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Teltow-Fläming Der Gutspark hat jetzt ein „Bellevue“
Lokales Teltow-Fläming Der Gutspark hat jetzt ein „Bellevue“
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09:17 26.08.2016
Vom „Bellevue“ hat man den besten Blick über den Gutspark und die dahinter liegende Landschaft. Vorher befand sich dort Wildwuchs. Quelle: Zielke
Groß Machnow

„Bellevue“ bedeutet schöne Aussicht und diese hat man tatsächlich, wenn man auf dem runden Platz in der südwestlichen Ecke des Groß Machnower Gutsparks steht. Beim Blick gen Norden erkennt man das sanierte Gutshaus und den Turm des Schulgebäudes. In der anderen Richtung sieht man Grün soweit das Auge reicht.

Vor einigen Wochen bestand die schöne Aussicht aus Gestrüpp und Brennnesseln. Internationaler Zusammenarbeit ist es zu verdanken, dass das „Bellevue“ seinem Namen wieder gerecht wird. Die Teilnehmer des Internationalen Workcamps haben den kleinen Platz in den vergangenen drei Wochen gestaltet. Sie haben den Wildwuchs entfernt und neue Wege angelegt. Der schönen Aussicht wegen, wurde der Bellevue-Platz um einige Zentimeter aufgeschüttet und mit einem Feldstein versehen.

Fußballfeld hat festen Platz bekommen

Neben dem Aussichtspunkt haben die Workcamp-Teilnehmer für eine weitere Verschönerung des Gutsparks nach historischem Vorbild gesorgt. Mehrere Meter der alten Asphaltwege wurden mit einer Decke aus Natursteinschotter und Sand neu gestaltet. Von einer Feuchtwiese haben sie das Gestrüpp entfernt. Dort sollen statt Brennnesseln eines Tages wieder seltene Orchideen blühen. Das Fußballfeld, das bislang eher willkürlich angelegt wurde, hat nun einen festen Platz. Dank neuer Hülsen im Boden ist nun das Spielfeld mit Fahnen markiert.

In diesem Jahr haben 17 Jugendliche aus Spanien, Italien, der Türkei, Aserbaidschan, Kasachstan, Litauen, Griechenland und Deutschland am jährlichen Workcamp teilgenommen. Neben der ehrenamtlichen Arbeit geht es den Organisatoren vom Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg auch um die internationale Begegnung. „Wir wollen, dass die jungen Leute sich kennenlernen“, sagt Markus Mohn vom Verein.

Finanzielle Unterstützung vom BER

Lob kam auch von Silke Neuling, Dezernentin des Landkreises Teltow-Fläming: „Ich bin beeindruckt, von dem, was ihr geleistet habt. Meine Kinder lassen sich nur schwer für Gartenarbeit begeistern.“ Die Arbeit der Workcamp-Teilnehmer sei sowohl aus Sicht des Denkmalschutzes wie auch aus der des Naturschutzes wichtig.

Für die finanzielle Unterstützung sorgt seit dem ersten Workcamp 2005 der Flughafen BER, der sich finanziell an den Kosten beteiligt. „Ich bin sicher, dass wir uns auch in Zukunft engagieren“, sagte Jochen Heimberg, Leiter der BER-Umweltabteilung. Im Groß Machnower Gutspark gibt es aus Sicht von Markus Mohn noch genug zu tun. „Wir wollen, dass mehr Leute dieses Kleinod wahrnehmen.“

Von Christian Zielke

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