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Denkmalpflegepreise für acht Projekte

Blankensee Denkmalpflegepreise für acht Projekte

Der Landkreis Teltow-Fläming hat seinen Denkmalpflegepreis an acht Projekte vergeben. Aus Anlass des Tages des offenen Denkmals wurden bei einem Fest in der Alten Gutsschmiede in Blankensee Vereine, Hausbesitzer und einen Hobbyarchäologe geehrt.

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Die Geehrten bei der Preisverleihung mit dem Denkmalpflegepreis TF.

Quelle: Hartmut F. Reck

Blankensee. Es ist zwei Jahre her, dass die Alte Gutsschmiede den Denkmalpflegepreis des Landkreises Teltow-Fläming erhielt. Besser gesagt war es der „Förderverein Alte Gutsschmiede Blankensee“, der den Preis dafür erhielt, dass seine Mitglieder dafür gesorgt hatten, das alte Kleinod wieder in Schuss zu bringen und es zu einer funktionierenden Schmiede auszubauen, in der gezeigt wird, wie vor vielen Jahren noch gearbeitet wurde.

Am Freitagabend verlieh an dieser Stelle der Landkreis Teltow-Fläming den alle zwei Jahre ausgelobten Denkmalpflegepreis. In diesem Jahr wurden gleich acht Preisträger erkoren, „eine geradezu inflationäre Zahl“, sagte Amtsleiter Norbert Jurtzik, aber alle hätten ihn verdient.

Vizelandrätin: Denkmalschutz ist nicht nur eine Last

Vizelandrätin Kirsten Gurske (Linke) dankte den Preisträgern und sagte: „Sie zeigen, dass Denkmalschutz nicht nur eine Last, sondern auch der Mühe wert sein kann – eine Aufgabe, der man sich gern stellt, ein Projekt, dem man sich widmet, ein Schritt indie Vergangenheit mit Blick in die Zukunft.“

Acht Preisträger

Folgende Personen und Vereine erhielten den Denkmalpflegepreis 2016 in Teltow-Fläming:

Der Förderverein der Verkehrsversuchsanlage Horstwalde für das besondere Engagement für die langjährige denkmalgerechte Nutzung und Erhaltung des Denkmals. Das führt so weit, dass die Anlage noch heute in ihrem ursprünglichen Sinn genutzt wird.

Melanie Semmer für die Sanierung des Wohnhauses Am See 30 in Klausdorf (Am Mellensee).

Der Dorfgemeinschaftsverein Paplitz für das ehrenamtliche Engagement bei der Erhaltung und Nutzung des Gutsarbeiterhauses Kemlitzer Straße 2 im Baruther Ortsteil Paplitz.

Jens Schandert für die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses Markt 7/8 in Jüterbog.

Die Kirchengemeinde Blankenfelde/Jühnsdorf für die Sanierung des Turmes der Dorfkirche.

Barbara und Wolfgang Rupilius für die Sanierung der Gutsanlage Schloss Stülpe mit Herrenhaus, Hofgebäuden und Gutspark.

Katharina Schicke und Georg Goes für die Sanierung des Bahnhofs Klasdorf.

Oliver Hobitz konnte als einziger Preisträger seine Auszeichnung nicht entgegennehmen. Er hat auch kein Gebäude saniert, sondern als ehrenamtlicher Beauftragter für Bodendenkmalpflege seit zehn Jahren in der Region nach Zeugen der Vergangenheit gesucht. Dabei fand er eine seltene Gewandspange aus der Zeit der Völkerwanderung, Münzen aus der römischen Kaiserzeit, Geldstücke aus dem 17. Jahrhundert und vieles mehr, wie Kreisarchäologe Stefan Pratsch in seiner Laudatio aufzählte.

Vorbildliche Sanierung gelobt

Alle Preisträger, so hoben die Laudatoren hervor, hätten sich um die vorbildliche und denkmalgerechte Sanierung ihrer Objekte verdient gemacht. Dabei bewiesen sie außerordentliches Engagement nicht nur im Baugeschehen, sondern auch in der Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde.

Von Hartmut F. Reck

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