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Der Geschichte(n) auf der Spur

Lüdersdorf Der Geschichte(n) auf der Spur

Jörg Roschlau vom Lüdersdorfer Heimatverein wünscht sich mehr Informationen über den Ort und die Region. Er kritisiert die Stadt Trebbin, die seiner Ansicht nach die Arbeit der Ortschronisten nicht unterstützt.

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Jörg Roschlau vom Lüdersdorfer Heimatverein hat die alten Unterlagen vom Dachboden der Schule sortiert und zum Teil digitalisiert.

Quelle: Margrit Hahn

Lüdersdorf. Jörg Roschlau hat im vergangenen Jahr auf dem Dachboden der alten Schule in Lüdersdorf einen Schrank voller eingestaubter Ordner gefunden. Inzwischen wurden diese sortiert und teilweise als Datei digitalisiert. Bei den Klassenbüchern der Jahre 1953 bis 1961 hatte Roschlau keine Probleme, sie zu lesen.

Auf Mithilfe angewiesen

Bei einigen anderen Unterlagen war er auf die Mithilfe seiner Mutter Gertrud angewiesen, die glücklicherweise die alte deutsche Schrift beherrscht. Somit war es auch möglich, das alte Kassenbuch zu entziffern, in dem sich die Buchungen der Lüdersdorfer Mühle befinden. Darin enthalten sind Ein- und Ausgaben, unter anderem wie viel Lohn der Müller, die Verkäufer und die beiden Kriegsgefangenen erhalten haben. Interessant sind auch die Aufsätze der Lüdersdorfer Achtklässler. So schrieb Bärbel Flinzer 1957 beispielsweise über ihre Heimat, dass der Krieg großen Schaden angerichtet und viele Familie zerrissen hat. Außerdem wurden wichtige Gebäude und Häuser zerstört. „Ich merkte vom dem großen Verlust nichts, denn ich konnte noch nicht denken“, schrieb Bärbel Flinzer, die 1943 in Lüdersdorf geboren wurde. In ihrem Aufsatz steht auch, wie sich im Laufe der Jahre alles zum Positiven verändert hat und dass sie das Pfingstfest sehr mag: „Die Jugend baut Sonnabend vor Pfingsten einen Mann, den Pfingstochsen“.

Noch jede Menge zu tun

Jörg Roschlau hat alle Aufsätze abgeheftet, ebenso wie die Protokolle sämtlicher Behörden an die Gemeinde. Aber er hat noch jede Menge zu tun und hofft, im kommenden Jahr vorzeitig in Rente gehen zu können, um dann endlich genügend Zeit für solche Dinge zu haben. „Zuerst kommt meine Frau und gleich danach der Heimatverein“, sagt Roschlau lachend. Er bedauert, dass die Stadt Trebbin die Zusammenarbeit der Ortschronisten nicht mehr fördert. „Wenn ich da die Gemeinde Nuthe-Urstromtal sehe, da ist es g

Roschlau wünscht sich ein Zentralarchiv, das für jeden zugänglich ist. Schließlich will er auch aus anderen Orten etwas erfahren. „Manchmal fehlt nur ein Puzzle, um in der Ortsgeschichte eine Lücke schließen zu können, da kann ein Erfahrungsaustausch nur von Vorteil sein“, sagt der Lüdersdorfer.

Von Margrit Hahn

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