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Teltow-Fläming Amateurfunk-WM im Fläming
Lokales Teltow-Fläming Amateurfunk-WM im Fläming
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05:37 07.07.2018
Funkamateur Wolfgang Tretschock in seinem Haus in Dennewitz. Quelle: Fotos: Isabelle Richter
Dennewitz

Nach dem schmerzhaften Aus bei der Fußballweltmeisterschaft ist die Hoffnung auf einen deutschen WM-Titel erst einmal verflogen. Doch schon in den nächsten Tagen könnte sich das ändern. Denn die deutschen Funkamateure bereiten sich derzeit auf die bevorstehende Amateurfunk-Weltmeisterschaft in ihrer Heimat vor.

Vom 12. bis zum 16. Juli findet der Wettkampf in Teilen der Stadt Jüterbog und der Gemeinde Niedergörsdorf, sowie im benachbarten Bundesland Sachsen-Anhalt statt. Bei der letzten WM vor vier Jahren in Boston (USA) holte ein deutsches Team die Bronzemedaille.

Gleiche Bedingungen für alle

Neben etwa 60 Zweierteams aus der ganzen Welt reisen zur WM in Deutschland auch wieder drei deutsche Mannschaften an und hoffen auf ihren Heimvorteil. Die Voraussetzungen für einen fairen Wettkampf sind jedenfalls gegeben. „Es ist in der Gegend relativ flach und es gibt keine großen Berge. Das ist wichtig, damit die Teilnehmer ungefähr die gleichen Bedingungen haben“, erklärt Wolfgang Tretschock.

Hintergrund zur Amateurfunk-WM

Der World Radiosport Team Championship – kurz WRTC – findet seit 1990 alle vier Jahre statt. Startvoraussetzung ist die Qualifikation bei Wettkämpfen drei Jahre zuvor.

Rund 300 Helfer sind an der Vorbereitung beteiligt. Sie kümmern sich um den Aufbau der Zelte, Antennen und Generatoren. Zudem sind sie für die Versorgung der Teams und die Bereitstellung eines Schiedsrichters für jedes Team verantwortlich.

Im vergangenen Jahr fand auf der diesjährigen Austragungsfläche bereits ein Testaufbau statt.

Der Dennewitzer ist Mitglied beim Deutschen Amateur-Radio- Club und funkt bereits sein halbes Leben lang. Wolfgang Tretschock hat die Amateurfunk-Weltmeisterschaft mitorganisiert und betreut während der Veranstaltung die Standorte in Jüterbog, Oehna und Mügeln.

In seinem Haus hat der 71-Jährige sich ein eigenes Zimmer mit Funktechnik eingerichtet. Für ihn ist das Ganze jedoch nach wie vor ein Hobby. Trotzdem hat auch er eine spezielle Prüfung zum Funkamateur abgelegt.

Kommunikation auch ohne Worte

Schon als Kind war Wolfgang Tretschock technikbegeistert. Als er während seiner Armeezeit in der Nachrichtenmeldetruppe diente, wurde seine Leidenschaft für das Funken geweckt. „Ich wollte nirgendwo anders sein, als beim Funken. Das hat mich schon immer fasziniert“, berichtet er. Noch heute sitzt er täglich an seinem Funkgerät und empfängt Signale aus der ganzen Welt – das bisher weiteste kam aus Neuseeland.

Um was es beim Funken vor allem geht, erklärt der 71-Jährige ganz einfach: „Es bedeutet, drahtlos mit vielen anderen Gleichgesinnten Kontakt aufzunehmen. Das geht über Tastfunk, Sprechfunk oder Digital.“ Anhand eines sogenannten Morsecodes – ein Zeichensatz zur Übermittlung von Buchstaben – können die Funkamateure auch ohne Sprache miteinander kommunizieren.

Schiedsrichter prüfen die Teams

Erklärtes Ziel bei der Amateurfunk-Weltmeisterschaft ist es, innerhalb von 24 Stunden und bei einer Sendeleistung von 100 Watt so viele Anrufe wie möglich zu sammeln. Damit alles seine Richtigkeit hat, werden die Teams während des Wettkampfes von einem Schiedsrichter beobachtet. Für jede erfolgreiche Verbindung und für jedes neue Land erhalten die Teams je einen Punkt.

Deutsche Funkamateure beim Testaufbau für die Amateurfunk-WM 2018 Quelle: Isabelle Richter

Der direkte Wettkampf findet am 14. und 15. Juli statt. Hierbei müssen sich die Funkamateure in ihren Zelten stark konzentrieren. Interessierte Lauscher sind aber trotzdem erwünscht. „Wir wollen uns als gute Gastgeber zeigen, Besucher sind herzlich willkommen“, sagt Wolfgang Tretschok.

Der Weg zu den einzelnen Stationen ist für Gäste sichtbar ausgeschildert. Wer den deutschen Teams für den WM-Sieg die Daumen drücken möchte, sollte also unbedingt persönlich vorbeischauen.

Von Isabelle Richter

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