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Teltow-Fläming Zuwachs im Dennewitzer Museum
Lokales Teltow-Fläming Zuwachs im Dennewitzer Museum
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09:11 10.09.2018
Kranzniederlegung der napoleonisch gekleideten Gäste am Bülow-Denkmal in Dennewitz. Quelle: Isabelle Richter
Dennewitz

„Nichts ist so wertvoll, wie die Erkenntnis, Frieden auf der Welt zu haben.“ Mit diesem Worten begrüßte Martina Schlanke am Sonntag zahlreiche Gäste vor dem Bülow-Denkmal in Dennewitz. Aus Respekt vor den Opfern, die vor 205 Jahren in der Schlacht bei Dennewitz fielen, wurde vor Eröffnung des traditionellen Dorffestes ein Blumenkranz am Denkmal niedergelegt und mit einer anschließenden Schweigeminute der Opfer gedacht.

Wahre Kriegsschicksale im Dennewitzer Museum

Am 6. September 1813 standen sich nahe des Niedergörsdorfer Ortsteils die napoleonischen und preußischen Armeen mit ihren verbündeten Truppen gegenüber. Fast 120.000 Soldaten, erklärte Martina Schlanke, seien an der Schlacht beteiligt gewesen. Jeder Zehnte wurde dabei verletzt – jeder Vierte verlor hier sein Leben.

Welch grausames Ausmaß die Schlachten hatten, zeigt außerdem ein Blick in das Dennewitzer Museum. Anhand von mehr als 20 lebensgroßen Figuren werden bewegende Schicksale von einfachen Soldaten bis hin zu Offizieren, Frauen und Kindern dargestellt, die es so zu jener Zeit gegeben hat.

Soldat der russischen Armee als letzte Figur

Hinter den Figuren steckt Hans-Michael Hillebrand aus Finsterwalde. Für den 69-Jährigen ist Dennewitz inzwischen ein Stück Heimat geworden. Seit 30 Jahren kehrt der Hobbyhistoriker regelmäßig in den Ort zurück und hat seitdem viel zur Gestaltung des Museums beigetragen.

Aus Platzmangel wurde am Sonntag jedoch seine letzte Figur vorgestellt. Sie stellt den russischen Soldaten Michail Iwanowitsch Siewuschenk dar, der wegen seiner Tapferkeit und der guten Dienstauffassung befördert und ausgezeichnet wurde und die Schlacht von Borodino 1812, sowie Feldzüge in Deutschland und Frankreich überlebte.

Hans-Michael Hillebrand möchte die Menschen mit seinen Figuren und den intensiv recherchierten Lebensläufen vor allem für die Brutalität von Kriegen sensibilisieren. Denn mittlerweile seien viele Menschen bereits zu sehr abgestumpft.

Von Isabelle Richter

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