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Teltow-Fläming Der Glienicker Dorfteich versickert
Lokales Teltow-Fläming Der Glienicker Dorfteich versickert
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00:31 02.07.2015
Gerhard Glau zeigt, wie tief das Wasser im Glienicker Dorfteich bereits gesunken ist. Quelle: Frank Pechhold
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Glienick

Der Dorfteich in Glienick läuft aus. Schuld daran sollen zwei starke Weiden sein, die am stürmischen 31. März abgebrochen und in den Teich gestürzt waren. Wahrscheinlich haben die wuchtigen Baumteile die künstlich angelegte Teichbodenschicht zerstört. Seit dem Sturmtag ist der Wasserspiegel um rund 80 Zentimeter gesunken. Tendenz weiter fallend.

Das ist für die Stadt Zossen und den Ortsbeirat ein Alarmsignal. „Das Problem ist bekannt. Es wird an einer Lösung gearbeitet. Wie die aussieht, steht derzeit noch nicht fest“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) gegenüber MAZ. Nun ist guter Rat teuer. Eine Sanierung würde sehr viel Geld verschlingen. „Deshalb wurde uns aus dem Rathaus gesagt, dass wir uns Gedanken über die Zukunft des Dorfteiches machen sollen“, sagt Ortsbeiratsmitglied Günter Langner (CDU). Er ist zugleich Vorsitzender des Kultur- und Bürgervereins Glienick. Dessen Mitglieder verständigten sich darauf, den Dorfteich zu retten.

Beim Strum im März knickten diese beiden Weiden um Quelle: Christian Zielke

Schließlich wurde das Biotop 2001 im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes saniert. „Vor der Rekultivierung war der Teich völlig verschlammt“, erinnert sich der damalige Ortsbürgermeister Gerhard Glau. Deshalb hätten die Gemeindevertreter lange überlegt, was aus dem Teich wird. Letztlich floss viel Geld in die Sanierung. Auf dem natürlichen Untergrund wurden verschieden dicke Schichten aus Textilien, Schotter und wasserundurchlässigen Tonsteinen aufgebracht.

Diese Tonschicht scheint von den Weidenästen beschädigt worden zu sein. Anders lässt sich der seit dem Sturm zu beobachtende, enorme Wasserverlust nicht erklären. „Der Wasserspiegel ist auch in den vergangenen Jahren abgesackt. Aber selbst in ganz heißen Sommermonaten nie mehr als um 40 Zentimeter“, sagt Ortsbeiratsmitglied Langner. Wahrscheinlich hätten die beiden umgestürzten Weiden den an manchen Stellen von Wurzeln lädierten Tragschichten den Rest gegeben. Deshalb läuft der Teich nun wie eine Badewanne aus, in der man den Stöpsel gezogen hat, aber den Wasserhahn erst nach und nach zudreht.

Wenn nicht bald etwas passiert, stirbt der nur aus Regenwasser gespeiste Dorfteich einen langsamen Tod. Genau das will der Ortsbeirat verhindern. „Wir schlagen eine Einwohnerversammlung am Dorfteich vor“, sagt Langner. Dann könnten die Glienicker ihre Vorschläge für die Rettung des Teiches unterbreiten. Weiter wolle man alle ortsansässigen Firmen ansprechen. „Wenn sich 20 bis 25 Leute finden und genügend Technik da ist, dann sollte es uns gelingen, den Dorfteich leer zu pumpen und die kaputten Schichten abzudichten“, hofft Langner. Weiter müsse es gelingen, das Problem mit dem Wasserzufluss in den Griff zu bekommen. Der Dorfteich wird ausschließlich mit Regenwasser gefüllt, das in mehreren Leitungen von Grundstücken abgeleitet wird. Langner zufolge laufe viel weniger Regenwasser als möglich in den Teich. Das liege daran, dass die Zuflussrohre einerseits verstopft seien und sie andererseits ein negatives Gefälle hätten. „Da ist wahrscheinlich beim Bau gepfuscht worden“, sagt Langner. „Wobei ich hier nach so vielen Jahren niemandem den Schwarzen Peter zuschieben will.“

Von Frank Pechhold

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