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Teltow-Fläming Der Blick verliert sich im Horizont
Lokales Teltow-Fläming Der Blick verliert sich im Horizont
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00:18 08.11.2013
Uwe Langmann (r.) gab während der Vernissage Auskunft über seine Bilder. Quelle: Andrea Beck
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Rangsdorf

Ein windschiefer Baum wacht am Rand einer schmalen Landstraße, über die der Schnee weht. In den Schneewehen sind Reifenabdrücke zu erkennen, Spuren, die ins Nichts zu führen scheinen. Die Straße verliert sich im Horizont. Ein anderes Bild zeigt eine in nebligen Dunst gehüllte, fast zypressenhaft schlank sich in den Himmel reckende Baumreihe auf dem Damm zwischen Konstanz und der Bodenseeinsel Reichenau. Viele von Uwe Langmanns Motiven wirken seltsam leer. Er zeigt menschenferne Schnee- und Wasserlandschaften. Es ist eine kalte Welt, die völlig verlassen ist. Und dennoch ziehen die Bilder, wie bei der Eröffnung der Ausstellung zu beobachten war, ihre Betrachter in den Bann.

Das mag zum einen daran liegen, dass Langmann die Landschaften nicht einfach nur ablichtet, sondern interpretiert. Die meisten der „Fine Art Fotografien“ sind Langzeitbelichtungen, mitunter kam ein starker Graufilter zum Einsatz. Die zum Horizont fliehenden Linien verleihen zusätzliche Tiefe, unterstreichen den gleichsam meditativen Charakter der Aufnahmen. Was bei fast allen Fotografien ins Auge sticht, ist die Zweiteilung der Bilder durch die Horizontlinie. Das bildbestimmende Motiv ist meist in der oberen Hälfte zu sehen und meistens angeschnitten.

Eine große Rolle in den Fotografien spielt, wie der Titel der Ausstellung bereits nahelegt, das Thema Zeit. Der 1985 in Memmingen im Allgäu geborene Künstler stellt sie durch Bewegungsunschärfe dar: Mal sind es ziehende Wolken, mal der Lauf der Sterne und ein anderes Mal ein vorbeifahrendes Schiff, deren Bewegungslinien Langmann festhält. Belichtungszeiten von bis zu 15 Minuten oder länger sind dabei keine Seltenheit. „Ich benutze mehr Zeit, um die Zeit zu entschleunigen“, erläutert Langmann diese Technik. Und er ergänzt: „Alles, was während der Aufnahme nicht stillsteht, verschwimmt, verschwindet oder es sind nur noch Spuren davon zu sehen. Dadurch bekommen die Bilder einen sehr viel ruhigeren, klareren Ausdruck.“

Obwohl Langmann erst im Jahr 2010 mit dem Fotografieren begonnen hat und seine künstlerische Vita damit noch recht kurz ist, nimmt sich die Liste seiner internationalen Auszeichnungen und Preise erstaunlich lang aus. Allein in diesem Jahr erhielt er mehrere Auszeichnungen.

Ein künstlerisch völlig unbeschriebenes Blatt war der Allgäuer, der sein Werk in mittlerweile sechs Einzelausstellungen präsentieren konnte, aber auch vor dem Jahr 2010 nicht. Ursprünglich wollte er als Filmemacher Karriere machen und hatte bereits einige Kurzfilme gedreht. Sein letzter Film, ein Mystery-Drama, gedreht mit einer Super-8-Kamera, lief sogar in der Kurzfilmsparte der Filmfestspiele in Cannes. Danach wollte er sich an den ersten Spielfilm wagen und schoss dafür bereits eine Reihe experimenteller Fotos für potenzielle Drehorte. „Letztlich haperte es am Budget“, erzählt Langmann, „Dafür haben den Produzenten meine Fotos unglaublich gut gefallen. Sie meinten, aus diesem Talent müsse ich unbedingt mehr machen.“ Den Tipp hat Langmann beherzigt. Eine gute Entscheidung.

Die Ausstellung „Zeit Räume“ ist noch bis zum 5.Januar 2014 zu sehen. Die Öffnungszeiten der „Eine Art Galerie“, Seebadallee 50, Rangsdorf: Mittwoch bis Freitag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

Von Andrea Beck

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