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Teltow-Fläming Denkmale - verschollen und vergessen? Nein!
Lokales Teltow-Fläming Denkmale - verschollen und vergessen? Nein!
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07:00 01.02.2016
Die Ausstellungs-Autoren Gerhard und Evamaria Engel, Siegrid Sohr, die Vorsitzende des Blankenfelder Kulturvereins, und
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Blankenfelde

 Teltow-Fläming als Schauplatz europäischer Geschichte: Die Ausstellung „1813-1913-2013“, die an das 200-jährige Jubiläum der Schlachten von Großbeeren und Dennewitz erinnert, wurde in der Blankenfelder „Alten Aula“ eröffnet. Einwohner des örtlichen Übergangswohnheims waren die musikalischen Gäste.

„Schwerpunkt ist die Erinnerungskultur“, sagt einer der Autoren, Gerhard Engel. 1813 versuchte das napoleonische Heer, das zu einem großen Teil aus sächsischen Verbänden bestand, Berlin zu besetzen, wie schon 1806. Bereits im Frühsommer 1813 war die Armee Napoleons aus Moskau zurückgekehrt. Die Schlachten bei Großbeeren und Dennewitz führten zur Leipziger Völkerschlacht, bei der Napoleon schließlich endgültig aus dem Gebiet der Rheinbundstaaten verdrängt wurde.

„Es kommt aber nicht auf die Militärhistorie an“, so Engel. Gemeinsam mit seiner Frau hat er eineinhalb Jahre lang den Landkreis bereist und alte Denkmäler gesucht. Jedem der zehn Vorhut-und Nachhutgefechte sowie den beiden großen Begegnungen in Großbeeren und Dennewitz wurde ein Denkmal gesetzt.

Bei seiner Recherche von 2012 versuchte das Historikerpaar, alle Denkmäler ausfindig zu machen. Der Landwehrstein von Sernow bleibt aber verschollen. Die übrigen Denkmäler sind fotografisch auf Tafeln für die Ausstellung aufbereitet worden. Darunter befinden sich auch Zeitzeugenberichte. „Wir wollten damit auf das Leiden der Zivilbevölkerung hinweisen“, kommentiert Engel.

Manche Denkmäler sind durch die Recherche erst wieder in den Blickpunkt der Städte und Gemeinden geraten, wie etwa das Denkmal der Kerzendorfer Schanze. Von ihm existiert heute nur das abgebrochene Fundament. Während ihrer Suche konnte aber der obere Teil des zugehörigen Kreuzes dem Denkmal zugeordnet werden, das vergraben auf dem Gelände lag. Das Teilkreuz wurde dem Heimatverein in Ludwigsfelde übergeben.

Die Tafeln in der „Alten Aula“ dokumentieren besonders den gesellschaftlichen Umgang mit den Schlachten. Während in den Folgejahren aus Zeitzeugenberichten das Elend des Krieges und die Hoffnung auf Frieden dokumentiert ist, wird für 1913 ein Richtungswechsel bemerkbar. „Es handelte sich um einen Verteidigungskrieg“, sagt Engel. Zur Kaiserzeit sei er aber zur Mobilmachung instrumentalisiert worden. Wer etwa pazifistisch gewesen sei, konnte als Vaterlandsverräter diffamiert werden.

Die Wanderausstellung ist noch bis zum 5. Mai in der Blankenfelder „Alten Aula“ zu sehen. Die Öffnungszeiten sind dienstags zwischen 9 und 12 Uhr sowie vor den Veranstaltungen des Kulturvereins. Bei einer Anmeldung ist es für Schulklassen möglich, eine Führung durch die Ausstellung zu bekommen.

Von Krischan Orth

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