativ sind für eine Religion.“ Seit Jahren beobachtet Christina Wüstenfeld vom Amt für kirchliche Dienste ein verstärktes Interessen an Religion bei Jugendlichen, obwohl nur wenige gläubig und viele anfangs skeptisch sind. „Hinterher sagen fast alle, dass es viel interessanter war, als gedacht“, sagt sie. Weniger um philosophische, sondern eher um inhaltliche Fragen ging es bei der Berufsvorbereitung. Vertreter großer Arbeitgeber wie Rolls Royce, MTU, IBM, Daimler, Gasag, AOK, Polizei und Bundeswehr brachten den Schülern bei, worauf es bei einer Bewerbung ankommt. Dazu mussten sie einen Einstellungstest und ein Bewerbungsgespräch absolvieren. „Wir achten darauf, ob jemand flüssig spricht, wie er oder sie sich ausdrückt und Blickkontakt hält“, sagt Elke Sademann, die Eigentümerin der Edeka-Filiale in Blankenfelde. Schulleiterin Berit Bemowski sieht darin einen wichtigen Perspektivwechsel. „Es macht einen Unterschied, ob wir Lehrer den Schülern sagen, worauf es ankommt, oder ob Leute aus Unternehmen das machen“, sagt sie.

Besuch in Kirchen, Synagoge und Moschee

In den kommenden Tagen werden die Schüler religiöse Stätten in Berlin besuchen, darunter eine Moschee, eine Synagoge und mehrere Kirchen. Sie werden mit einer Sterbebegleiterin, einem Notarzt und einer Hebamme über den Sinn des Lebens sprechen.

Von Christian Zielke

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