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Teltow-Fläming Der Aufklärer nimmt Abschied
Lokales Teltow-Fläming Der Aufklärer nimmt Abschied
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00:19 04.08.2017
Ulrich Franke wurde am Montag von Solweig Bohn (r.) und Peter Kaiser (M.) aus dem aktiven Berufsleben verabschiedet. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Kriminalhauptmeister Ulrich Franke geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den Ruhestand. Die Arbeit hat ihm immer Spaß gemacht.

Hintergrund

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) wurde im September 1968 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin.

Es ist ein gewerkschaftlicher Berufsverband der Angehörigen der deutschen Kriminalpolizei und aller in der Kriminalitätsbekämpfung Beschäftigen im öffentlichen Dienst.

Der BDK ist ein selbstständiger, parteipolitisch unabhängiger Berufsverband, unterliegt keinen dachgewerkschaftlichen Einflüssen und vertritt laut BDK 15 000 Kriminalbeamte in Deutschland.

Der BDK setzt sich für die wirtschaftlichen, beruflichen, sozialen und kulturellen Interessen seiner Mitglieder ein.

„Es war sicher nicht nur angenehm mit mir, aber mein Ziel war es immer aufzuklären. So habe ich das gelernt“, sagte Ulrich Franke. Der letzte Arbeitstag am Montag wurde ihm ein wenig versüßt. Nicht nur, dass sich die Kollegen in würdiger Form von ihm verabschiedeten. Er erhielt auch vom Bund Deutscher Kriminalbeamter die Ehrennadel in Gold – in Anerkennung für seine langjährigen herausragenden Verdienste und für seine lange Zugehörigkeit. Seit 2005 ist Ulrich Franke Mitglied im Bund Deutscher Kriminalbeamter. Gleich im ersten Jahr wurde er stellvertretender Kreisvorsitzender in Teltow-Fläming. Ab 2008 übernahm er den Kreisvorsitz, den er bis 2016 inne hatte. „Während dieser Zeit hat er es geschafft, den Mitgliederstand zu verdreifachen“, sagte Peter Kaiser, stellvertretender Landesvorsitzendes vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. Zudem war Franke im örtlichen Personalrat und hat sich sehr für seine Kollegen eingesetzt. Aber auch in fachlicher Hinsicht hat Ulrich Franke von sich reden gemacht. „Ich erinnere mich noch gern an unsere Observationen; die waren legendär“, sagte er.

Fälle mit Aufsehen

Der Brand in einer Aldi-Filiale in Blankenfelde mit mehr als einer Millionen Euro Schaden beispielsweise sorgte vor Jahren für Aufsehen. Dank akribischer Ermittlungsarbeit gelang es dem Kriminalhauptmeister und seinem Team den Fall aufzuklären. Vier Täter konnten ermittelt werden. Auch die schweren Raubstraftaten in Baruth wurden aufgeklärt. Die drei Täter wurden zu langen Haftstraßen verurteilt. Franke musste zu Gerichtsverhandlungen, wo Ermittlungen noch mal auf den Prüfstand gestellt wurden. Es gibt ungelöste Fälle wie der Brand im Baruther Schloss. „Natürlich interessiert es mich, wer das gewesen ist. Man kann nicht von heute auf morgen aufhören, daran zu denken“, so der 60-Jährige. Er bedauert, dass seine Stelle nicht wiederbesetzt wird. „Spezialisten sind kaum noch gefragt. Ich hoffe, dass sich das ändert.“

Langweilig wird ihm in den kommenden Monaten sicher nicht. Bis Ende des Jahres ist er terminlich ausgebucht. Seine Frau, drei Kinder und fünf Enkel werden ihn in Beschlag nehmen. Außerdem gibt es viele Hobbys wie Fußball, Ringen und Laufen. Und er hat sich der Familienforschung verschieben. „Das ist ähnlich wie kriminalistische Arbeit“, sagte er.

Urkunde überreicht

„Wir konnten Sie leider nicht überzeugen, Ihre Dienstzeit zu verlängern“, bedauerte Solweig Bohn. Somit blieb der Leiterin der Polizeiinspektion Teltow-Fläming nichts anderes übrig, als Kriminalhauptmeister Ulrich Franke die Ruhestandsurkunde zu überreichen. „Wir sind traurig, dass er geht, denn er ist ein Spezialist auf seinem Gebiet. Es wird schwer, diese Lücke zu schließen“, so die Polizeichefin.

Von Margrit Hahn

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