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Teltow-Fläming Teltow-Fläming bekommt ein Baumkataster
Lokales Teltow-Fläming Teltow-Fläming bekommt ein Baumkataster
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19:40 28.02.2019
Noch kann der Kreis nur schätzen, wie lange die Erstellung des Baumkatasters dauern wird. Vermutlich stehen ab dem Sommer die ersten Daten von 10.000 Bäumen bereit. Quelle: Victoria Barnack
Luckenwalde

Jeder Baum an fast 200 Kilometern Kreisstraßen nur einen Klick entfernt: Schon bald soll das für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung in Luckenwalde möglich sein. Dafür hat der Landkreis im Januar ein Unternehmen aus der Gemeinde Niedergörsdorf beauftragt. Die Bochower Firma soll die schätzungsweise 10.000 Bäume katalogisieren.

Am Ende entsteht ein umfangreiches Baumkataster samt digitalem Zugriff. Für jeden modernen Straßenverwalter sei der Aufbau eines solchen elektronischen Katasters erforderlich. Das erklärte der zuständige Leiter des Hauptamtes, Hubert Grosenick.

Die alten Alleen wie hier in der Gemeinde Niederer Fläming zu erhalten, ist eines der Ziele des neuen Baumkatasters. Quelle: Victoria Barnack

Brandenburg ist von allen deutschen Bundesländern mit Abstand das alleenreichste Land“, erläutert er. Diesen Allenreichtum zu erhalten, ist nicht nur ein erklärtes politisch Ziel; es ist auch gesetzlich verankert – sowohl aus landesgestalterischen aber auch kulturhistorischen Beweggründen heraus.

Der umfangreiche Baumbestand auch an den Kreisstraßen in Teltow-Fläming erfordert daher ein „modernes Baummanagement“, so Grosenick.

Erste Daten wohl ab Mitte des Jahres nutzbar

Dafür muss nun zunächst jeder einzelne Baum penibel genau erfasst werden. Weil zwischen Großbeeren im Norden und Dahme im äußersten Süden mehrere tausend Bäume stehen, hat der Kreis die Arbeit an eine externe Firma vergeben.

Die ersten Stämme sind bereits mit den grünen Plaketten samt Nummernschildern versehen. Bis alle 185 Kreisstraßen-Kilometer abgefahren wurden, wird es aber noch einige Monate dauern. Die Kreisverwaltung erwartet, dass ab sie Mitte 2019 die ersten Daten nutzen kann.

Die ersten Bäume an den Kreisstraßen sind bereits mit Nummern versehen worden. Quelle: Victoria Barnack

„Im Kataster werden von den Bäumen Angaben über die Gattung und Baumart, Abmaß und die aktuelle Entwicklungsphase aufgenommen“, erklärt Hubert Grosenick. Die Untersuchung der Bäume ist dauert nicht immer gleich lang. Je nachdem wie jung oder krank das Grün ist, kann das zwischen zwei oder sogar 20 Minuten in Anspruch nehmen.

In einem digitalen System, wo die Daten aufgearbeitet werden, können die Mitarbeiter dann alle Details einsehen: Wie groß und alt ist der Baum? Wie dick ist sein Umfang in Stamm und Krone? Welche Krankheiten oder Schäden hat er?

Baumkontrollen werden regelmäßig in das Kataster eingearbeitet

Insgesamt ist für den Kreis aber vor allem eine Frage von Bedeutung: Muss der Baum jetzt verschnitten werden oder steht sogar eine Fällung an? „Im Kataster werden die Ergebnisse der regelmäßigen Baumkontrollen aufbereitet und für die Planung und Nachverfolgung von Pflegemaßnahmen verarbeitet“, sagt Grosenick.

Welcher Baum braucht welche Pflege? Das Baumkataster soll schnell und digital darüber Auskunft geben. Quelle: Victoria Barnack

Sind alle Bäume einmal erfasst, lassen sich Änderungen schnell nachtragen. Mit digitalen Geräten kann das binnen weniger Minuten und vor Ort geschehen. „Das Baumkataster ermöglicht eine kontinuierlichere Planung und Überwachung von Baumfällungen und Neupflanzungen“, sagt Grosenick.

Baumkataster könnte auch den Verkehr sicherer machen

Auch ihre Daten werden „georeferenziert“, erklärt er. Das heißt, die Koordinaten der einzelnen Bäume werden in eine digitale Karte eingetragen. Dank Plakette mit Nummernschild können die Bäume dann bei den nächsten Pflegearbeiten schnell zugeordnet werden. Insgesamt soll das Baumkataster die Planung, Durchführung und Überwachung der Pflege also um einiges „effektiver“ machen, fasst Grosenick zusammen.

„Es dient der Straßenverwaltung als Arbeitshilfe“, sagt er. Wird das vollständige Baumkataster mit anderen Fachdaten verknüpft, kann damit beispielsweise die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Von Victoria Barnack

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