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Teltow-Fläming Denkmalschutz im Doppelpack
Lokales Teltow-Fläming Denkmalschutz im Doppelpack
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12:55 26.02.2018
Klaus Urban vom Förderverein Horstewalde referierte beim Denkmalforum und Archäologentag Teltow-Fläming über 80 Jahre genormte Geländefahrzeug-Erprobung. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Die einen sorgen dafür, dass Bestehendes stehen bleibt und somit vor dem Verfall gerettet wird, die anderen holen Verfallenes und Verschüttetes wieder ans Tageslicht. Die Rede ist von Denkmalschützern und Archäologen. Die einen arbeiten in der Denkmalschutzbehörde der Kreisverwaltung Teltow-Fläming, die anderen direkt am Objekt.

Denn den eigentlichen Denkmalschutz, also handwerklich, planerisch und finanziell, leisten die Eigentümer der Denkmale, die beim Denkmalforum am Sonntag im Kreishaus zu Wort kommen sollten.

Oft getrübtes Verhältnis

Das Verhältnis zwischen Denkmalbesitzern und den Behördenvertretern ist oft getrübt, weil deren Forderungen oft mit finanziellem Mehraufwand verbunden sind und selten den eigenen Geschmack treffen. „Während eine gelungene Sanierung in den Medien gefeiert wird“, sagte die Kreis-Beigeordnete Dietlind Biesterfeld (SPD), „trifft die zuständigen Behörden nicht selten Kritik und Unverständnis, wenn sie die Einhaltung der Denkmalschutzvorgaben verfolgen.“

Die zuständige Kreis-Beigeordnete Dietlind Biesterfeld (SPD) begrüßte die Teilnehmer. Quelle: Hartmut F. Reck

Um genau diese Zwiespältigkeit aufzugreifen, habe der Kreis das Denkmalforum ins Leben gerufen, so Biesterfeld, das am Sonntag zum dritten Mal im Kreistagssaal stattfand. Gekommen waren Eigentümer beziehungsweise Betreiber von Denkmalen, die über ihre Projekte berichteten, sowie interessierte Bürger. Kommunalpolitiker dagegen, die oft und gern auf den Denkmalschutz schimpfen, weil das immer gut ankommt, waren nicht zu orten.

Beispielhafte Projekte

Vorgestellt wurden beispielhafte Projekte, bei denen aber deutlich wurde, wie eng und partnerschaftlich Denkmalbesitzer und Denkmalschützer zusammenarbeiten können und sich dabei gegenseitig befruchten und unterstützen. Dabei ging es um 80 Jahre Geländefahrzeug-Erprobung in Horstwalde, das Haus am Mellensee, den Bahnhof Klasdorf, ein Kasernengebäude in Jüterbog II und das Haus Ludomer in Rangsdorf.

Rita Mohr de Pérez ist Sachgebietsleiterin Denkmalschutz in der Kreisverwaltung Teltow-Fläming und stellte das neue Buch „Denkmale zwischen Teltow und Fläming“ vor. Quelle: Hartmut F. Reck

Mit diesem Denkmalforum läutete die Denkmalschutzbehörde ihre Beiträge zum europäischen Kulturerbejahr 2018 ein. Dazu gehören noch Ausstellungen und die Verleihung des nächsten Denkmalpflegepreises. Rechtzeitig zum Denkmalforum ist auch ein neues Buch der Behörde erschienen mit dem Titel „Denkmale zwischen Teltow und Fläming“, das Sachgebietsleiterin Rita Mohr de Pérez am Sonntag vorstellte. Es enthält viele Texte und ergänzende Fotos zu den Denkmalen, die bisher in den Denkmalkalendern des Kreises erschienen sind, und kostet 9,50 Euro.

Archäologen referieren über ihre Funde

Nach der Mittagspause ging es mit dem inzwischen 21. Kreis-Archäologentag weiter, der erstmals gemeinsam mit dem Denkmalforum durchgeführt wurde. Hier berichteten professionelle Archäologen über ihre Ausgrabungen im vergangenen Jahr wie den bronzezeitlichen Keramikbrennofen von Groß Kienitz, Münzen unter der Kirchenkanzel in Waltersdorf sowie die Funde bei der Sanierung des Boulevards in Luckenwalde und beim Ausbau der B 102 in Jüterbog.

Von Hartmut F. Reck

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